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Sa, 13:24 Uhr
11.07.2026
Aus dem Stadtrat

Grüne: Hitzeschutz ist Menschenschutz

Bereits im vergangenen Sommer haben die Grünen Nordhausen angesichts der damaligen Hitzewelle kurzfristige Hitzeschutzmaßnahmen wie zusätzliche Schattenplätze, kostenloses Trinkwasser und die Ausweisung kühler Orte gefordert. Ein Jahr später zeigen neue Zahlen des Robert Koch-Instituts und der neue Thüringer Hitzerekord, wie dringend diese Maßnahmen sind...

Ende Juni 2026 wurde im nordthüringischen Artern mit 40,4 Grad Celsius ein neuer Thüringer Temperaturrekord gemessen. Gleichzeitig schätzt das Robert Koch-Institut, dass bereits bis Ende Juni 120 Menschen in Thüringen und über 5.100 Menschen bundesweit an den Folgen extremer Hitze gestorben sind.

„Vor einem Jahr haben wir darauf hingewiesen, dass Hitzeschutz keine Nebensache mehr ist. Heute sehen wir, dass die Folgen extremer Hitze längst Realität sind – auch hier in Nordthüringen. Die Klimakrise ist nicht irgendwo in der Zukunft, sondern direkt vor unserer Haustür“, erklärt Pascal Leibbrandt, Vorsitzender des Ausschusses für Stadtentwicklung, Wirtschaft und Umwelt.


Zugleich sehen die Grünen Handlungsbedarf bei der zukünftigen Stadtentwicklung. „Die Stadtentwicklung geht bereits an vielen Stellen in die richtige Richtung. Gleichzeitig wurden zuletzt aber auch Entscheidungen getroffen, die aus unserer Sicht in die falsche Richtung weisen“, erklärt Wilma Busch, Mitglied des Nordhäuser Stadtrats.

„Wir brauchen in der Innenstadt nicht mehr Parkplätze, sondern mehr Grün. Wir brauchen mehr Wasserflächen und mehr Aufenthaltsqualität für die Menschen. Eine klimaangepasste Innenstadt ist lebenswerter und widerstandsfähiger gegenüber den Folgen extremer Hitze.“ ergänzt Leibbrandt.

Abschließend weist Stephanie Tiepelmann-Halm aus dem Nordhäuser Kreistag auf die soziale Dimension des Hitzeschutzes hin: „Nicht jeder kann sich eine Klimaanlage leisten oder seine Wohnung ausreichend kühlen. Und selbst der Besuch im Freibad ist für manche Familien keine Selbstverständlichkeit. Klimaanpassung ist deshalb auch eine Frage der sozialen Gerechtigkeit. Wer Menschen vor Hitze schützt, schützt Gesundheit, Lebensqualität und im Ernstfall sogar Leben.“
Dr. Pascal Leibbrandt
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Stadtrat Nordhausen
Autor: red

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Kommentare
Filzstift und Lineal
11.07.2026, 14:42 Uhr
Wieder KI Platitüden der NDH Grünen🙄
Kommen jetzt jeden Tag bei 25+X Grad Celsius diese KI Allgemeinplätze der NDH Grünen?

Fast identisch bei jedem Mal. Die Bürger*innen sind nicht dumm und haben mehr verdient als Phrasendrescherei. 🥳
Adavia
11.07.2026, 14:49 Uhr
Wer schützt uns vor den Grünen?
Nun, meine leicht überspitzte Überschrift rührt aus meiner Verwunderung, welche Hitzewelle des vergangenen Jahres die Grünen denn meinen? Den mindestens zehnten ausgefallenen Höllensommer in Folge? Wie kann man nur so permanent Panikgetrieben sein. Kann man nicht einfach den Sommer eben jenigen welchen sein lassen, mit allem, was er per Definition so mit sich bringt?

Katastrophen und Krisen gibt es in Deutschland wahrlich in ausreichender Anzahl, nur sind diese echt und bedrohen die Menschen wirklich in ihrer Existenz. Nur davor warnen die Grünen natürlich nicht. Nie wieder darf diese Partei Regierungsverantwortung erhalten, weder im Land, noch auf Bundesebene.
Lautaro
11.07.2026, 16:34 Uhr
@Adavia ...Als Arbeiter mag ich die Grünen wirklich nicht und das ist ein Euphemismus....
Aber ...Abschließend weist Stephanie Tiepelmann-Halm (Was für ein Name) aus dem Nordhäuser Kreistag auf die soziale Dimension des Hitzeschutzes hin: „Nicht jeder kann sich eine Klimaanlage leisten oder seine Wohnung ausreichend kühlen..
Sie hat recht ! Sterben werden häufiger die Armen !
diskobolos
11.07.2026, 18:07 Uhr
Wer den menschengemachten Klimawandel . . .
nicht wahrhaben will, den würden auch mal 43°C nicht überzeugen, zumal Wetter und Klima immer wieder vermischt werden. Dass die Meere auch immer wärmer werden, macht ja nichts.

