tv nt eic kyf msh nnz uhz
Do, 15:47 Uhr
08.12.2022
Innenministerium: Erster Cell-Broadcast-Test war voller Erfolg

Warnsysteme haben in Thüringen ausgelöst

Wenige Sekunden vor 11 Uhr war es, als heute im Innenausschuss des Thüringer Landtags der Lärm einsetzte. Fast alle Smartphones der Ausschussmitglieder tröteten sirenenähnlich zur gleichen Zeit und zeigten die Probewarnmeldung des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) an...

Ein ähnliches Bild auf dem Erfurter Fischmarkt: Menschen zücken ihre Smartphones, um zu schauen, wieso ihre Geräte auf einmal solch einen ungewöhnlichen Krach machen. Nur bei einer Frau, die ein zirka 15 Jahre altes Handy hatte, blieb das Telefon still.

029
Diese Situation wiederholte sich um 10.59 Uhr ganz ähnlich überall im Freistaat. Das so genannte Cell Broadcast, das heute erstmalig bundesweit getestet wurde, funktionierte bei der Mehrzahl der modernen Smartphones. Wie viele Prozent der Smartphones exakt erreicht wurden, muss die Auswertung des BBK zeigen. „In bin sehr froh, dass das Cell Broadcast klappt. Es ist unser wichtigstes Warnmittel. So können wir einfach und schnell viele Menschen erreichen“, sagte Thüringens Innenminister Georg Maier.

Auch über die Warn-App Nina hat das BBK all jene Menschen erreicht, die sich die App auf ihre Smartphones geladen haben. Die Meldung über die Probewarnung ging auf diesen Geräten ein und ebenso die Meldung über die Entwarnung 45 Minuten später. Als traditionelles Warnmittel waren heute vielerorts in Thüringen Sirenen zu hören. Genau 611 wurden freistaatweit von den Leitstellen angesteuert. Das ist ungefähr jede vierte im Land. „Nicht alle sind bisher auf dem modernsten Standard und können nicht zentral ausgelöst werden. Da müssen die Kommunen nachbessern. Bund und Land unterstützen sie finanziell dabei, auch im nächsten Jahr“, sagte Maier.

Beim zweiten bundesweiten Warntag haben in Thüringen 18 Landkreise und kreisfreie Städte mitgemacht. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk war dabei – mit Radiodurchsagen und Textinformationen auf den Webseiten. Auch in den Social-Media-Kanälen war der Warntag ein großes Thema. Viele Feuerwehren hatten in den vergangenen Tagen schon diverse Informationen gepostet. In Erfurt waren Informationen auf den Stadtinformationstafeln an den Einfahrtsstraßen Hinweise zu lesen. Und in der Landeshauptstadt sowie in Jena informierten ebenso die digitalen Werbetafeln der Strörgruppe.
Autor: red

