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So, 13:48 Uhr
21.04.2024
Polizeibericht

Wenn keiner weichen will

Am Samstag ging beim Inspektionsdienst Nordhausen gegen 10 Uhr die Information ein, dass die nur einspurig zu befahrende Brücke, welche in Nordhausen von der Rathsfelder Straße zur Thomas-Müntzer-Straße führt, blockiert sei...

Die eingesetzten Beamten fanden wenig später an besagtem Ort ca. 20 Fahrzeuge vor, die sich nicht mehr bewegten und deren Führer reichlich verärgert erschienen. Nachdem der Verkehrsfluss wieder hergestellt werden konnte, wurde der Ursprung des Problems eruiert.

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So befuhr die 46-jährige Führerin eines Mercedes die Brücke von der Th.-Müntzer-Straße her kommend, wo sie gemäß der Beschilderung dem Gegenverkehr den Vorrang einräumen müsste. In der Tat hatte die Dame Gegenverkehr - war aber der Überzeugung, sich schon etwa in der Mitte der Brücke befunden zu haben, als ihr ein VW mit einem 68-jährigen Mann am Steuer entgegen kam. Da nun keiner der beiden Fahrzeugführer nachgeben wollte, staute sich der Verkehr. Dieser Umstand erfüllt den Tatbestand der Nötigung, welcher auch von den eingesetzten Beamten zur Anzeige gebracht wurde.

Doch damit nicht genug: die 46-jährige Mercedes-Fahrerin gab an, dass andere Verkehrsteilnehmer ihren Unmut bzgl. der blockierten Brückenüberfahrt mit strafrechtlicher Relevanz an ihr ausgelassen hätten: so habe ein 70-jähriger Mann die Geduld verloren und mit den Händen auf die Motorhaube des Mercedes eingewirkt, wobei auch der Mercedes-Stern verbogen wurde. Dementsprechend zeigte die Dame eine Sachbeschädigung an. Ein 48-jähriger Mann habe gar versucht, die Frau aus ihrem Mercedes heraus zu zerren, um sie zur Freigabe der Brückenüberfahrt zu bewegen. In diesem Fall wird wegen des Anfangsverdachtes der Nötigung ermittelt.
Autor: red

Kommentare
Kitty Kat
21.04.2024, 14.20 Uhr
Kindergarten
Kleine Gruppe
diskobolos
21.04.2024, 15.20 Uhr
Haben denn die Betroffenen nicht gewusst,
...dass ein Merzedes IMMER Vorfahrt hat? (Ironie aus)
Maus1980
21.04.2024, 16.07 Uhr
Ab zur Nachschulung...
Die Fahrerlaubnis haben meiner Meinung nach alle 3 Beteiligten in der Lotterie gewonnen. Sie sollten alle noch mal zur Nachschulung. Da wird ihnen noch mal der §1StVO (gegenseitige Rücksichtnahme) sowie die Verkehrs- und Vorfahrtsriegeln erklärt. Sturheit und Aggressivität hat im Straßenverkehr nix verloren.
Hayden 69
21.04.2024, 20.01 Uhr
Knallköpfe
Der 48 jährigen Frau und dem 68 jährigen Mann Fahrerlaubnis entziehen und auf Fähigkeit zum führen eines KFZ prüfen, es gibt einen Paragraph 1 in der StVO.
Kobold2
21.04.2024, 20.38 Uhr
Das Speigelbild
Unseres gesellschaftlichen Niveaus.
Man kommt als Erwachsener nicht mal mehr mit vermeintlich einfachen Situationen zurecht.
Junge21
21.04.2024, 22.54 Uhr
Ganz nach der Fabel " Die beiden Ziegen"
Ich musste jedenfalls beim Lesen herzhaft lachen.
Und ja, wenn ich in diesem Stau gestanden hätte, hätte ich vielleicht später gelacht. Eine Rettung musste auch gerade nicht durch, das wäre alles andere als lustig gewesen.

Zum Glück erlebt man ähnliche Situationen meist anders, nämlich mit gegenseitiger Rücksichtnahme, sodass ich nicht auf ein Spiegelbild unseres gesellschaftlichen Niveaus schließen kann.
Flitzpiepe
22.04.2024, 10.22 Uhr
Viel spannender
als diesen Kindergarten (der Klügere gibt nach, gilt scheinbar nicht mehr?), finde ich die Frage, wann denn diese Brücke saniert wird?
Oder wird die gar nicht mehr saniert und dann einfach komplett gesperrt, wenn es nicht mehr geht?
So wie jetzt in Sundhausen auch.
Das scheint zumindest der Trend zu sein, dass das bestehende marode Verkehrsnetz gewollt durch Nichtsanierung zu verkleinern bzw. durch permanente 30er Schilder an sanierungsbedürftigen Abschnitten zu verlangsamen.
Übrigens bekommt die Taschenbergkreuzung jetzt einen festen Blitzer. Damit wird die Kreuzung zwar nicht besser, aber die Einnahmen erhöhen sich.
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