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Di, 09:37 Uhr
14.01.2020
Beruf wechseln?

Umschulungen können Abhilfe schaffen

Für einen Berufswechsel ist man nie zu alt. Wird der einmal erlernte Beruf nicht mehr nachgefragt oder man muss aufgrund einer Erkrankung das Berufsfeld wechseln, schaffen Umschulungen neue Perspektiven. Wie man den passenden Beruf findet und welche Fördermöglichkeiten es gibt, zeigen wir hier...

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So findet man den passenden Beruf
Der Begriff "Weiterbildung" ist ein weites Feld. Während man mit einer Fortbildung berufliche Qualifikationen erhalten und erweitern kann, ebnet eine Umschulung den Weg für einen beruflichen Neuanfang. In beiden Bereichen gibt es entsprechende Fördermöglichkeiten.

Warum man den Beruf wechseln möchte, kann verschiedene Ursachen haben: eine Umstrukturierung am Arbeitsmarkt, die Automatisierung bestimmter Arbeitsabläufe, Unzufriedenheit, gesundheitliche Einschränkungen, schlechte Berufsperspektiven. Grundsätzlich gilt, dass das eigene Alter bei einer solchen Entscheidung nur eine untergeordnete Rolle spielen sollte. Weitaus wichtiger ist es, herauszufinden, in welchem Berufszweig man arbeiten möchte. Eine Weiterbildung kann zum Beispiel dabei helfen, innerhalb des eigenen Berufszweiges eine höhere Position zu bekleiden oder seine Jobchancen zu erhöhen. Reicht eine Weiterbildung alleine nicht aus, kann man mit Umschulungen zum beruflichen Erfolg gelangen.

Hat man sich dafür entschieden, mit einer Umschulung einen völlig neuen Berufsabschluss zu erwerben, sollte man sich detailliert mit den eigenen Kenntnissen, Fähigkeiten und Interessen auseinandersetzen. Auch ein Blick auf die Entwicklung am Arbeitsmarkt kann dabei helfen, die richtige berufliche Perspektive zu finden. Besonders gefragt sind Nachwuchskräfte etwa in der (Alten-)Pflege und in der IT-Branche. Aber auch einige Handwerksberufe werden immer seltener erlernt. Bäckereien, Metzgereien sie alle sind auf Nachwuchs angewiesen. Das Gleiche gilt für Hotels und Gaststätten, die Logistikbranche sowie Berufe in der Industrie.

Welche Möglichkeiten gibt es für den Berufswechsel?
Steht ein Berufswechsel mit einer neuen Ausbildung an, bedeutet dies finanzielle sowie zeitliche Einbußen. Darüber sollte man sich bewusst sein, bevor man endgültig einen anderen Berufszweig wählt.

Für einen Berufswechsel stehen verschiedene Möglichkeiten zur Wahl:

Umschulung (schulisch oder betrieblich)
Studium
Fernstudium
Berufsbegleitendes Studium
Bildungsurlaub
der Weg in die Selbständigkeit

Welche Fördermöglichkeiten gibt es für den Berufswechsel?
Je nachdem, für welche Variante man sich bei einem Perspektivenwechsel entscheidet, können folgende Fördermöglichkeiten in Anspruch genommen werden:

Bildungsgutschein
Weiterbildungsprämie
Programm WeGebAU
Aufstiegs-BAföG
Weiterbildungsscheck
Bildungsurlaub

Da es sich bei der Umschulung um den Erwerb eines komplett neuen Berufsabschlusses handelt, gelten für die Förderung besonders strenge Regelungen. Damit die Umschulung finanziert wird, müssen in der Regel gesundheitliche Gründe vorliegen, die für einen beruflichen Wechsel sprechen. Doch auch dann, wenn die Firma Stellen abbaut, kann eine Umschulungs-Förderung in Anspruch genommen werden. Möchte man diesen Weg hingegen aus rein privaten Gründen gehen, kann man dies über eine Abendschule tun. Da man tagsüber weiterhin arbeiten geht, ist so trotzdem der Lebensunterhalt gewährleistet.

Fazit: Neue Perspektiven nach zwei Jahren
Bei einer Umschulung erwirbt man innerhalb von zwei Jahren einen neuen Berufsabschluss. Dabei kann man sowohl einen ähnlichen Beruf wählen oder aber einen branchenfremden. Ein großer Pluspunkt bei einer Umschulung: Man hat später die Möglichkeit, sich in zwei verschiedenen Berufen zu erwerben und kann so die Chancen auf einen Arbeitsplatz erhöhen.
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