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So, 10:32 Uhr
19.07.2026
Krankenstand sinkt ingesamt

Nordhäuser sind am häufigsten krank

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus dem Kreis Nordhausen waren im Jahr 2025 weniger krankgeschrieben als im Vorjahr. Die durchschnittliche Zahl der Fehltage sank von 30,6 auf 28 Tage je Beschäftigten. Somit verringerte sich der Krankenstand von 8,4 auf 7,7 Prozent. Trotz dieser positiven Entwicklung weist der Kreis Nordhausen weiterhin die höchsten krankheitsbedingten Fehlzeiten in Thüringen auf...

„Wichtig ist der Trend zu geringeren Fehlzeiten. Jeder vermiedene Krankheitstag ist ein Gewinn für die Beschäftigten, für die Betriebe und die gesamte Region“, sagt Peter Behrschmidt, Geschäftsführer der BARMER in Nordhausen. Umso wichtiger sei es, Gesundheitsförderung und Prävention weiter zu stärken und gesundheitlichen Risiken frühzeitig entgegenzuwirken. Das sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, bei der es auf jede und jeden Einzelnen, aber auch auf das Mitwirken von Kommunen und Unternehmen ankomme.

Fehlzeiten weit über Durchschnitt
Die Analysen der BARMER zeigen, dass die gesundheitlichen Belastungen vieler Beschäftigter im Kreis Nordhausen überdurchschnittlich hoch sind. Die Zahl der Fehltage liegt 13 Prozent über dem Thüringer Mittelwert (24,8 Tage) und 27 Prozent über dem bundesweiten Durchschnitt (22 Tage). Die meisten Fehltage verursachen mentale Belastungen, Atemwegserkrankungen sowie Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems, zumeist Rückenleiden. Im Durchschnitt waren Beschäftigte im Kreis Nordhausen im Jahr 2025 etwa sechs Tage wegen psychischer Probleme krankgeschrieben.


Im Schnitt jeweils fünf Tage Krankschreibung wurden wegen Atemwegserkrankungen oder Rückenleiden registriert. „Wegen Erkältungskrankheiten sind Beschäftigte etwa ein bis drei Mal im Jahr krankgeschrieben, dann meist nur wenige Tage“, sagt BARMER Geschäftsführer Peter Behrschmidt. Psychische Erkrankungen seien deutlich seltener, gingen aber häufig mit langen Ausfallzeiten von etwa vier bis sechs Wochen einher; das treibe den Durchschnitt.

„Gesundheitsförderung und Prävention können dazu beitragen, Erkrankungen zu vermeiden oder deren Folgen zu begrenzen. Wer psychische Belastungen früh erkennt, Bewegung fördert und gesundheitsgerechte Arbeitsbedingungen schafft, verbessert die Chancen auf ein langes und gesundes Erwerbsleben“, betont Behrschmidt.

Die BARMER hat in Thüringen rund 185.000 Versicherte, knapp 10.000 davon im Kreis Nordhausen.
Autor: red

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Kommentare
Warren
19.07.2026, 10:46 Uhr
Aber mal ehrlich
würden Sie Ihr Leben ändern,
wenn Sie dies lesen....
Amen zum Sonntag
Pustleber
19.07.2026, 10:55 Uhr
Gelber Schein
Arbeitgeber hassen diesen Trick: Doc Holliday verhilft zum AOK-Urlaub
Echter Sundhäuser
19.07.2026, 13:44 Uhr
Zur Erinnerung
Zu Corona Zeiten mussten wir gesund Zuhause bleiben und jetzt sollen wir am liebsten krank zur Arbeit!
Kannste Dir nicht ausdenken sowas, hahaha
Anmerkung techn. Support:
Wir sollen Plastik vermeiden, aber die Gurke im Supermarkt trägt eine Folie, damit sie ja nicht denkt, sie sei nackt.
Kannste Dir nicht ausdenken sowas.
Tinki
19.07.2026, 15:11 Uhr
Kannste dir nicht ausdenken!
Die Geimpften, die ja gegen Corona somit immun waren, mussten vor den gesunden Ungeimpften geschützt werden, mit allen 3G Maßnahmen. Die Pandemie der Ungeimpften!

