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Do, 06:00 Uhr
29.04.2021

In Nordhausen vom NFT-Boom profitieren?

NFTs befinden sich aktuell in aller Munde. Doch worum geht es bei den Non-Fungible Tokens eigentlich genau und können auch die Menschen in unserer Region davon profitieren? 


Was sind NFTs und wie entstehen sie?
Als die Nachricht die Runde machte, dass Twitter-Mitbegründer Jack Dorsey seinen ersten Tweet aus dem März 2006 zum Verkauf anbot, trauten einige ihren Augen nicht. Als dieser dann für 2,9 Millionen Dollar seinen Besitzer wechselte, fielen sie komplett vom Glauben ab. Wie um alles in der Welt soll ein alter Tweet einen solchen Wert aufweisen? Die Lösung heißt NFT. Bei den sogenannten Non-Fungible Tokens handelt es sich um virtuelle Zertifikate, die in der Blockchain gespeichert werden. Letztere wurde einst durch Kryptowährungen bekannt. Noch heute können Nutzer verschiedene Kryptowährungen kaufen und haben dafür immer mehr zuverlässige Plattformen zur Auswahl. Darunter gibt es diverse Präferenzen zur Auswahl, etwa Copytrading oder hohe Bitcoin-Limits. 

Mit einem virtuellen Zertifikat wird wiederum gewährleistet, dass es sich um das Original handelt, in diesem Fall Dorseys ersten Tweet. Ein NFT hat viele Vorteile: Es ist dank der Funktionsweise der Blockchain nicht zu fälschen oder zu manipulieren. Darüber hinaus kann ein solches Produkt nicht gestohlen oder gar zerstört werden. Damit liegt es tatsächlich für immer im virtuellen Besitz des Käufers. Der 2,9-Millionen-Dollar-Käufer war wiederum Sina Estavi, der selbst in der Krypto-Welt aktiv ist. Er betonte auf Twitter, dass es bei Weitem „nicht nur ein Tweet” sei. Vielmehr ist er überzeugt: „Ich denke, in einigen Jahren werden die Menschen den wahren Wert dieses Tweets erkennen, wie beim Bild der Mona Lisa”.

Auf den ersten Blick klingt das etwas hoch begriffen, aber wer weiß es schon. Schließlich ging jüngst auch ein NFT-Kunstwerk für über 69 Millionen Dollar über den Auktionstisch. Der Fakt, dass diese Auktion im renommierten Haus Christie's stattfand, zeigt, dass es sich nicht um einen vorübergehenden Online-Trend handelt.

Kann jeder NFTs verkaufen?
Die Antwort ist einfach und gut: ja, das ist möglich. Grundsätzlich kann jede Person einer entsprechenden Plattform beitreten und beispielsweise ein selbst angefertigtes digitales Kunstwerk verkaufen. Einzig die Frage nach dem Interesse bleibt offen. Schließlich muss sich erst einmal ein potenzieller Käufer finden, um zu Geld zu kommen.

Eine Option ist es, an Spielen teilzunehmen, wie es etwa auf der bekannten Plattform OpenSea möglich ist. Dort können etwa in einem virtuellen Sammelspiel einzigartige Formel 1 Autos und Teile gesammelt werden, die in den Auktionen erstaunliche Summen einbringen. Auch viele weitere Sammelspiele sind dort vorhanden, nicht nur zum Sport. Wer nun in Nordhausen jedoch eine alte Vase von der Großmutter im Schrank stehen hat, ist leider mit weniger Glück gesegnet. Diese lässt sich nach wie vor nicht virtuell als NFT veräußern. Insofern handelt es sich um eine sehr neuartige Form des Kunsthandels, an die sich auch die betroffene Branche selbst erst gewöhnen muss.

In den ersten Monaten wurde viel Kritik und Unverständnis an den Preisen laut. Das scheint die Käufer und andere Nutzer jedoch nicht davon abzuhalten, die Plattformen auch weiterhin zu nutzen. Bestimmt gibt es schon bald den nächsten großen NFT-Verkauf. Dann aus Nordhausen? 

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