Kommentare
grobschmied56
09.12.2022, 00.03 Uhr
Bei Euch piept's wohl? - bei mir nicht ...
... Kein Alarm auf meinem Mobile Phone, keine Meldung - im Ernstfall also auch keine Warnung!
Dabei ist das Gerät gerade mal 6 Jahre alt. Für mich also so gut wie neu.
Und - NEIN! - das Gerät ist nicht auf Flug-Modus gesetzt, nicht stummgeschaltet und hat auch kein exotisches Betriebssystem. Dr. Google vermutet auf Nachfrage, es wäre eben einfach zu 'alt'.
Alt bin ich selbst, aber noch lange nicht blöd. Für blöd scheint man uns in letzter Zeit jedoch immer öfter verkaufen zu wollen. So taucht auf meinem Fernsehbildschirm bei verschiedenen Sendern statt Bild und Ton der Hinweis auf, man müsse hier gefälligst auf HD umstellen! Also neuen Receiver kaufen!
Das sind keine PRIVATSENDER, also kommerzielle - sondern Sender des ÖRR.
ARTE, Phönix, Tagesschau 24. Ich soll also durch die Hintertür 'Modernisierung' genötigt werden, einen neuen Receiver zu kaufen. Nicht, daß ich die 30 bis 40 € nicht hätte. Ich sehe nur nicht ein, wofür ich sie ausgeben soll!
Mit dem Bild, welches mein alter Receiver (2008) und Flachbildschirm (2010) liefern, bin ich vollkommen zufrieden.
Verschiedentlich ist bei elektronischen Geräten die 'eingebaute Obsolenz' beklagt worden, also die Eigenschaft, nach unverhältnismäßig kurzer Zeit kaputt zu gehen.
(Im Idealfall für den Hersteller einen Monat nach Ablauf der Gewährleistung).
So daß, weil Reparatur nicht lohnt (angeblich!) nach kurzer Zeit ein Neukauf angesagt ist. Hier haben wir aber eher das Gegenteil! Langlebige und technisch einwandfreie Geräte werden künstlich obsolet gemacht, indem man durch 'galoppierenden Software-Wucher' ihre Nutzbarkeit vor dem technischen Verschleiß beendet!
Wohlgemerkt! Das tun nicht PRIVATE Anbieter, sondern die vielgelobten staatlichen Institutionen, die doch eigentlich die NACHHALTIGKEIT als Staatsziel gepachtet haben!
Verglichen damit sind manche gescholtenen 'Superkapitalisten' fast noch menschlich! Beispiel gefällig? Uralte M.S. - Works Dateien, und GW- Basic -Programme, die ich im Herbst 1990 auf meinem damals gerade neuen Euro-PC erstellt habe, lassen sich noch heute auf meinem Netbook (2013) starten und bearbeiten, wenn auch in einem Fenster, nicht mehr full screen. Aber immerhin, es funzt. Bill Gates - besser als sein Ruf.
Kobold2
09.12.2022, 08.29 Uhr
Ja ich fand
Es auch als Kind immer schön, wenn man sich nach dem Schlitten fahren die kalten Hände über dem Röhrenfernsehen wärmen konnte.
Bei dem neumodischen Zeugs geht das nicht mehr.
Na ja, Schlitten fahren geht ja auch kaum noch.
Aber gepiet hats hats bei uns auf allen verfügbaren Geräten, sogar auf einem 7Jahre altem Tablet.
Sich über Gebühren für den ÖR beschweren, aber erwarten das man dauerhaft verschiedene Ausstrahlungmodi bereit hält, ist jetzt auch nicht schlüssig.
Schlüssig ist nur, das man wieder was zum meckern und Jammern gefunden hat.
Romikon
09.12.2022, 09.15 Uhr
Die Frage ist doch "Zu was eine Warnung überhaupt"
Bei Unwettern weiss man schon Tage im Voraus bescheid.
Im Kriegsfall ist es überflüssig.Weil sowieso kein Schutz mehr vorhanden ist.
Vor einem Blackout ? Das wissen die selber nicht.Macht keinen Sinn.
Vor Chaos ?
Der findet gerade statt !
Die Leute mit sinnlosem Kram beschäftigen ist der einzigste Sinn einer solchen Veranstaltung.
Ich habe mein Handy ausgeschaltet.Ich war noch nie für Blödsinn.
Zu DDR Zeiten gabs mal einen Stadtfunk und eine Sirene.Die Sirene funktioniert noch bei Bränden.Um den Stadtfunk ist es eigentlich schade.Da hätte mal der Bürgermeister Rede und Antwort stehen können.
HisMastersVoise
09.12.2022, 11.02 Uhr
Beweisführung abgeschlossen !
Wenn ich einen Kommentar weiter oben lese von Ignoranz und Unsinn der Maßnahme, folgen daraus zwei Erkenntnisse. Die Test der Warnsysheme müssen so lange weitergehen, bis auch der letzte Mensch hier erreicht wurde. Denn im Katastrophenfall wird nach jedem Opfer gesucht. Ob dies dann ein Pechvogel oder ein ingnoranter Idiot war, wird nicht die Rettungskräfte sondern erst die Abteilungen hinterher interessieren.
Mitternacht
09.12.2022, 11.12 Uhr
@Romikon
Bei den Überschwemmungen von Stolberg (Aachen, nicht unseres) wurde viel darüber diskutiert, wie diese Katastrophe hätte verhindert werden können - unter anderem war damals der Ruf nach umfassender, schneller Information im Katastrophenfall für alle sehr laut. Zum Beispiel per handy, was andere Länder schon längst haben, nur Deutschland noch nicht. Ergo war an der Katastrophe die Regierung schuld, die, unfähig, wie sie nun mal für alle lauten Kommentatoren ist, sowas nicht vorbereitet hat.

Diese umfassende Warnung für einen Katastrophenfall wurde nun ein Jahr später eingeführt und gestern getestet.

Die lauten Kommentatoren (ich habe fast das Gefühl, es sind dieselben) rufen jetzt, wofür dieser "Blödsinn", "dieser sinnlose Kram", gut sein soll.

Es gibt da diesen Spruch, "allen Leuten recht getan...".
Ich denke allerdings häufig auch an den Lieblingsspruch meines alten Klassenlehrers, wogegen selbst die Götter vergebens kämpfen.
Kobold2
09.12.2022, 11.49 Uhr
Der "Hauptsache dagegen Modus"
Ist bei einigen mittlerweile derart gefestigt, daß man nur noch mit dem Kopf schütteln kann.
Dann wird sich noch gewundert, warum der gesellschaftliche Verfall immer weiter zunimmt.......
tannhäuser
09.12.2022, 11.50 Uhr
Ich bin tot!
Was Lauterbach nicht schaffte fabrizierte die Nicht-Warnung auf mein Smarphone.
Kama99
09.12.2022, 11.50 Uhr
Wann ....
kommt endlich die Entwarnung auf meinem Handy??? Ich sitze immer noch im Keller. ;-)
Kommentar hinzufügen
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
055

Cookies

Wir verwenden Cookies um die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren und geben hierzu Informationen zu Ihrer Nutzung unserer Website an Partner weiter. Mehr Informationen hierzu finden Sie im Impressum und der Datenschutzerklärung.
Cookies akzeptieren
nur technisch notwendige
Javascript muss aktiviert sein.