Sowas kannste dir nicht ausdenken!
Anmerkung techn. Support:
Ach Mensch, hätte ich gewusst , dass das gleich wieder so eskaliert …
nemoi
19.07.2026, 15:32 Uhr
eskaliert?
nicht jeder möchte was zum thema schreiben.....

hauptsachen man schreibt was ins uferlose

sorry, das man so viel müll ständig mitlesen muss
Leser X
19.07.2026, 17:23 Uhr
Liebe Redaktion
Ich würde wirklich vorschlagen, frustgetriebene Kommentare, die nichts zum Thema aussagen, zu ignorieren. Ich denke, die meisten Leser wären dankbar. Wer pure Laberei liebt, hat doch bei Facebook und Co. bereits eine passende Plattform.
Bodo Schwarzberg
19.07.2026, 18:11 Uhr
Mehr Eigenverantwortung für Gesundheit nötig
Man kann nicht jedem Gesundheitsrisiko und jeder Krankheit ausweichen, aber der menschliche Körper reagiert ausgesprochen plastisch auf persönliche Anpassungsmaßnahmen an körperliche und psychische Risiken oder auch eigene Maßnahmen gegen bereits bestehende Beeinträchtigungen.

Ich werde nie das Interview mit einem Chefarzt einer internistischen Klinik in Halle vergessen, der mir sagte, dass auf seiner Station oft Menschen liegen, die den Anspruch haben, innerhalb weniger Tage geheilt zu werden. Sie würden ja hohe Kassenbeiträge leisten.

Dass ihre Leiden aber nicht unwesentlich auch eine Folge einer nicht immer vorteilhaften Lebensweise vieler Jahre ist, gehörte eher selten zu r Argumentation der Patienten.

Nicht zuletzt verdient unser Gesundheitssystem an kranken Personen und nicht an gesunden.
Immer wieder wird beklagt, dass zum Beispiel viel zu schnell künstliche Gelenke eingesetzt werden. Ein Riesengeschäft!,

Das Gesamtsystem muss umgestellt werden: die Menschen müssen mehr ihren eigenen Körper und dessen Möglichkeiten und Ansprüche verstehen, was viel mehr vermittelt werden muss. Wer selten krank ist, sollte finanziell massiv belohnt werden. Nicht zu fehlen auf Arbeit muss schick werden.

Auch sollte mehr kontrolliert werden, ob unsere Krankenhäuser wirklich immer effektiv wirtschaften: und das im Interesse des eigenen Budgets oder tatsächlich im Interesse des Patienten?

Wir brauchen ein wirkliches Gesundheitssystem, statt eines Krankheitssystems. Dazu gehörte aber auch, dass der bürokratische, teure Wasserkopf von 180 Krankenkassen stark reduziert wird.
P.Burkhardt
19.07.2026, 18:45 Uhr
Krankenkassen...
...das kann man sicher alles so sehen, Herr Schwarzberg - es sind aber aktuell "nur" 93 gesetzliche Krankenkassen... Funfact: 1970 waren es noch 1815 für 61 Mio. Bundesbürger. Privatversicherte gab es 1970 etwa 19 Mio. - heute sind es knappe 9 Mio.

Die Gesundheitsversorgung ist seit 1970 einfach viel zu teuer geworden, was wohl (wie ich vermute) an der Marktorientierung von Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen liegt - das war 1970 noch nicht so. Allerdings gab es seit den 70ern erhebliche Fortschritte in der Medizin, die natürlich auch nicht umsonst zu haben sind.

-> Keine Belehrung, sondern reine, unverfälschte Information 😉
Cychreides
19.07.2026, 20:39 Uhr
Wer krank arbeitet..
Kann auch gesund zuhause bleiben.
Ne spaß, ich denke einfach mal mehr "frische" eltern und erwerbstätige als auf den Dörfern.
Ist er Bengel krank bleibt ja meist auch ein Elternteil zuhause wenn die Großeltern nicht in Reichweite sind.

Nur eine Vermutung.
Kobold2
20.07.2026, 10:22 Uhr
Es sind wohl
Mehrere Faktoren, die dieses Ergebnis liefern.
Zunehmender Altersdurchschnit und die damit verbundenen Beeinträchtigungen. Die zunahme adipöser Mitmenschen und die damit einhergehenden Krankheiten, vor allem durch Bewegungsmangel. Die schon angesprochene fehlende Eigenverantwortung, der Lebensstil, nebst der zunehmend ausgelebten Frustration.
Echter Sundhäuser
20.07.2026, 11:03 Uhr
Da bin ich voll bei ihnen @ Bodo Schwarzberg
Komischerweise haben die Arbeitgeber anscheinend wenig Interesse an Mitarbeitern die NICHT bei jedem Schnüpfchen oder Hüsterchen mit dem gelben Schein winken.
Anerkennung in irgendeiner Art und Weise Fehlanzeige!
Nicht mal für einen warmen Händedruck oder ein Dankeschön reicht's.
Einzig die AOK Krankenkasse bietet einen Tarif an, wo man einen Monatsbeitrag rückerstattet bekommt wenn man es geschafft hat ein Jahr lang ohne gelben Schein auszukommen.
Schniedel Castro
20.07.2026, 15:55 Uhr
Auch nur 93 Krankenkassen sind 92 zuviel,
was es vor 50 war, nur zur Information, ist heute völlig belanglos.


