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Di, 07:34 Uhr
08.09.2009

Dialog am Trog

Was ist denn los in der „Freiherr-vom-Stein-Straße“? Wird denn das irgendwann mal fertig? Wie lange dauert denn das noch? Wie weit sind denn die Bauarbeiten nun?

Dialog am Trog (Foto: F. Jeschke)
So ungefähr lauten bestimmt die Fragen vieler Nordhäuser und auswärtiger Bürger und Kraftfahrer. Dieser und jener nutzt auch mal einen Sonntags-Spaziergang dazu, sich einen Überblick vom Ausmaß dieser Bauarbeiten zu machen. Den bekommt man, bei sicherer Annäherung, in Höhe der Bahngleise, die bereits in ihrem neuen Bett liegen.

Zugleich steht man an dieser Stelle auch auf der umfangreichsten, baulichen und logistischen Anstrengung des gesamten Projektes, wie uns der Bauleiter der Firma ITB Schönebeck Herr Hauptmann bei einer kleinen Baustellenbegehung versicherte. Es handelte sich dabei um die Ende April dieses Jahres verlegten drei großen Brückenelemente für die Gleisüberführungen. An Ort und Stelle gegossen, wurden diese etwa 330 Tonnen wiegenden Teile von einem 800 Tonnen-Kran in die Brückenlager gehoben. Eine kolossale Kraftanstrengung, die zwei Wochenenden in Anspruch genommen hat.

Weiterhin erklärte uns Herr Hauptmann, daß man vom Zeitplan her mit dem, was schon fertig ist und dem, was man noch vor sich hat, zufrieden sein kann. Aus einem solchen Gespräch wird auch erst einmal der Umfang aller damit zusammenhängenden Arbeiten klar und die Frage beantwortet, warum es nun mal diese Zeit dauert.

Dialog am Trog (Foto: F. Jeschke)
Da mußten zum Beispiel die Ampelanlage an der Kreuzung zur Bochumer Straße erneuert werden (bereits fertig). Sämtliche Ab- und Regenwasserleitungen sowie Strom- und Telefonkabel mussten jetzt an dem „wasserdichten Trogbauwerk“ vorbeigeführt werden (fertig). Das sich in Zukunft einmal sammelnde Wasser innerhalb des Troges muß automatisch abgepumpt werden können.

Fußgänger und Radfahrer bekommen auch einen Weg unter den Gleisen hindurch. Es wird auch an der Einfahrt Motorenstraße der Kreisverkehr entstehen und das neue „Stück“ Straße braucht auch eine andere, also neue Straßenbeleuchtung. Nicht zu vergessen sind die abschließenden Randbegrünungen und Baumpflanzungen. Ausgeführt wird das gesamte Projekt in der Hauptsache vom bereits erwähnten ITB (IngenieurTiefBau) Schönebeck in enger Zusammenarbeit mit EUROVIA BETON aus Oebisfelde. Letztere waren und sind noch bis voraussichtlich Oktober mit den Betonarbeiten betraut, wobei der ITB Schönebeck für den Tiefbau zuständig ist. Eine gute Konstellation, wie uns Herr Hauptmann abschließend bestätigte.

Dialog am Trog (Foto: F. Jeschke) Nach unserem Dialog mit dem Bauleiter trafen wir noch zwei Zaungäste, im wahrsten Sinne des Wortes. Familie Klemmer wohnt dicht neben dem Trogbauwerk in ihrem kleinen Häuschen als einzige Bewohner zwischen leeren Häusern, Gewerbe-Betrieben und der Bahnstrecke. Sie haben sozusagen den Platz in der erste Reihe bei A...., naja Sie wissen schon.

Es sah zwar bedauernswert aber auch putzig aus, wie sie so hinter dem großen Bauzaun auf ihrer kleinen Bank in dem noch verbliebenen Vorgarten saßen und dem Baugeschehen mit samt ihrer Katze zusahen. Ins Gespräch gekommen, erwähnten sie unter anderem auch Bedenken für den Fall, wenn einmal der Notarzt kommen müsse. Es gab tatsäclich keine Möglichkeit näher als 100 Meter heran zu kommen. Aber Familie Klemmer war optimistisch und meinte: „Das wird vor dem Ende der Bauarbeiten nicht passieren!“

Sie ertrugen diese nun schon von Anfang an und sind bestimmt auch die Einzigen, die nicht danach Fragen: “Wie weit sind denn die Bauarbeiten nun?“ Einen Blick auf die Bauarbeiten können Sie HIER erheischen.
Dialog am Trog (Foto: F. Jeschke)
Dialog am Trog (Foto: F. Jeschke)
Dialog am Trog (Foto: F. Jeschke)
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