eic kyf msh nnz uhz tv nt
Di, 16:56 Uhr
05.12.2023
SPD-Bildungspolitiker Dr. Thomas Hartung zum PISA-Desaster

Gegliedertes Schulwesen an Grenzen gestoßen

„Die aktuelle PISA-Studie ist das zweite Debakel für alle Verteidiger des gegliederten Schulsystems in Deutschland nach dem PISA-Schock von 2001“, sagt Dr. Thomas Hartung, bildungspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Thüringer Landtag...

„Mehr als 20 Jahre nach der ersten PISA-Runde zeigt sich, dass sich im deutschen Schulwesen noch immer nichts Grundlegendes verbessert hat, dass es noch immer nicht gelingt, schulische Leistungen und soziale Herkunft zu entkoppeln, dass der Anteil der leistungsstarken Schüler in Deutschland im internationalen Vergleich noch immer viel zu gering und der Anteil der Leistungsschwachen noch immer viel zu groß ist.“

Weiteres Herumdoktern am gegliederten Schulwesen bringe daher trotz des unzweifelhaft großen Engagements aller Lehrer offenkundig nicht die erhofften Erfolge. „Ganz im Gegenteil: Die deutschen Schüler:innen schneiden jetzt in vielen Teildisziplinen sogar noch schlechter ab als 2001“, erläutert der Sozialdemokrat. „Das kann man nicht einfach mit den Corona-Auswirkungen erklären, denn diese Negativentwicklung zeichnet sich bereits seit 2010 ab.“ Man müsse sich vielmehr eingestehen, dass das gegliederte Schulwesen an seine Grenzen stoße und bei der individuellen Förderung sowohl der leistungsschwachen als auch der leistungsstarken Schüler:innen, aber auch bei der schulischen Integration von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund im internationalen Vergleich versage.

„Die Thüringer SPD hat auf dieses Dilemma schon 2009 mit der Einführung der Thüringer Gemeinschaftsschule als ebenso sozial gerechter wie leistungsstarker Schulart des längeren gemeinsamen Lernens die richtige Antwort gegeben“, ist sich Dr. Hartung sicher. „Inzwischen gibt es in Thüringen 75 Thüringer Gemeinschaftsschulen, aber auf dieser beachtlichen Zahl wollen wir Sozialdemokrat:innen uns nicht ausruhen. Wir stehen dafür, dass künftig jeder kommunale Schulträger Eltern und Schüler mindestens ein wohnortnahes Angebot des längeren gemeinsamen Lernens machen muss. Ideologisch motivierte Verweigerungshaltungen von CDU-geführten Landratsämtern kann Thüringen sich mit Blick auf das aktuelle PISA-Desaster nicht länger leisten.“
Autor: red

Kommentare
B**m
05.12.2023, 17.08 Uhr
... Die Verweigerungshaltung
... muss erstmal aus den Köpfen der leistungsschwachen jungen Menschen raus. Was sicher nicht einfach wird, wenn es ihnen im sozial schwachen Umfeld vorgelebt wird.
Dabei sind die 39 Prozent "Schülerzuwanderer" seit 2016 sich nicht unerheblich!
grobschmied56
05.12.2023, 19.27 Uhr
Es ist genau dieses Gesabbel von Schüler:innen ...
... kombiniert mit geradezu absurder Rücksichtnahme auf 'Daherlaufende', 'Ankommende' und 'Handaufhaltende' aus aller Welt, was uns auf den katastrophalen Ist - Zustand versetzt hat, der jetzt allgemein bejammert und beklagt wird.

Was soll eine Schule denn ausrichten, wenn männliche Schüler eine Lehrerin nicht als Autorität akzeptieren und frech behaupten: 'Hat mir gar nichts zu sagen!'

Hätte ich mir als jungscher Bengel nie gewagt! Eine gehörige 'Maulschelle' von Muddern wäre die unausweichliche Folge gewesen.

Zahlreiche jungsche Bengels heutzutage werden genau dafür von ihren Vätern gelobt und von den Muttis gehätschelt. Woher solche Einstellungen importiert werden, sage ich mal lieber nicht (AGB).
altmeister
05.12.2023, 23.10 Uhr
Die Geister die ich rief,,,
Es ist leider in Deutschland normal, dass, um gut da zu stehen, das Niveau der Ausbildung ständig nach unten "korrigiert" wurde und wird.
Natürlich mit der Folge, dass im internationalen Vergleich ein ständiger Abwärtstrend zu beobachten ist.
In einer Schulklasse, welche sich mit Sprachproblemen eines Teils der Schüler sowie einheimischen Teilen zusammen setzt, kann natürlich nicht effizient unterrichtet werden. Dazu kommt die ablehnende Haltung gegenüber der weiblichen Lehrerschaft im Zusammenhang mit bestimmten Schüleranteilen und unmögliche politische Einmischungen, welche verhindern sollen, dass ein ehrlicher Wissensstand ermittelt und kommuniziert wird, angefangen damit, dass es erst einmal zum Beginn in der Grundschule keine Schulnoten gibt.
Weiter ist ganz einfach festzustellen, dass es leider keinen unpolitischen Unterricht gibt, was u.a. durch das wider jegliche Grundlage praktizierte Gendern offen dargestellt wird.
Diese genannten Ursachen sind nur Beispiele und können durch jeden Leser selbst ergänzt werden, es gibt noch viele weitere Punkte, welche zu diesem Dilemma geführt haben.
Ungläubiger64
06.12.2023, 08.16 Uhr
Alles so gewollt
Ein dummes Volk regiert sich leichter .
Kommentar hinzufügen
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige
Anzeige symplr