Kommentare
DonaldT
01.08.2026, 16:47 Uhr
Voigts Rentenrebellion
Hat ihm das die KI empfohlen? Klingt fast so.
Ansonsten soll es wohl vom aberkannten Doktortitel ablenken.
diskobolos
01.08.2026, 22:23 Uhr
Die "Rente mit 63",
jetzt Rente für besonders langjährige Versicherte war ebenso wie die Mütterrente ein Wahlgeschenk für das jeweilige Klientel von SPD bzw. Union.
Leider hat sich über die Finanzierung damals keiner Gedanken gemacht.
Jetzt hat man auch dafür eine (Schein-)Lösung: Wir bezahlen das Ganze einfach mit ... Schulden. Warum ist eigentlich darauf vorher noch keiner gekommen? Das Leben kann soo einfach sein . . .
Marino50
02.08.2026, 08:50 Uhr
Welche Mütterrente?
Die Punkte für die Mütterrente sind in den letzten Jahren nicht erhöht worden. Das ist mindestens 10 Jahre und länger her.
Es war in der letzten Zeit öfter mal die Rede davon, ist aber im "Sande verlaufen". Wir Rentnerinnen hatten uns schon gefreut, dass wir das noch erleben. Leider. Und ich glaube da nicht eher dran, bis ich es bei meiner Rentenüberweisung sehe. Außerdem werden eher zum Jahreswechsel die Beiträge wieder steigen. Wir bekommen nichts geschenkt.
Jäger53
02.08.2026, 09:40 Uhr
Rentner
In Deutschland ein Rentner zu sein ist eine Strafe. Zuerst schuftet man und freut sich dann eine abzugsfreie Rente zu bekommen, wenn man es erleben tut. Man bekommt einen ersten Rentenbescheid und und der Unterkiefer klappt nach unten denn man ist enttäuscht. Und von der kleinen Rente werden ja noch die Krankenversicherung, Zusatzbeitrag zur Krankenversicherung und die Pflegeversicherung abgezogen. Und ab einer bestimmten Rentenhöhe kommt das Finanzamt und man muss Steuern bezahlen, obwohl alles schon einmal gezahlt und versteuert wurde. Ich rede von 45 Arbeitsjahren. Und ich sage danke Deutschland das du den Rentnern und Rentnerrinnen nicht verhungern lässt.
diskobolos
02.08.2026, 10:19 Uhr
Zur Mütterrente, Marino
Tatsächlich sind die Mütterrente und Rente mit 63 im Wahlkampf zur BTW 2013 zum Thema geworden. Aktuell geht es bei ersterer um die vor 1992 geborenen Kinder. Für die sollen ab 2027 auch 3 Jahre Kindererziehungszeiten angerechnet werden wie für die später geborenen. Im Sande verlaufen ist da gar nichts.
Problematisch ist, dass für beide Leistungen keine Beiträge in die GRV eingezahlt wurden und werden. Die Mütterrente wird sogar an Frauen gezahlt, die NIE eigene Beiträge eingezahlt haben, also z. B. Chefarzt-Gattinen.
Dass die Beitragsraten zur GKV und Pflegeversicherung steigen, hat viele Gründe. Gerade als Rentner wäre ich da leise. Wir wissen doch alle, dass ältere Menschen überdurchschnittlich viele Leistungen in Anspruch nehmen und nur einen geringen Teil an den Beitragseinahmen leisten. Im Übrigen wurden die Renten gerade deutlich erhöht. Schauen Sie einfach mal auf Ihr Konto . . .
diskobolos
02.08.2026, 11:11 Uhr
In Deutschland en Rentner zu sein ist eine Strafe.
So allgemein stimmt das sicher nicht, Jäger53.
Noch nie waren die Renten, auch gemessen an den Lebenshaltungskosten, so hoch wie jetzt. Aus Ihrer subjektiven Sicht mag das anders aussehen, aber vermutlich gibt es unter den Rentnern mehr Kreuzfahrer als Flaschensammler.
Ich staune schon, dass sie der erste Rentenbescheid enttäuscht hat, schließlich wird man lange vor Rentenbeginn über die zu erwartende Rente informiert.
Die Rente ergibt sich in erster Linie aus den eigenen eingezahlten Beiträgen. Hätten Sie in Ihrer Arbeitsphase gern höhere Beiträge für die damaligen Rentner bezahlt? Wenn nicht, warum erwarten Sie das von den jetzigen Beitragszahlern? Wenn doch, warum haben Sie das Geld dann nicht selbst angespart? Auf die Kranken- und Pflegeversicherung trifft das Gleiche zu.
