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Do, 11:46 Uhr
23.09.2021

Wie nachhaltig sind CBD-Öle?

CBD Öle sind der neueste Trend. Die kleinen Flaschen, von denen man sich täglich einige wenige bittere Tropfen verabreichen soll, finden sich mittlerweile in Drogeriemärkten und in vielen Haushalten. Sogar für Tiere werden sie als unterstützendes Mittel zum Wohlbefinden angeboten und gepriesen...


Beim Menschen sollen gute CBD Öle nicht nur das Wohlbefinden steigern, sondern auch bei der Genesung diverser Krankheiten sowie bei psychischen Beschwerden helfen...

CBD Öl /Symbolbild (Foto: Erin Stone auf Pixabay ) CBD Öl /Symbolbild (Foto: Erin Stone auf Pixabay )
Es verspricht, auf ganz natürlichem Wege für Entspannung und gesundheitliche Vorteile zu sorgen und das alles ganz legal und ohne den Rausch, den die Cannabis Droge erzeugt. Das Öl besteht ausschließlich aus CBD und nicht aus THC, weshalb die Rausch-Effekte ausbleiben.

Die Hanfpflanze - alles ganz grün, oder?
Ein Produkt aus einer immer wieder nachwachsenden Pflanze, verkauft in Bio Produkten und verwendet in alternativer Medizin. Das klingt sofort nach einem nachhaltigen Produkt, das die Umwelt nicht oder nur minimal negativ beeinflusst. Doch wie bei allen Dingen, ist es die Masse, die einen Unterschied macht. Bevor CBD Produkte und Hanf Kosmetik, wie zum Beispiel Cremes, im Trend waren die einzigen legalen Plantagen für medizinisches Cannabis, welches nur in Ausnahmefällen verschrieben wird.

Die Nachfrage war also gering. Durch die Beliebtheit des legalen CBD schießt die Nachfrage nun in die Höhe. Neue Firmen werden gegründet und beginnen, die Pflanze in großer Menge anzubauen und in bis zu 20.000 verschiedene Produkte weiter zu verarbeiten. Dies bringt Probleme mit sich, die weit über die Qualität der Produkte hinausgehen, sondern die Frage nach der Nachhaltigkeit der Produktion aufwerfen.

Es kommt auf den Anbau an
Der größte Vorteil von der Verwendung und Produktion von Hanfprodukten ist die Vielfalt. Jeder Teil der Pflanze kann verwendet werden und in unterschiedlichen Prozessen zu einer Vielzahl an Produkten verarbeitet werden. Von Textilien, Papier bis hin zum Öl finden sich für jeden Teil der Pflanze unterschiedliche Verwendungsmöglichkeiten. Dies führt zu einer geringen Menge an Abfallprodukten, wenn es um den Anbau geht. Die Pflanze wächst besonders schnell und erlaubt mehrere Ernten im Jahr, weshalb auch für größere Produktionen wenig Land benötigt wird. Die Pflanze ist sehr beständig und benötigt keinen oder nur sehr geringen Einsatz von Chemikalien und Pestiziden.

Des weiteren bindet die Pflanze Kohlenstoff und filtert Schwermetalle aus der Erde, beides sehr positive Effekte. Durch seine langen Wurzeln bezieht sie außerdem die benötigte Energie aus tieferen Schichten, wodurch die verwendete Erde längerfristig verwendet werden kann, sofern sie nicht konstant als Monokultur bepflanzt wird.

Hanfprodukte haben also das Potenzial sehr umweltfreundlich zu sein. Doch durch den Boom, wird beim Anbau der Pflanze oft nicht auf die Natur geachtet. Es werden mehr Chemikalien verwendet als nötig wäre und oftmals werden sie sogar falsch angewendet, was nicht nur dem Anbau langfristig schadet, sondern auch der Erde schwer zusetzt. Da auch nicht regenerativ angebaut wird, wird die Natur unnötig belastet und nicht nachhaltig gehandelt. Der Verpackungsprozess ist ebenfalls bekannt dafür, viel Müll zu produzieren, vor allem Einmalplastik. Der CO2-Fußabdruck der Produkte ist häufig ebenfalls sehr hoch, da zwar der Import und Verkauf der Produkte in der EU legal ist, der Anbau der Pflanzen allerdings in den meisten Ländern nicht, wodurch weite Importwege entstehen. Für die Firmen selbst, die auf dem stark umkämpften Markt um Gelder von Sponsoren und die besten Verkaufszahlen wetteifern, ist Umweltschutz und nachhaltiger Anbau leider häufig auch keine Priorität. (Hauptquelle)

Fazit
Am Ende lässt es sich nicht mit Sicherheit sagen, ob die Produktion von CBD Öl und anderen Produkten, die aus Hanf und Cannabis hergestellt werden, wirklich nachhaltig ist. Dies liegt an der fehlenden Transparenz der Firmen, die die Produkte herstellen. Massenproduktionen jeder Art sind immer schädlich für die Umwelt, dennoch sind die Vorteile auch nicht von der Hand zu weisen. Hier noch einmal eine Übersicht.

Tabelle (Foto: nnz) Tabelle (Foto: nnz)
Am Ende des Tages liegt es am Käufer, die Herstellungsprozesse der Firmen zu hinterfragen und sich nach eigenem Wissen und Gewissen für die Anbieter zu entscheiden, deren Verfahren und Produkte sie am meisten unterstützten. Für die Zukunft sollten jedoch bessere Richtlinien eingeführt werden, welche die Produktion von CBD und Hanfprodukten zu dem umweltfreundlichen Prozess macht, der es sein könnte.
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