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Di, 09:48 Uhr
07.07.2026
Baustart für „Franzi:

Neubau macht Ossietzky-Hof komplett

Mitte Juli beginnt die Städtische Wohnungsbaugesellschaft (SWG) Nordhausen mit dem Bau von „Franzi“ im Ossietzky-Hof in Nordhausen. Der Neubau in der Albert-Traeger-Straße 43 ist das größte Wohnungsneubauprojekt in diesem Jahr in der Rolandstadt...

Bild:
"Franzi" soll den Ossietzky-Hof komplett machen, Visualisierung (Foto: Z-Geschossbau)

„In den kommenden Tagen beginnt die Brandenburger Baufirma Z-Geschossbau damit, die Baustelle einzurichten“, teilt Projektleiterin Claudia Beck in einer Presseinformation des Unternehmens mit. Das kommunale Wohnungsunternehmen plant an dem Standort einen Neubau in serieller Bauweise. Die SWG rechnet aktuell mit Baukosten von rund 4,6 Millionen Euro für das Gebäude.

Vorgesehen ist ein moderner, fünfgeschossiger Neubau mit 24 barrierefreien und barrierearmen Wohnungen. Die Wohnungsgrößen reichen von Zwei- bis Vierzimmerwohnungen mit 68 bis 96 Quadratmetern und sprechen damit unterschiedliche Wohnbedürfnisse an. „Die vier Erdgeschosswohnungen erhalten jeweils eine 16 Quadratmeter große Terrasse“, erklärt Beck. Alle weiteren Wohnungen verfügen über einen nach Osten zum Hof ausgerichteten Balkon.

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Ein Aufzug erschließt sämtliche Wohnetagen. Die West- und Südfenster erhalten eine einheitliche Außenverschattung, während eine Fußbodenheizung in allen Wohnräumen und Bädern für angenehmen Wohnkomfort sorgt.

Der Neubau wird keinen Keller erhalten. Technik- und Gemeinschaftsräume werden deshalb platzsparend im Erdgeschoss untergebracht. Geplant sind unter anderem ein Fahrradraum sowie ein separater Abstellraum für Kinderwagen und Rollatoren. Abstellflächen wird es auch in jeder Wohnung geben.

„In wirtschaftlich herausfordernden Zeiten setzt unser Neubauprojekt nicht nur ein starkes Zeichen, mit dem Gebäude ‚Franzi‘ werden wir auch unser IBA-Projekt ‚Multitalent Ossietzky-Hof‘ abschließen“, sagt SWG-Geschäftsführerin Inge Klaan. Fertiggestellt wird mit „Franzi“ auch das Quartiersenergiekonzept, das für alle drei Gebäude niedrige Nebenkosten ermöglicht. Bis zu 44 Prozent der benötigten Energie für Heizung und Warm-wasser werden direkt im Quartier erzeugt. Das verschafft den Mietern langfristig eine größere Unabhängigkeit vom Energiemarkt und senkt die Betriebskosten für Fernwärme und Strom nach der Sanierung um circa 50 Prozent. Der Neubau wird sich zudem auch architektonisch harmonisch zwischen die bestehenden Wohngebäude „Ludwig“ und „Sophia“ einfügen und schließt die bislang offene Raumkante an der Kreuzung Beethovenring/Albert-Traeger-Straße.

Rekordverdächtig kurze Bauzeit
Die geplante Bauzeit wird lediglich ein Jahr betragen. Bereits im vierten Quartal 2027 sollen die ersten Mieterinnen und Mieter einziehen. Ermöglicht wird dies durch eine serielle Betonmodulbauweise, bei der vorgefertigte Bauteile eine schnelle, kosteneffiziente Umsetzung ermöglichen. „Z-Betonbau überzeugte mit seinem Angebot im Rahmen des Vergabeverfahrens des Bundesverbands deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW) „Serielles und modulares Bauen 2.0““, berichtet Klaan. Für die SWG ist es bereits das zweite serielle Bauprojekt im Rahmen eines GdW-Verfahrens. Schon die beiden Neubauten im Gumpetal wurden in dieser Bauweise in weniger als einem Jahr errichtet.
Autor: red