Haben Sie eigene Kinder? Wenn ja, vielleicht können die Sie unterstützen? Wenn nicht, wieso sollten das die Kinder der anderen?
Paulinchen
02.08.2026, 16:34 Uhr
Es sind immer....
...nur "warme" Worte, wenn hier die Rentenexperten ihre Trostpflaster verteilen.
Deshalb hier mal klare Fragen, die sicher nicht mit warmen und schönen Worten zu beantworten sind.
Weshalb bekomme ich für meinen Sohn weniger Mütterrente, als meine Freundin im Westen. Wir und unsere Kinder sind gleich alt. Es regt mich schon ein wenig auf, dass man aus allen Medien erfahren muss, das in Thüringen die niedrigsten Renten gezahlt werden.
Wenn dem so ist, wäre es dann nicht besser, diesen Freistaat in ein anderes Bundesland zu integrieren? Denn grad der Freistaat Thüringen ist geschichtlich gesehen, der Älteste. Aber Weshalb werden wir dafür " bestraft" dass wir hier geboren sind und noch immer hier leben? Wird hier vielleicht jeder Arbeitnehmer von seinem Chef bei der Lohn/Gehaltszahlung betrogen? Findet den Fehler, der uns nicht noch 100 Jahre begleitet!
P.Burkhardt
02.08.2026, 22:05 Uhr
mal so am Rande:
...ich hab noch nie von einem Land gehört, in dem es sowas wie eine Mütterrente überhaupt gibt (vielleicht irgendwo in Skandinavien - hab es nicht recherchiert)... ist schon richtig übel in Deutschland...
In den aller meisten Ländern gibt es überhaupt keine staatlich organisierte Altersversorgung... entweder man kümmert sich selbst, die Kinder kümmern sich oder man arbeitet halt, bis man umfällt - die ganze Jammerei hier findet auf unglaublich hohem Niveau statt... vielleicht sollte sich die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt wirklich mal in den sozialen Belangen an den Rest der Welt angleichen... wo eben wirklich nur der gewinnt, der etwas Mut und etwas Glück hat... sry, aber manchmal...
Den Donald oder den Wladimir interessiert es einen Schei8, ob jemand 45 Jahre gearbeitet hat, Kinder groß gezogen hat... und die staatliche Organisation in deren Ländern ist überhaupt nicht danach ausgerichtet, Geringverdiener, Arbeitslose oder Rentner in irgend einer Form zu unterstützen oder am Leben zu halten - nur mal so als Beispiel, aus der sog. "entwickelten Welt"...
Anstatt zu unterstützen, was wir haben, torpedieren genau die Nutznießer unseres über Jahrzehnte gewachsenen Sozialstaates genau das, was sie am mehr oder weniger auskömmlichen Leben hält... ich begreif es nicht, nein... es ist wider jeder Vernunft... es tut fast schon weh...
diskobolos
02.08.2026, 22:30 Uhr
Ach Paulinchen,
Trost zu leisten, sehe ich gar nicht als meine Aufgabe an. Ich versuche nur zu erklären, wie die Fakten sind und manchmal auch warum.
Die Höhe der Altersrente hängt natürlich von vielen Faktoren ab, in erster Linie vom Einkommen, für das Beiträge bezahlt wurden, von den Arbeitsjahren und dem Grad der Beschäftigung (Teilzeit). Wovon sollte die Rente denn sonst abhängen? Das Bundesland spielt für die Rente keine Rolle, bis auf das Folgende:
Im Ost-West-Vergleich ist auch von Belang, wieviel Rentenpunkte (RP) man aus der DDR-Zeit angerechnet bekam. Allgemein waren da ja nur 600 Mark sozialversichert, auch wenn man mehr verdient hat. Für den darüberliegenden Teil konnte man die Freiwillige Zusatzrente FZR abschließen. Das hat sich letztlich als sehr klug erwiesen, haben aber nicht alle gemacht. Dann gab es bekanntlich auch noch Sondersysteme, wie die I-Rente (etwa für Lehrer) und die Rente für Polizisten. Das kann man mit dem Beamtenstatus in der BRD vergleichen.
Im Allgemeinen haben die Männer im Westen mehr Rente als im Osten, bei den Frauen ist es umgekehrt. Das liegt daran, dass von den Ostfrauen sehr viel mehr vollbeschäftigt waren, was wiederum auch mit den fehlenden Kindergärten im Westen zusammenhing.
