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Do, 20:08 Uhr
19.11.2020
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Einsatz bald auch im Privaten?

Als im Zuge der industriellen Revolution Ende des 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts durch die Erfindung mechanischer Webstühle Scharen von Arbeitern ihren Job verloren, weil sie einfach nicht mehr benötigt wurden, konnte sich noch niemand vorstellen, wie sehr Maschinen und Roboter eines Tages unser Leben beherrschen würden...


Wurden damals immer wieder Fabriken von den arbeitslos gewordenen Menschen angegriffen und die Webstühle zerstört, stehen die Menschen heute den Annehmlichkeiten von mechanischen Helfern insbesondere im Haushalt äußerst aufgeschlossen gegenüber. Besonders der technische Fortschritt nach dem Zweiten Weltkrieg und dem damit verbundenen Wirtschaftswunder spülte eine Menge Produkte in die deutschen Haushalte, die heute nicht mehr wegzudenken sind.

Finanzplanung durch künstliche Intelligenz
Ein gutes halbes Jahrhundert später existieren sogar künstliche Intelligenzen, die für Kunden Anlageberatung übernehmen. Die Vorteile hierfür liegen auf der Hand. Diese Systeme sind in der Summe deutlich billiger als gut ausgebildete Finanzberater und erledigen die ihm gestellten Aufgaben mit dem gleichen oder sogar höheren Erfolg. Auf der Basis von Algorithmen entwerfen die sogenannten Robo Advisors eine passende Anlagestrategie zu einem Bruchteil der Kosten von klassischen Vermögensverwaltungen. Der Hauptvorteil der Robo Advisors besteht darin, dass die Fehlerquelle der eigenen Gefühle ausgeschaltet wird. Ein programmierter Algorithmus kennt weder Angst noch Gier, sondern entscheidet allein nach den vorgegebenen Anlagezielen. Manche Anleger beurteilen Robo Advisors dennoch kritisch, da sie sich mit einem Finanzberater aus Fleisch und Blut einfach wohler fühlen.

Mechanische Heinzelmännchen im Haushalt
Doch unabhängig davon, ob man Robo Advisors seine komplette Finanzplanung überlassen möchte, greift die Mehrheit der Deutschen mittlerweile gerne auf intelligente Haushaltshelfer zurück. Beispiel Staubsaugerroboter: Derzeit befindet sich in fast jedem fünften Haushalt ein entsprechendes Gerät. Mehr als die Hälfte aller Deutschen können sich eine entsprechende Anschaffung in den nächsten Jahre vorstellen. Bei Mährobotern zeigt sich ein ähnliches Bild. Auch wenn das samstägliche Rasen mähen in Deutschland jahrzehntelange Tradition genießt, setzen immer mehr Eigenheimbesitzer auf die Hilfe der mechanischen Mähroboter. Da die technische Entwicklung in diesem Bereich immer weiter fortschreitet und die ersten Kinderkrankheiten quasi ausgemerzt sind, genießen diese Geräte vermehrt Zulauf von Kunden.

Doch auch exotischere Haushaltsroboter sind auf dem Vormarsch. Automatische Fensterputzroboter werden eingesetzt, um die ungeliebte Tätigkeit des Fensterputzens outzusourcen. Dieser muss lediglich an einer Seite des Fensters angesetzt werden, woraufhin er nach dem Prinzip eines Magneten selbst haftet und sowohl außen als auch innen die Scheiben gründlich reinigt. Auch das lästige Reinigen von Pools entfällt, sofern man stolzer Besitzer eines mechanischen Poolroboters ist. Diese Reinigungsroboter erledigen diese mühsame und ungeliebte Arbeit zuverlässig und selbständig.

Fazit
Wie alles auf der Welt weist der technische Fortschritt auch in diesem Bereich Licht und Schatten auf. Natürlich sträubt sich niemand dagegen, nervige Haushaltsarbeiten an technische Geräte abzugeben, jedoch gibt es auch gewisse Risiken in der Handhabung. Besonders der Datenschutz steht im Fokus von Verbraucherschützern. So finden sich beispielsweise erhebliche Sicherheitslücken bei der Verwendung von Saugrobotern.

Diese kartographieren die Wohnung teilweise sehr exakt. Aufgrund der vielfältigen Onlinefunktionen sind diese Geräte ständig mit dem Internet verbunden und nicht immer hinreichend gegen unbefugte Zugriffe von außen geschützt. Eine gewisse Sensibilität gegenüber moderner Technik sollte daher in jedem Fall immer an den Tag gelegt werden.
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