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Kommentare
mabe39
07.07.2026, 10:27 Uhr
Neubau der SWG
Somit ist der vor ca 4Jahren von Frau Klaan groß spurig angekündigte und gefördete Holzbau vom Tisch. Auch der in der DDR genutzte Plattenbau wird nicht mehr genutzt sondern der vorgefertigte Modulbau.
Wie geht es weiter mit Rautenstr.1?
Wartet man da bis die Scheiben zertrümmert sind um Kosten für die Entkernung zu minimieren?
Checker
07.07.2026, 12:38 Uhr
Neubau „Franzi“…
Nachdem sich Frau Klaan mehrere „Denkmäler“ in der Stadt gegönnt hat, bekommt wohl nun auch ihre Tochter eins?
Oder ist der Name doch nur dummer Zufall?
Mamahoch2
07.07.2026, 12:49 Uhr
Geld da?
Woher hat die SWG das Geld? Im letzten Jahr wurden langjährige Mitarbeiter und ein Azubi kurz vor Ausbildungsende auf Grund knapper Kasse entlassen. Ach stimmt, da hat man ja dann gespart...
Filzstift und Lineal
07.07.2026, 17:23 Uhr
@mamahochzwei: Wirtschaftspläne und Jahresabschlüsse der SWG müssen öffentlich zugänglich sein!
@mamahochzwei: Einfach zur SWG gehen und sich die Wirtschaftspläne und Jahresabschlüsse zeigen lassen. Diese müssen öffentlich zugänglich sein.

Alternative 1: Ofizielle Anfrage an Bürgermeister Buchmann stellen, der ist kraft Amtes Aufsichtsratsvorsitzender der SWG

Alternative 2: An die Stadtratsfraktion der eigenen Wahl wenden und Kontakt zum jeweiligen Aufsichtsratsmitglied der Fraktion aufnehmen und Informationen einholen

Alternative 3: Öffentlich Fragestunde im Stadtrat nutzen. Die SWG ist zu 100 Prozent ein Unternehmen der Stadt. Entsprechend weitreichend sind die Auskunftspflichten.
mobilitymind
07.07.2026, 17:59 Uhr
Klingt doch prima
Optisch sieht die Simulation des Gebäudes durchaus ansprechend aus. Und auch die Details klingen gut: Barrierearm bzw. barrierefrei, Aufzug, Terrasse oder Balkon, Fußbodenheizung und Niedrigenergie-Prinzip.
Sogar einige Vier-Zimmer-Wohnungen wird es geben.
Ganz ehrlich: Das klingt doch prima, alles in allem.

Offenbar haben mehrere Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt alte Rechnungen offen mit der SWG und/oder Frau Klaan. Das will ich (Zugezogener) hier gänzlich außer Acht lassen.
Aber das fast schon reflexhaft erscheinende - oder langjährig eingeübte - Genörgel fällt schon sehr unangenehm auf. Nur mal als Anmerkung.

Ich wünsche dem Vorhaben gutes Gelingen, und den zukünftigen Mietern viel Freude im neuen Domizil!
Straßenfeger
07.07.2026, 18:13 Uhr
Wie gehts weiter mit dem Postgebäude, Frau Klaan?
Die SWG hatte das gesamte Postgebäude einem Immobilienentwickler aus NDH für rund 3,6 Millionen abgekauft.

Die Post inzwischen ausgezogen. Wie finanziert sich dieser Kauf für die SWG? Was ist geplant, und wann?
yven
07.07.2026, 19:23 Uhr
Und die Mieten
sind leider nicht für normale Familien und Senioren und bestimmt sind die Wohnungen auch schon vergeben
Wanderwölfin
08.07.2026, 11:45 Uhr
Neubau
Frau Klaan hat schon viele Projekte in Nordhausen gemeistert. Die Stadt wird dadurch auch immer attraktiver. Aber es gibt Menschen, welche sie immer wieder kritisieren.Höhere Miete bedeutet auch ruhiger wohnen.
Filzstift und Lineal
08.07.2026, 15:16 Uhr
Der ökologische und ökonomische SWG - Wahnsinn....
... ich rekapituliere: Die SWG Vordenker reißen einen bestehenden und funktionierenden Wohnblock (ehem. Schwesternwohnheim) ab und bauen an genau der selben Stelle doch wieder einen Wohnblock, auch in Fertigteilbauweise.

