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Do, 11:38 Uhr
19.11.2020
Corona

Infektionszahlen in Thüringen steigen weiter

Eigentlich sollen die neuen Corona-Verordnungen die Infektionszahlen wieder schrumpfen lassen. Davon ist in vielen Teilen und Ländern Deutschlands jedoch nicht viel zu sehen, werden immer mehr Neuinfektionen gemeldet...


In der zweiten Woche des November wurden in Thüringen neue Tageshöchstwerte gemeldet, wie sie noch nie zuvor seit Beginn der Pandemie gemessen worden sind. An einem Tag infizierten sich laut dem Robert Koch-Institut 374 weitere Menschen mit Sars-Cov-2. Damit haben sich seit Beginn der Pandemie mehr als 10.000 Menschen mit dem Virus angesteckt.


Besonders hart trifft es noch immer die Landkreise Hildburghausen, Eichsfeld sowie das Altenburger Land. In ersterem hat sich die Lage sogar erneut verschärft, stieg hier der Inzidenzwert am 12. November bereits von 231 auf 264. Damit ist fast ganz Thüringen noch immer komplett rot gefärbt und als Risikogebiet eingestuft. Die bislang geringsten Werte konnten hingegen im Kreis Nordhausen verzeichnet werden, lag die 7-Tages-Inzidenz am 12. November lediglich bei 24 und ist im Vergleich zum Vortag sogar noch ein Stückchen gesunken.

Trotz dieser Entwicklungen gibt es seitens der Kliniken Entwarnung, denn in Thüringen und auch dem Rest von Deutschland sind bislang keine Überlastungen zu erkennen. Dennoch ist die Tendenz natürlich steigend, immer mehr Corona-Infizierte müssen auch im Krankenhaus behandelt werden. Wie sich die Lage dahingehend entwickeln wird, bleibt also abzuwarten.

In Küllstedt im Eichsfeld wurde nun erneut eine Schule geschlossen, nachdem dort drei Corona-Fälle gemeldet worden waren. Auch für Schüler ist die Situation während, beziehungsweise seit der Pandemie schwierig, denn wo in anderen Bundesländern bereits mehrere Millionen Euro in spezielle Filteranlagen investiert wird, sieht das in Thüringen noch anders aus. Alle 20 Minuten Stoßlüften lautet hier die Vorgabe, jedoch wird das in der kalten Jahreszeit zu einer echten Zerreißprobe für Schüler und Lehrer. Kosten sollen solche Filteranlagen bis zu 50 Millionen Euro, doch Bildungs-, Finanz- und Infrastrukturministerium sind sich bisher nicht einig geworden.

Gerade jetzt steht natürlich auch wieder die Erkältungszeit vor der Tür. Das wird sich jedoch nachteilig für die Corona-Testzentren auswirken, welche schon zum gegenwärtigen Zeitpunkt vollkommen überlastet sind. Die Symptome von Corona sowie der Grippe sind sich dabei leider sehr ähnlich, weswegen es wichtig ist, sich nicht gleich einem Corona-Test zu unterziehen, sollte die Nase mal etwas stärker laufen als gewohnt. Im Idealfall ist der Verlauf zu beobachten, sich dabei natürlich verschärft an alle Maßnahmen zu halten und erst dann die Corona-Ambulanzen aufzusuchen. Wichtig ist auch präventive Maßnahmen zu ergreifen, um sich vor der anstehenden Erkältungszeit zu schützen. Zwar wirken sich die Hygiene- und Abstandsregeln natürlich auch positiv auf die Verbreitung der Grippewelle aus, jedoch ist es damit alleine nicht getan.

Mit dem Immunsystem steht und fällt sozusagen alles, sind starke Abwehrkräfte besonders wichtig, um Infektionen zu umgehen. Im Winter sind die Menschen generell angreifbarer für Viren und Bakterien, wogegen neben einer ausgewogenen Ernährung und ausreichend Schlaf auch viel Bewegung hilft, denn wer körperlich weniger aktiv ist, leidet nachweislich häufiger an einem geschwächten Immunsystem. Gerade an den schönen Tagen ist es daher wichtig, einen ausgiebigen Spaziergang oder einen sportlichen Ausflug, wie Joggen oder Radfahren zu unternehmen. Immer essenziell dabei ist natürlich die richtige Bekleidung wie eine Outdoorjacke, die bei jeder Witterung schützt und den Körper warm hält. Im Winter in kurzer Hose und T-Shirt zu laufen ist schließlich weniger förderlich für das Immunsystem.
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