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Mo, 07:01 Uhr
30.11.2009

nnz-Forum: Adventsauftakt für die Kinder

nnz-Leser Frank Jeschke war gestern mit seiner Familie auf Tour. Was er dabei im benachbarten Eichsfeld erlebt hat, das will er uns nicht vorenthalten...


In Heiligenstadt erlebt (Foto: F. Jeschke)
Am ersten Advent gab es in Heiligenstadt außer Süßigkeiten und Karussell auf dem Weihnachtsmarkt, für unsere Kinder etwas ganz besonderes zu erleben. Irlana Morandin und Gioachino Barp hatten für diesen Tag genau das Richtige organisiert. In Zusammenarbeit mit der AG Märchenhaftes Heiligenstadt & Interessengemeinschaft Heiligenstadt e.V. wurde im L’Arena EisCulturSalon Wilhelmstraße die Vorstellung „Das Pfefferkuchenmännchen“ aufgeführt. Tatyana Khodorenko und Sybille König vom „Figurentheater Khodorenko“ aus Göttingen führten in der gemütlichen Atmosphäre des Cafés, dieses Vorweihnachtliche Stück vor vielen gespannten Kindern und ihren Eltern auf. Worum ging es dabei?

In Heiligenstadt erlebt (Foto: F. Jeschke) Tatyana Khodorenko und Sybille König spielten die beiden Nachbarinnen, die für eine Weihnachtsfeier Pfefferkuchen backen und sich dabei die Geschichte vom Pfefferkuchen-Männchen erzählten: Eigentlich sollten es nur zwölf Männchen werden, aber aus einem Teigrest ist noch ein dreizehntes entstanden, nicht so schön wie die anderen und auch ohne Glasur. Die Kinder Paula und Anna warfen es einfach aus dem Korb, der ihnen auf dem Wege zur Weihnachtsfeier zu schwer geworden war. Nun war das Pfefferkuchenmännchen ganz allein und es drohten ihm viele Gefahren...

Ein altes Märchen aus Schlesien, gespielt in einer Weihnachtspyramide in der Form eines Tannenbaumes. Die drei Ebenen entsprechen dem Vorbild mittelalterlicher Bühnen, auf denen in den Kirchen Himmel, Erde und Hölle dargestellt wurden. Diese Geschichte greift die fast vergessene Tradition des Christkinds und seines Helfers Knecht Ruprecht, wieder auf. Abgesehen von der Tatsache, dass sich selbst die Erwachsenen in den Bann dieser Geschichte ziehen ließen, war es interessant die Kinder zu beobachten.

In Heiligenstadt erlebt (Foto: F. Jeschke)
Sie waren es, die dieses Märchen nicht nur gesehen und gehört haben, sondern sie waren mitten drin und haben diese Figuren gelebt. Sie haben mit gefiebert, kommentiert und sogar mitgespielt. Für diese Kinder haben die Figuren gelebt, gesprochen und gehandelt und nicht die Puppenspielerin, die die Puppen geführt hat und für sie gesprochen hat. Sie war für diesen Moment eigentlich gar nicht mehr da!

Aber auch ein so schönes Märchen geht einmal zu Ende. Als Abschluss gab es von Knecht Ruprecht, der ja auf einem Esel saß, noch ein Pfefferkuchenmännchen zum Abschied. Und wer genau hingesehen hat, der hat in strahlende Kinderaugen gesehen. Was gibt es schöneres zum Ersten Advent?
Frank Jeschke, Bielen
Anmerkung der Redaktion:
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