euer Schniedel Castro
P.Burkhardt
20.07.2026, 18:05 Uhr
Krankenkassen die Zweite....
Ich erinnere an eine der vielen, regelmäßigen Debatten, in denen es um ein Benzin-Kartelle, Preisabsprachen usw. ging. Unterstellt man, dass diese Mutmaßungen der Wahrheit entsprechen, muss man sich zwangsläufig fragen, wie das möglich ist. Wer im Studium aufgepasst hat weiß, dass es u.a. dazu eines Oligopols bedarf (extrem wenige Anbieter), so dass diese nicht mehr im Wettbewerb stehen.

Die Frage nach der richtigen Anzahl der Krankenkassen ist doch damit eigentlich beantwortet: Mehr sind besser als zu wenig. Das Problem ist die starke Regulierung des Marktes, so dass die Kassen nur sehr eingeschränkt ihre Prämien steuern können.

Bei der Regulierungswut des Gesetzgebers könnte man tatsächlich auf alle 93 Krankenkassen verzichten und eine staatliche einrichten... ob das dann billiger, einfach und besser wäre, werde ich jetzt hier nicht herausspekulieren...
Schniedel Castro
20.07.2026, 22:30 Uhr
Aber ich behaupte,
bei 92 KK weniger fallen auch 92 Führungsriegenkosten weg, das macht rund 12 - 16 Mrd. €.
Bitte selber googeln, das habe ich von einem Belehrenden gelernt.

euer Schniedel Castro
P.Burkhardt
20.07.2026, 23:26 Uhr
ja genau, Fiedelschniedel...
aber ohne Konkurrenz kann sich die Führungsriege der verbleibenden Krankenkasse diese Milliarden - und noch ein paar mehr - in die eigene Tasche stecken... ohne, dass die Versicherten die Möglichkeit hätten zu einer anderen Krankenkasse zu flüchten. Da wäre eine staatliche Variante mit ein paar tausend Beamten wahrscheinlich billiger....

Ich finde es etwas schade, dass ich so etwas Grundlegendes überhaupt schreiben muss - wohl wissend, dass es (ideologisch verbrämt) nicht verstanden wird .😉

Interessant finde ich übrigens, dass es ausgerechnet die fleißigen Nordhäuser sind, die am meisten krank sind. Wohlstand und Zufriedenheit (wobei das eine mit dem anderen nicht zwingend etwas zutun haben muss) kommt in erster Linie daher, wenn die Menschen etwas leisten. Ich gehe jetzt nicht auf Sinnhaftigkeit der Arbeit, auf Engagement und Leidenschaft ein... aber ich finde es bezeichnend, dass der höchste Krankenstand dort stattfindet, wo es eigentlich das meiste zu tun gibt, um die Karre aus dem Dreck zu ziehen.... Ich denke, das Vieles einfach eine Frage der Einstellung ist...

Ich unterstelle mal: "Wer keinen Sinn in seiner Arbeit sieht, keine Lust hat oder einfach nur frustriert ist... der lässt sich auch schneller krankschreiben." - damit bin ich nicht alleine, schließlich ist der häufigste Krankschreibungsgrund psychischer Natur... sry, wenn ich von der Arbeit komme bin ich auch platt... und käme deswegen nicht auf die Idee mich krankschreiben zu lassen...

Fühlen Sie sich nicht belehrt... sondern nur mit einer umfassenderen Meinung als der ihren konfrontiert...
Paulinchen
21.07.2026, 01:23 Uhr
Welche 17 Krankekassen....
haben denn nun die vielen Millionen Euro der Beitragszahler in windige Luftschlösser versenkt?
Weshalb wird das nicht weiter verfolgt? So nach der Devise, aus dem Auge, aus dem Sinn und ein wenig Schwund gibt's immer?
Weshalb werden jetzt nicht die Konten dieser Vorstände genauer unter die Lupe genommen? Mal eben feststellen, die Beiträge reichen nicht mehr aus und müssen erhöht werden, das gleicht einem Selbstbedienungsladen. Wer und wo hat sich die Millionen eingepackt und ist damit untergetaucht?
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