Leserbrief: Trauer zwischen Unkraut und Vernachlässigung:
Friedhof bietet ein erschütterndes Bild
Ich möchte Sie auf den aus meiner Sicht besorgniserregenden Zustand des Friedhofs in Wolkramshausen aufmerksam machen. Eine aktuelle Fotodokumentation zeigt überwucherte Wege, Unkraut zwischen Pflastersteinen, ungepflegte Grünflächen sowie vernachlässigt wirkende Bereiche rund um das Friedhofsgebäude und die Zugänge...
Ungepflegter Friedhof in Wolkramshausen (Foto: Privat - Name ist der Redaktion bekannt))
Ein Friedhof ist weit mehr als eine kommunale Grünfläche. Er ist ein Ort des Abschieds, der Erinnerung und der stillen Trauer. Angehörige besuchen ihn, um ihrer Verstorbenen zu gedenken und einen Moment der Ruhe zu finden. Umso bedrückender ist es, wenn der äußere Zustand dieses Ortes den Eindruck vermittelt, dass notwendige Pflegearbeiten über längere Zeit nicht ausreichend vorgenommen wurden.
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Besonders auffällig sind die stark bewachsenen befestigten Flächen. Aus zahlreichen Fugen wachsen Gräser und Wildkräuter. Auch entlang der Wege, an Randsteinen und im unmittelbaren Umfeld des Gebäudes ist deutlicher Bewuchs zu erkennen. Teile der Rasenflächen und der Zwischenräume zwischen den Grabstätten wirken unregelmäßig oder unzureichend gepflegt.
Dabei richtet sich die Kritik ausdrücklich nicht gegen Angehörige oder gegen einzelne private Grabstellen. Viele Gräber sind sichtbar liebevoll bepflanzt und sorgfältig unterhalten. Gerade dieser Einsatz der Familien macht den Kontrast zu den allgemein zugänglichen und mutmaßlich öffentlich zu pflegenden Flächen besonders deutlich.
Wer einen Friedhof besucht, kommt nicht dorthin, um Pflegearbeiten auf Gemeinschaftsflächen zu übernehmen. Trauernde sollten sich nicht förmlich dazu gezwungen sehen, selbst Unkraut zu entfernen oder Wege freizulegen, damit das Umfeld eines Grabes einen würdigen Eindruck vermittelt. Menschen kommen hierher, um zu trauern – nicht, um Aufgaben zu erledigen, die in den Verantwortungsbereich des Friedhofsträgers oder eines beauftragten Dienstleisters fallen.
Der Zustand wirft deshalb mehrere Fragen auf: In welchen Intervallen wird das Gelände gepflegt? Wer kontrolliert die ausgeführten Arbeiten? Sind die vorgesehenen Pflegeleistungen ausreichend? Und wann ist mit einer nachhaltigen Verbesserung zu rechnen?
Eine Berichterstattung sollte auch der zuständigen Verwaltung Gelegenheit zur Stellungnahme geben. Von Interesse wäre insbesondere, wie sie die dokumentierten Zustände bewertet, welche Pflegearbeiten zuletzt vorgenommen wurden und welche kurzfristigen Maßnahmen geplant sind.
Es geht nicht um einen vollkommen makellosen Rasen oder um überzogene ästhetische Ansprüche. Auf einem naturnahen Gelände darf selbstverständlich auch nicht jede Pflanze als Störung betrachtet werden. Doch zwischen bewusst naturnaher Gestaltung und erkennbarer Vernachlässigung besteht ein deutlicher Unterschied. Wege, Zugänge und gemeinschaftlich unterhaltene Flächen müssen sicher begehbar, ordentlich und dem Charakter einer würdevollen Ruhestätte angemessen sein.
Der Friedhof in Wolkramshausen verdient eine Pflege, die seiner gesellschaftlichen und persönlichen Bedeutung gerecht wird. Vor allem aber verdienen die Verstorbenen und ihre Angehörigen einen Ort, an dem Erinnerung und Trauer in einem respektvollen Umfeld möglich sind. M. M., der vollständige Name ist der Redaktion bekannt. Wir haben die Stadtverwaltung in Bleicherode um eine Stellungnahme gebeten.
Autor: emw
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Entweder sind die beiden Beispielbilder nicht gut ausgewählt,
um den "erschütternden Zustand des Friedhofes zu dokumentieren, oder ich habe ein zu dickes Fell.
Wobei ich vielleicht erklärenderweise dazu sagen muss, dass ich teils der Ruhe wegen (Stille, Erholung, Natur, Tiere, ein klein wenig Andacht und Demut - vor allem aber Stille), jedoch auch aus Interesse häufig Friedhöfe aufsuche. Wenn ich mich in anderen Städten aufhalte, werfe ich stets auch einen Blick auf den oder die lokalen Friedhöfe.
Was mich zu meiner Überschrift bringt.
Ja okay, auf Bild 1: da könnte mal der Rasen gemäht werden, das stimmt.
Auf Bild 2 erkenne ich aber nicht die "Überwucherung", welche den Verfasser des Artikels so erschüttert.
Mag sein, auch das schrieb ich bereits, dass die beiden Bilder nicht beispielhaft für den als so schlecht geschilderten Zustand des Friedhofes sind. Oder sind das bereits die "erschütternsten" Ecken?
In dem Fall würde ich sagen "Ruhig, Brauner, ruhig". Es muss nicht alles abgesengt werden, was sich zwischen Gehwegs-Fugen hervorwagt. (und das dort nicht mal Gehweg ist...)