Was viele nicht richtig verstehen: Für die nach der Wende geleisteten Beiträge wurden im Osten mehr RP berechnet als bei gleicher Zahlung im Westen. Beispiel: Wer im Osten im Jahre 2001 z. B für 2500 DM Rentenbeitrag gezahlt hat, bekommt dafür heute genau so viel Rente, wie jemand, der im Westen für 3000 DM entsprechen mehr Beitrag eingezahlt hat.
Wenn man verschiedene BL vergleicht, muss man sich genau ansehen, was genau angegeben wird. Manche Statistiken nehmen nur Rentner mit mindestens 35 Beitragsjahren, andere alle, die eine Altersrente erhalten.
Natürlich ist das Ganze eigentlich noch komplizierter. Ihre Frage zur Mütterrente könnte ich nur beantworten, wenn mir die Unterlagen vorlägen
Marino50
03.08.2026, 10:17 Uhr
Rentenrebellion
Ach Diskobolos, diese Erklärbär-Methode kann man sich einfach nicht mehr durchlesen. Es ist eine Klugschei......rei. Weiter nichts. Ich finde es unerträglich wenn alle alten Menschen bzw. Rentner als dumm hingestellt werden.
Was meinen Sie denn, wieviel enorm höher die Erhöhung ausgefallen ist? Wenn ich eine kleine Rente habe, bekomme ich auch nur eine kleine Erhöhung prozentual. Ich Falle heute noch unter die sogenannte "Härtefallregelung" und bekomme ein wenig Wohngeld zusätzlich.
Ich weiß wirklich nicht in welcher Schlaraffenwelt hier manche leben.
Aber es geht hier wohl einigen Menschen zu gut. Sonst würden sie nicht so einen Müll schreiben.
diskobolos
03.08.2026, 12:19 Uhr
Ach Marino,
Vorweg: Weder alle alten Menschen noch Rentner würde ich als dumm hinstellen. Aber es gibt bezüglich des Rentensystems natürlich viel Unkenntnis und gefühlte Wahrheiten.
Wenn Sie unter Erklärbär-Methoden die Darstellung von Fakten verstehen, kann ich gut damit leben.
Es kann ja sein, dass Sie eine unterdurchschnittliche Rente beziehen. Aber vermutlich wissen Sie auch, dass das irgendetwas mit Ihrer Erwerbsbiographie zu tun hat. Und daran möchten Sie möglichst nicht erinnert werden. Schuld sind immer die anderen. Nach Ihrem Gefühl müsste der Staat viel mehr für Sie tun.
Dann seien Sie doch froh, wenn Sie aus dem Sozialtopf auch noch Wohngeld bekommen. Die Rentenerhöhungen der letzten Jahre waren im Übrigen durchaus beträchtlich.
Aber vielleicht wird ja die AFD, sollte sie mal ans Ruder kommen, für Sie eine Sonderrente Ost erfinden . . .
Kobold2
03.08.2026, 13:45 Uhr
Ich finde es auch unerträglich
das man sachliche Kommetare als Müll bezeichnet, den Kommentator als Oberlehrer Erklärbär und Klugscheißer beschimpft, aber selbst nichts Faktenbasiertes vorbringen kann . Die AfD kehr sich hier ganz schön weit aus dem Fenster, denn mit ihrer Ablehnung des Mindestlohns, legt sie den Grundstein für die Altersarmut der betroffenen.
nordfreak
03.08.2026, 15:53 Uhr
Und ich finde es unerträglich, dass
Positionen durch den Oberlehrer und seine Meisterschüler verzerrt oder falsch dargestellt werden. Einfach mal KI dazu befragen und schon merkt man das Framen von Positionen, die einzig einen ideologischen Hintergrund haben. Dieser Art der Überprüfung von angeblichen Fakten zur AfD und auch zur aktuellen Politik von Parteien rechts von Grün und Links
Die KI-Antwort:
Die Position der AfD zum gesetzlichen Mindestlohn ist vielschichtig und lässt sich wie folgt zusammenfassen:
* **Grundsätzliche Befürwortung**: Die Partei spricht sich in ihrem Grundsatzprogramm **für die Beibehaltung des gesetzlichen Mindestlohns** aus. Dieser solle eine Existenz jenseits der Armutsgrenze ermöglichen .
* **Ablehnung weiterer Erhöhungen**: Jegliche darüber hinausgehenden Erhöhungen, insbesondere die von anderen Parteien geforderten **15 Euro**, lehnt die AfD entschieden ab. Sie argumentiert, dass solche Steigerungen zu **Inflation** und **Arbeitsplatzverlusten** führen würden und die Wettbewerbsfähigkeit schädigten .