Wer so denkt, sollte das mal als "Brief an die Enkel" aufschreiben. Dann wissen die dereinst wenigstens woran es gelegen hat . . .
P.Burkhardt
11.07.2026, 23:30 Uhr
Ich find das Wetter....
... g**l... und suche mir schon mal einen Altersruhesitz am Polarkreis....ich resigniere vor der kollektiven Blödheit....

Meine Kinder und noch nicht vorhandene Enkel dürfen gerne mitkommen... so lange die Häuser dort noch bezahlbar sind....

Wenn wir so weiter machen, wird keine noch so leistungsfähige Klimaanlage helfen....ich habe aber trotzdem schonmal ein paar Aktien von Daikin Industries gekauft 🤑...ist ja nicht verboten... im letzten Winter...
Bodo Schwarzberg
12.07.2026, 00:59 Uhr
Grüne favorisieren Klettergerüst statt Kletterkiefer: Heuchelei pur!
Herr Leibbrandt favorisiert ein Klettergerüst anstelle der Kletterkiefer an der Blasii-Kirche, schwadroniert hier aber von mehr Bäumen und Hitzeschutz in der Stadt!

Zudem sind die Grünen eine Partei geworden, die mit ihrer Kriegstreiberei durch Aufrüstung und Forcierung der politischen Spaltung in Europa ihre pazifistischen Wurzeln vollständig verlassen haben. Krieg und Aufrüstung aber sind extrem umweltfeindlich, Ihre einstige Vorzeigepolitikern Antje Vollmer, lange Bundestagsvizepräsidentin, ist kurz vor ihrem Tode mit dieser Partei in ihrem Vermächtnis "Was ich noch zu sagen hätte" diesbezüglich noch einmal hart ins Gericht gegangen. -

In Brandenburg entschieden die Grünen mit für die Tesla-Ansiedlung und für die Rodung Dutzender Hektar Wald und auch ihr Widerstand gegen Windräder in den Wäldern, fällt recht kläglich aus.

Die Grünen sind nach alledem nicht mehr glaubhaft, aus einer Partei der Überzeugungen ist eine Machtpartei mit Chamäleon-Charakter geworden, zumal ihre Wählerklientel vielfach auch heuschlerisch unterwegs ist: Ein Bio-Hähnchen in Münschen für 20 Euro, können sich viele Grün-Wähler leisten und natürlich einen Flug nach Bali oder auf die Malediven. Diese Einschätzung beruht auf amtlichen bzw. wissenschaftlichen Untersuchungen.

Nicht zuletzt kommt die Äußerung der Nordhäuser Grünen bezüglich Hitze und Antihitzemaßnahmen reichlich spät: Die Bevölkerung und die Journalisten diskutieren seit Wochen darüber. Die Grünen kommen erst jetzt. Für einen konsequenten Artenschützer und Botaniker wie mich ist eine solche Partei nicht wählbar.

Auch unter ihrer Umweltministerin Siegesmund in Thüringen war es für mich zudem genauso beschwerlich und konfliktbehaftet, effektiv wirksamen Artenschutz im Landkreis Nordhausen zu bewerkstelligen. Nichts hat sich während dieser Zeit für meine Bemühungen zum Positiven gewendet. Das Geld, das wir Ehrenamtler bekommen war und ist weniger als ein Almosen, obwohl wir einen großen Teil der Wuchsorte bedrohter Pflanzenarten im Landkreis erhalten. Vielfach bezahlen wir unsere Arbeit aus eigener Tasche. Aber die Grünen favorisieren weitere Milliardenausgaben für die Rüstung.
Wegtreten!
Marino50
12.07.2026, 09:41 Uhr
Hitzesvhutz und Menschenschutz
Beendet die Kriege! Das wäre schon ein guter Beitrag, um Gelder positiv einzusetzen. Damit wird den Menschen geholfen. Und dann sagt auch noch allen zerstörungswütigen Menschen, dass sie das lassen und stattdessen mit anpacken. Ein Beispiel dafür sind die Haltestellen der Straßenbahn. Auch das würde uns helfen, zusätzlich Schattenplätze zu schaffen in den Wartebereichen. Es wird ja alles wieder kaputt gemacht. Die Frage ist doch, lohnt sich die Arbeit noch, wenn es sofort wieder zerstört wird.
Filzstift und Lineal
14.07.2026, 12:01 Uhr
Grüne: Wo bleibt der Einsatz fürs Salzabad?
Wasserspender? Wohl nicht die Lösung. Wo bleibt die Initiative fürs Salzabad?
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