Wer bitte verantwortet diesen ökonomischen und ökologischen Wahnsinn (im sog. "Klimaquartier Nordhausen-Nord")🥳😡

Wer haftet?
P.Burkhardt
08.07.2026, 18:35 Uhr
Im alten Schwesternwohnheim....
...waren überwiegend (oder sogar ausschließlich?) 1-Zimmer-Appartments. Der Block war energetisch eine Katastrophe, hellhörig und sowieso irgendwie verlottert. Ich finde es gut und richtig, wenn alte Bausubstanz erneuert wird....und wenn eine Sanierung nicht sinnvoll möglich ist, dann muss eben abgerissen und neu gebaut werden. Das ganze Quartier ist doch jetzt an wohnqualität sehr viel wertvoller als das was dort in den 80ern hingestellt wurde.
Wie Bitte
09.07.2026, 09:26 Uhr
Ich kenne den Schwestern-Wohnblock,
er bestand, da er von Vornherein als Wohnheim gebaut wurde, aus vielen kleinen, dahingeschluderten (noch mehr geschludert als bei Fertigbauweise ohnehin schon oft) Einzelzellen.
Diese zu sanieren und in bequemen, offenen, modernen Wohnraum zu verwandeln, wie er heutigen Standarts entspräche, hätte wahrscheinlich mehr Geld gekostet als Abriss und Neubau.
Wenn das passiert wäre, wäre das Geschrei wahrscheinlich ebenso groß gewesen wie jetzt ebenfalls.
Manche müssen einfach krakelen, auch wenn sie damit nur zeigen, dass sie nicht wissen, worüber eigentlich, Hauptsache, DASS.
Tom der ungläubige
09.07.2026, 14:28 Uhr
Zugegeben!
Das alte Schwesternwohnheim war sicherlich nicht der Brüller, was Bauweise und im Vergleich zu heute Dämmung und so weiter anging. Der Zuschnitt war eigentlich nicht schlecht und den hätte man vielleicht erhalten können. Ich denke dabei an die vielen Auszubildenden im Krankenhaus, die sicherlich dankbar wären für ein weiterhin günstiges Apartment. Aus dieser Sicht wäre vielleicht eine energetische Sanierung und natürlich auch was Wasser Abwasser, Warmwasser und Strom angeht auch eine Möglichkeit gewesen. Nun ist es halt so und natürlich wird das ,was neu gebaut ist heutzutage sehr teuer sein, was Miete angeht und dann eben nicht mehr für die Schwester oder Schwester in Ausbildung infrage kommen, sondern eher für den gut versorgten Senior. Über was wir uns künftig Gedanken machen sollten! Wie wollen wir künftig bauen? Die Baupreise gehen durch die Decke, die Mieter in Spe haben immer weniger Geld in der Tasche, Auflagen und Vorschriften ersticken. Bautätigkeiten zusätzlich! Also, wo wollen wir mal irgendwann landen, wenn wir doch in unserem Land so viele Wohnungen brauchen und in der Mehrheit sicherlich Wohnungen für „ normale Menschen mit normalem/eher kleinem Einkommen“? Das sind Fragen die werden in den nächsten Jahren essenziell. Eigentlich sind sie das schon. Wir haben Zuwanderung, wie wir auch immer dazu stehen, aber es sind nicht die Reichen die zu uns kommen. Also haben wir einen riesigen Bedarf, an billigem Wohnraum. Und da sind wir wieder in der DDR ,runter gebrochen heißt das wir brauchen wieder mehr Platte! Anders lässt sich nicht mehr halbwegs wirtschaftlich bauen. Es wird ein interessantes Thema in der nächsten Jahren werden, auf der einen Seite Wohn Projekte, die für wohlhabende attraktiv sind siehe Nordhausen, Oberstadt und vermutlich meine Prognose eher finster für das Klientel das bezahlbaren Wohnraum im Verhältnis zum Einkommen und zur Schmerzgrenze sucht.
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