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Fr, 08:06 Uhr
25.09.2020
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Fördergelder aus Digitalpakt Schule

Alle Schulen in Deutschland standen während des Corona Shutdowns vor einem großen Problem. Während Schüler den Unterricht eine längere Zeit nicht besuchen durften, musste dieser schließlich digital erfolgen. Genau das brachte aber viele Schulen an ihre Grenzen, denn die nötige technische Ausstattung und Infrastruktur für diese Art des Lernens waren bereits vor dem Corona Lockdown nicht überall vorhanden. Das soll sich aber jetzt ändern, denn die Krise hat vor allem gezeigt, dass die Digitalisierung solch eine Zeit überbrücken und nicht nur Schulen ihre digitalen Angebote ausbauen sollten...


Dennoch stellt gerade das die Städte und Landkreise vor eine große Herausforderung, denn solch eine Umstellung ist natürlich immer auch mit hohen Kosten verbunden. Damit der Bildungsstandard in Krisenzeiten aber weiterhin aufrechterhalten werden kann, haben sich die Bundesregierung und die Regierungen der einzelnen Länder zusammengetan und den „Digitalpakt Schule“ ins Leben gerufen. Damit sollen Fördergelder freigemacht werden, die die Länder bei der Investition in eine digitale Bildungsinfrastruktur zu unterstützen.

Dieser Pakt richtet sich sowohl an die Schülerschaft, als auch Lehrkräfte und Eltern. Vor allem benachteiligte Familien sollen so unterstützt werden, weiterhin am Unterricht teilnehmen zu können. Thüringen will bis 2021 jedem Schüler eine digitale Lernumgebung inklusive Internetzugang bereitstellen. „Besonders wichtig ist dabei die Ausstattung mit Glasfaseranschlüssen, damit Schüler, Eltern und Lehrer die digitalen Angebote allumfassend und effizient nutzen können. Auch Rahmenbedingungen bezüglich des Datenschutzes sind heute unumgänglich bei der Einrichtung einer IT-Infrastruktur“, sagt Udo Werner, ein IT-Fachmann vom Magazin Kaufberater.io.

Im Zeitraum von 2019, in dem der Digitalpakt beschlossen worden ist, bis 2024 sollen Schulen mit Geldern in Milliardenhöhe versorgt werden. Bereits vor Corona wurden von Bund und Ländern schon 5,5 Milliarden Euro für die Ausstattung mit mobilen Endgeräten bereitgestellt. Die Gelder werden nach dem Königsteiner Schlüssel auf die Bundesländer verteilt, jedes Land muss schließlich noch einen eigenen Anteil in Höhe von 10 Prozent leisten. Thüringens Schulen sollen jetzt, während der Krise, etwa 150 Millionen Euro für ihre Digitalisierungskonzepte erhalten. Das Land selber stellt dabei mehr als 14 Millionen Euro zur Verfügung.

Dieses Geld soll aber nicht nur für die technische Ausstattung herhalten, sondern auch für die Weiterbildung und Schulung der Lehrkräfte speziell auf den Einsatz digitaler Medien im Unterricht. Zusätzlich soll eine landesweite Bildungsplattform mit einem Lernmanagementsystem eingerichtet werden. Doch ganz so einfach an das Geld kommen, ist es für Schulen nicht. Grundlage für eine Beantragung der Fördergelder ist das Erstellen eines ganzheitlichen Medienkonzeptes für die jeweilige Schule. Darin soll eine Einschätzung der nötigen digitalen Ausstattung sowie der Kosten enthalten sein, jedoch sind in vielen Städten keine Kapazitäten auf den zuständigen Ämtern frei, um solche Konzepte zu erstellen.

Dementsprechend müssen manche Schulen hier länger auf den Antrag für die Förderung warten als andere. Gerade bei „alten Schulen“, in denen noch keine digitale Vernetzung erfolgt ist, wird die Bestandsaufnahme hinten angestellt. Der Fokus liegt schließlich auf Neubauten oder Schulen, in denen eine Generalsanierung angestrebt wird. Vor allem die Stadt Erfurt sieht sich mit diesem Problem konfrontiert, doch auch in Weimar und Gera liegen die Medienkonzepte bislang nur in Teilen vor. Grund zur Freude gibt es jedoch in Gotha, Eisenach und Jena hier wurden die Förderanträge bereits bewilligt.

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