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Mo, 11:22 Uhr
22.01.2018
Volksbank legte Geschäftszahlen vor

Positive Bilanz und kritischer Blick in die digitale Zukunft

Am Vormittag stellte der Vorstand der Nordthüringer Volksbank die Geschäftszahlen zu zurückliegenden Jahres vor. Das Fazit von Vorstand Peter Herbst dabei: „Die Nordthüringer Volksbank steht auf einen stabilen Fundament“…

Vorstandsrunde (Foto: nnz) Von links: Vorstand Peter Herbst, Kathrin Stürmer, verantwortlich für den Vertrieb und Vorstandsmitglied Uwe Demmer

Trotz des schwierigen Umfeldes: Die Bilanzsumme in 2017 hat sich auf 705 Millionen Euro erhöht. Auch die Kundeneinlagen stiegen um 28 Millionen Euro auf 537 Millionen Euro. Viele Kunden fragen sich, ob es sich überhaupt noch lohnt, Geld zu sparen. Einige Banken denken bereits darüber nach, auch von ihren Privatkunden Negativzinsen zu erheben. Was die Nordthüringer Volksbank anbelangt, würde man nur im äußersten Notfall dazu übergehen, Negativzinsen einzuführen.

Viele Sparer suchen deswegen händeringend nach Alternativen für die Geldanlage. Sie setzen auf Edelmetalle und legen sich einen kleinen Schatz aus Goldmünzen oder –barren bzw. in einem Goldsparplan an. Immer populärer ist auch das sogenannte Betongold, also eine Investition im Immobilienbereich. Dabei gilt grundsätzlich: Jede Anlageform hat ihren Reiz mit eigenen Chancen, aber auch mit eigenen Risiken. Dies macht die Anlageentscheidung nicht leichter. 210 Millionen Euro hat die Volksbank als Kredite an ihre Kunden vergeben. Im Jahr 2016 waren es 195 Millionen Euro. Insgesamt hat die Nordthüringer Volksbank rund 17.500 Genossenschaftsmitglieder.

Die Volksbank ist in den drei Landkreisen Nordhausen, Sömmerda und im Kyffhäuserkreis mit insgesamt 18 Filialen und 8 SB-Stellen vor Ort. Im letzten Jahr gab es keine Filialschließungen. „Allerdings leben immer weniger Menschen in unserer ländlichen Region, viele wollen in die Städte. Darüber hinaus nehmen immer mehr Kunden unsere Internet- oder SB-Bankdienstleistungen in Anspruch. Dies hat zu einem Rückgang der Besuche in unseren Filialen geführt. Hier werden in diesem Jahr Entscheidungen zu Filialstandorten und Öffnungszeiten getroffen“, kündigt Peter Herbst an.

Die am häufigsten besuchte Filiale der Nordthüringer Volksbank ist ihre Homepage. Sie ist rund um die Uhr geöffnet und von jedem Punkt der Erde in Nullkommanichts erreichbar: www.nt-vb.de

Digitalisierung macht das Banking einfacher. Neben der App-Nutzung erlaubt zum Beispiel das elektronische Postfach alle Unterlagen von Konto, Kreditkarten und den Verbundpartnern zu archivieren. Gleichzeitig bietet die Bank seit 2017 neue Zugangswege. So findet man die Bank auch in den sozialen Netzwerken auf Facebook und Instagram. Wann, wie und von wo die Kunden mit der Bank in Verbindung treten möchte – das entscheidet der Kunde ganz allein.

Per 31. Dezember sind insgesamt 153 Mitarbeiter, davon 19 Auszubildende in der Nordthüringer Volksbank beschäftigt. Die Auszubildenden haben gute Chancen auf die Übernahme in ein festes Beschäftigungsverhältnis nach erfolgreicher Abschlussprüfung. Beim Personalbestand wird auch mit Mitarbeitern zu Ruhestandsregelungen, Teilzeit oder den Wechsel in andere Filialen und Abteilungen gesprochen.

Neben den guten Geschäftszahlen ist soziales Engagement wichtig. Im vergangenen Jahr wurden 100.000 Euro für verschiedene Vereine und Institutionen, zum Beispiel zur Förderung von Sport, der Kultur und der Jugendarbeit, zur Verfügung gestellt. Hollywood vergibt Sterne auf dem „Walk of fame“ an berühmte Schauspiel-Legenden, und die Volksbanken und Raiffeisenbanken vergeben den „Stern des Sports“ an heimische Sportvereine, die sich in besonderer Weise engagieren. Das Engagement der Sportvereine beweist, dass der Gedanke, vor Ort füreinander da zu sein, noch immer modern und aktuell ist.

Als regional verankerte und engagierte Genossenschaftsbank unterstützt die Bank diese Form des bürgerschaftlichen Engagements gern. So brachte es der SV Blau-Weiß 91 Bad Frankenhausen bereits zum 2. Mal auf das Siegertreppchen in Erfurt.

„Im Namen meines Vorstandskollegen Uwe Demmer möchte ich unseren Mitgliedern, Kunden und Partnern für das Vertrauen und dem Aufsichtsrat und den Mitarbeitern für gute Zusammenarbeit und geleistete Arbeit danken. Die Digitalisierung, niedrige Zinsen, Demografie werden auch weiterhin die großen Herausforderungen für die Nordthüringer Volksbank sein", so Peter Herbst abschließend.
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Kommentare

22.01.2018, 15.33 Uhr
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Alle hiesigen Banken und Sparkassen verkünden jedes Jahr auf's neue, dass sie über gute Bilanzen verfügen. Trotz Euro- und Finanzkrise. Alles ist gut. Alles? Wohl nicht ganz.

Die Verlierer sind diejenigen, die noch ein paar Euro für später zurück gelegt haben und/oder künftig von Renten unter der Hälfte des heutigen Einkommens vegetieren müssen. Und das bei tendenziell sinkenden Einkommen.

Übrigens: Ich bin sicher, der Negativzins wird kommen. Der Testlauf hat längst begonnen. Der versteckte Raub wird immer ganz langsam - zum eingewöhnen - zum offenen.

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