Das Foto aus der Froschperspektive damit der Leser ja versteht, dass man es hier mit einem Urwald zu tun hat. Köstlich.
Also wenn eine Blumenwiese und die drei Löwenzähne in den Fugen reichen um ein "erschütterndes" Bild zu liefern weiß ich nicht ob ich lachen oder weinen soll.
Ich für meinen Teil würde später lieber auf so einer Wiese liegen anstatt auf akkurat gemähter, braun getrockneter Wiese.
Und ich glaube meiner Oma gefällt es so auch besser.
- sind das Zorgeufer, bestimmte Bereiche des Parks Hohenrode und die Moralvorstellungen von AfD und CDU.
Das auf Ihren Fotos ist ein wenig ungebändigtes Grün, in dem ich in einem Naturraum, wie es ein Friedhof nun mal ist, kein Problem sehe.
Von hochgradiger Verwahrlosung lese ich nichts. Ungepflegt ist nicht Verwahrlosung.
Es ist schön wenn es dir gefällt, wenn Unkraut und Rasen Knie hoch sind. Aber dafür gibt es bestimmte stellen für Verstorbenen. Der Friedhof sollte schon gepflegt sein um an die Gräber gut zu kommen. Ist meine Meinung. Und ich Denke ich bin nicht die einzige.
Es ist ja nicht nur der Ort wo zu spät die Pflege durchgeführt wird.
KeinKreisverkehr und nur_mal_so Respekt gegenüber den Verstorbenen
Darum geht es. Man kann über Geschmack streiten, man kann auch teilweise Wiesen statt Rasenflächen anlegen. Aber bitte keinen linken Kulturkampf gegen den Rasenmäher beginnen. Nehmen sie doch bitte zur Kenntnis, dass manche Leute einen anderen Ordnungssinn haben als zum Beispiel Bewohner in Berlin Kreuzberg. Das nur am Rande. Ein Friedhof hat gepfelgt zu sein. Punkt. Übrigens in meinen Garten wächst kein Unkraut, ich fege täglich vor meiner Haustür und ich bin verdammt stolz darauf ein "Spießbürger" zu sein. Ich dränge meine Meinung aber nicht ungefragt anderen Leuten auf! Schönen Tag noch!
aber ich habe eine ernstgemeinte Nachfrage:
Wieso ist die Diskussion über Grün aus Pflastersteinen-Fugen für Sie, RWE, ein "linker Kulturkampf"?
Ich würde ja noch verstehen, wenn Sie es als "grünen" Kulturkampf bezeichnen würden, aber "links"?
Ist "links" einfach Ihr Synonym für alles, was nicht Ihrer Meinung ist?
Und, wenn wir schon bei "Meinung" sind: Sie haben die Meinung, ein Friedhof habe gepflegt zu sein.
Hab ich nichts dagegen, sehe ich auch so. Man sollte sich nicht durch Disteln und Bärenklau zu seinen Verwandten wühlen müssen. Aber das bisschen Löwenzahn zu "erschütternden" Zuständen hochzuspielen und nun daraus einen "linken Kulturkampf" zu machen: schießt das nicht etwas über das Ziel hinaus?
Vom Paradoxon "ich dränge niemandem meine Meinung auf, ABER ein Friedhof hat gepflegt zu sein, PUNKT!" fange ich nicht an, das wird dann wirklich Chat.
Und nun, Kernfrage: wo ist das Problem, anderen über das Friedhofsgrün ihre Meinung zu lassen, wie auch Sie Ihre Meinung gelassen haben möchten? Warum ist Friedhofsgrün Links?
wo Welterklärer sofort mit erhobenen Zeigefinger daherkommen, wenn sich jemand über ungepflegte Grünflächen beschwert. Das gab es hier in der NNZ schon oft.
Linker und grüner Kulturkampf ist es, besimmte tatsächlich oder vermeintlich ungepflegte Grünflächen in der Stadt mit der AfD ubd CDU gleichzusetzen. Was hat ein ungepflegter Friedhof mir der CDU oder AfD zu tun?
Linker und grüner Kulturkampf ist es, den Friedhof als Naturraum anzusehen und nicht als Ort des Gedenkens und des Respekts den Verstorbenen gegenüber. Oder der Angehörigen, die wohl in der überwätigenden Mehrheit einen gepflegten Friedhof haben wollen. Ja, genau des hat ein Friedhof gepflegt zu sein. PUNKT!! Im Gegensatz zum Zorgeufer, wo man der Natur seine Lauf lassen kann oder von mir aus dem Park Hohenrode, wo die die frage erlaubt sei, ob es dann noch ein Park ist. Das ist aber diskutabel.
Leider bedeutet links grüner Kulturkampf auch, sich nicht sich auf einen Austausch der Argumente einzulassen, sondern dem"Feind" deulich zu machen, dass er unrecht hat.
Dem "Feind" deutlich zu machen, dass er unrecht hat,
diese Karte sehe ich derzeit nur bei einem Kommentator.
Gerade nur-mal-so, dem hier "linker Kulturkampf" nachgesagt wird, hat doch recht eindeutig nachgefragt, warum nicht jedem seine eigene Meinung zum Friedhofsgrün gelassen wird.
Wer das nicht zulassen will und um sich beißt ist ganz jemand anderes.
Da haben sie sich selbst gut beschrieben.
Sie können Ihren Zeigefinger jetzt wieder runternehmen. Es ist auffällig, dass sie keine Gelegenheit auslassen alles was nicht ihren Vorstellungen entspricht, hier in die linksgrüne Ecke stellen.
Ich weis, es passt genausowenig zum Thema, wie der Kommentar auf den ich mich beziehe.