* **Einsatz für Tarifautonomie**: Die Partei betont, dass die Lohnfindung in die Hände der **Tarifpartner** (Arbeitgeber und Gewerkschaften) gehöre. Sie warnt vor einem "staatlichen Dirigismus" durch die Politik .
* **Kritik am Verfahren**: Die AfD hat die Rechtmäßigkeit der jüngsten Mindestlohnerhöhung infrage gestellt. In einer Kleinen Anfrage im Bundestag argumentierte sie, dass die Mindestlohnkommission bei ihrer Entscheidung ein gesetzlich nicht vorgesehenes Kriterium (einen Referenzwert von 60 Prozent des Bruttomedianlohns) angewandt haben könnte, was die Erhöhung rechtlich angreifbar mache .
* **Sonderfall behinderte Menschen**: Sie setzt sich dafür ein, dass auch **behinderte Menschen in Werkstätten** einen Anspruch auf den Mindestlohn erhalten sollen, was durch eine "Mittelumschichtung" finanziert werden müsste .
Zusammenfassend unterstützt die AfD den Mindestlohn als Instrument, lehnt jedoch politisch gesteuerte Erhöhungen ab und möchte die Festsetzung der Höhe vollständig den Tarifpartnern überlassen
Kobold2
03.08.2026, 16:54 Uhr
Tarifpartner
klingt ja toll. Aber die Realität sieht auch auf absehbare Zeit so aus, dass die Betroffenen ausserhalb der Tarife stehen und die AfD auch keine Verfechter der Tarifbindung ist.
P.Burkhardt
03.08.2026, 17:00 Uhr
ja @Nordfreak...
...dann reihe ich mich mal in die Erklärbären-Riege ein:
Die KI hat Ihnen die Position gut beschrieben. Nehmen wir an, dass das so umgesetzt wird.
vorab (vgl. Mindestlohngesetz):
Die Kommission prüft, welche Höhe des Mindestlohns geeignet ist, um drei zentrale Ziele gleichzeitig zu erfüllen:
-Angemessener Mindestschutz: Er muss den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern eine angemessene wirtschaftliche Absicherung bieten.
-Faire Wettbewerbsbedingungen: Die Anpassung darf den Wettbewerb zwischen den Unternehmen nicht verzerren.
-Beschäftigungssicherung: Die Erhöhung darf die Beschäftigung in Deutschland insgesamt nicht gefährden.
Hält sich die Kommission an das Gesetz (was sie muss) kann der von der AFD befürchtete Schaden (Arbeitsplatzverlust, Inflation und Schädigung der Wettbewerbsfähigkeit) gar nicht eintreten.
Der Einsatz der AFD für die Tarifautonomie ist lobenswert, hat aber gar nix mit dem Mindestlohn zu tun, da tarifgebundene Unternehmen eben Tariflöhne zahlen. Der Mindestlohn soll die AN schützen, die eben NICHT in einem tarifgebundenen Unternehmen arbeiten.
In der Kommission sitzen im Übrigen Vertreter der Gewerkschaften und der Arbeitgeberverbände - es ist also sowas wie eine branchenübergreifende Tarifverhandlung für nicht tarifgebundene Unternehmen.
Bei Anpassungen (Erhöhungen) des Mindestlohnes richtet sich die Kommission nach der Entwicklung der Tariflöhne (Tarifindex) - und ja 60% des Bruttomedianlohns sind dabei ein Richtwert.
Tatsächlich ist es immer gut, Politikerpläne auf ihre Auswirkungen zu überprüfen - also was würde passieren, wenn die AFD-Idee umgesetzt würde ?:
-Geringverdiener würden noch weiter von der Einkommensentwicklung abgehängt
-die Anhebung des Steuerfreibetrages führt zwar zu mehr Netto - aber bei der ohnehin geringen Steuerlast eines Mindestlohnbeziehers ist das nicht wirklich viel. Dadurch entsteht das Risiko, dass dieses Lohn-plus gleich wieder von der Inflation aufgefressen wird.
-die ohnehin gebeutelte Rentenkasse darf mit weniger Einnahmen rechnen
-Gewinner sind vordergründig die nicht tarifgebundenen Unternehmen: kein Lohnkostenanstieg...aber das dicke Ende kommt: Wer will dann schon noch für so einen Laden arbeiten ?
usw. usf.
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