tv nt eic kyf msh nnz uhz
Mi, 19:38 Uhr
23.11.2022
Ausstellung im Familienzentrum

Augenpaare setzen Schönheit gegen Gewalt

Gleich beim Betreten des Familienzentrums Nordhausen fällt das Arrangement ins Auge. Es begrüßte die Besucher der Ausstellungseröffnung und für die kommenden Wochen auch alle anderen. „Töchter zweier Töchter“ nennt sich das gemeinsame Werk...

Anja Bräuer und Christine Dieckmann - Töchter zweier Töchter  (Foto: M.Daniel) Anja Bräuer und Christine Dieckmann - Töchter zweier Töchter (Foto: M.Daniel)

Es sind Bilder von Anja Bräuer, und Christine Dieckmann. Mit denen möchten sie gemeinsam bewusst Zeichen setzen, um den Tag der Gewalt gegen Frauen, der international am 25. November begangenen wird, mit Positivem anzureichern und seine Bedeutung zu untermauern. Etwa zwei Dutzend Gäste und Besucher haben sich eingefunden. Neben den beiden kreativen Frauen, die die Bilder geschaffen haben, sind Vertreter der Stadt und der IHK erschienen, sowie etliche junge Erwachsene der pro vita Akademie aus dem zweiten Lehrjahr. Für die künftigen Heilerziehungspflegerinnen und -pfleger ist der Besuch dieser Ausstellung nützlich und bedient die zwei Ausbildungsmodule „Inklusion“ und „künstlerisch ästhetische Bildung“.

029
Im späteren Berufsleben werden sie in Bereichen arbeiten, in denen Gewalt immer wieder ein Thema werden wird. Vivian Grabe, Leiterin des Familienzentrums, ist von der Ausstellung begeistert. Sie möchte mit der Idee einer Präsentation im Haus in der Puschkinstraße „kreative Menschen aktivieren“ und auffordern, „mit ihren Bildern ans Licht zu gehen.“ Auch Anja Bräuer und Christine Dieckmann malen eigentlich für sich selbst und suchen nicht die Öffentlichkeit. Doch in diesem Rahmen, in diesem Haus und zu diesem besonderen Anlass passen ihre Bilder. „Wir möchten nicht bewertet werden, sondern betrachtet“, formuliert es Anja Bräuer. Sie bezeichnet sich und Christine Dieckmann als starken Frauen, deren „Inneres Ich“ kindlich naiv geblieben ist. So spiegeln dies eben auch die Malereien wider. Die Kernaussage zum internationalen Tag gegen Gewalt gegen Frauen ist aber, da sind sich Bräuer und Dieckmann einig, der Wunsch, „dass wir als Frauen stark bleiben dürfen und das nicht von der Politik verboten wird.“

Damit verweisen sie auf die spürbar multikulturelle Darstellung der Frauengesichter, die nun den Eingangsbereich schmücken und mit ihren Augenpaaren den Besucher in ihren Bann ziehen. Und setzen sich für Gleichberechtigung und Selbstbestimmung ein, auch und insbesondere über die Landesgrenzen hinweg.
Die kleine Ausstellung in der Alexander-Puschkin-Straße 28 wird bis Ende Januar 2023 während der Öffnungszeiten allgemein zugänglich sein.

Voranmeldungen unter Tel. 03631 462650 werden erbeten. Und wer mit seinen Werken im Familienzentrum einen passenden Präsentations- und Ausstellungsraum sieht, sollte sich nicht scheuen Kontakt aufnehmen. Denn zukünftig möchte diese Idee Fortsetzung finden. Dafür bedarf es der verborgenen Künstler bzw. kreativen Menschen.
Mathias Daniel
Autor: red

Kommentare
Warren
24.11.2022, 10.01 Uhr
Nette Idee
Kindlich und doch ausdruckstark
adele
24.11.2022, 16.02 Uhr
Wunderbare Frauen ....
und eine sehr sehr schöne Ausstellung, ich war begeistert und kann Jedem nur empfehlen beim Familienzentrum vorbei und diese tollen Bilder anzuschauen!
Kommentar hinzufügen
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige MSO digital

Cookies

Wir verwenden Cookies um die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren und geben hierzu Informationen zu Ihrer Nutzung unserer Website an Partner weiter. Mehr Informationen hierzu finden Sie im Impressum und der Datenschutzerklärung.
Cookies akzeptieren
nur technisch notwendige
Javascript muss aktiviert sein.