Fr, 14:27 Uhr
14.08.2026
Stolberg
Umweltminister besuchen Klimaprojekt im Südharz
Rund 1.000 Hektar ökologisch wertvolle Waldflächen bei Stolberg im Südharz werden dauerhaft für die Natur gesichert. Bundesumweltminister Carsten Schneider hat am heutigen Freitag im Beisein von Sachsen-Anhalts Umweltminister Prof. Dr. Armin Willingmann eine Förderurkunde für das Projekt KlimaWildnis an die NABU-Stiftung Nationales Naturerbe übergeben...
Der Bund finanziert den Flächenankauf im Rahmen des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz (ANK) mit rund 32 Millionen Euro. Ganz ohne forstwirtschaftliche Nutzung soll sich das Gebiet zu einem naturnahen Waldlebensraum entwickeln.
Im Harz ist der fortschreitende Klimawandel vielerorts gleich auf den ersten Blick sichtbar, erläuterte Willingmann. Weiträumig sind Fichten durch Hitze, Trockenheit und Borkenkäfer abgestorben, auf den Kahlflächen wächst inzwischen langsam Mischwald nach. Für einen klimaresilienteren Harz sind Projekte wie das vom Bund geförderte Vorhaben im Südharz daher sehr wertvoll. Geschützte, ökologisch wertvolle Waldflächen tragen darüber hinaus zum Erhalt der Artenvielfalt bei.
Bundesumweltminister Carsten Schneider erklärte: Heiße und trockene Sommer, wie wir sie aufgrund des Klimawandels immer häufiger erleben, sind eine große Belastung für Mensch und Natur. Dabei kann uns die Natur selbst helfen, wenn wir sie lassen: Hier im Südharz bieten große Buchenwaldflächen die Möglichkeit, dass sich Natur in einem einzigartigen, zusammenhängenden naturnahen Lebensraum ungestört entfalten und entwickeln kann. Naturnahe Laub- und Mischwälder sind nicht nur ein natürlicher Lebensraum für zahlreiche Arten, sondern auch ein wunderschöner Erlebnisraum für die Menschen vor Ort und die Gäste in der Region. Außerdem sorgen sie gerade wie jetzt im Sommer für ein angenehmes Klima und kühlen die Umgebung. Sie speichern große Mengen an Wasser und Kohlenstoff und auch das Risiko von Waldbränden ist geringer als in Nadelholz-Reinbeständen. Damit ist die Förderung der Wildnisfläche Stolberg auch ein Beispiel, wie wir unsere Wälder resilienter gegen die Auswirkungen des Klimawandels machen können.
Künftig ermöglichen die gesicherten Flächen natürliche Entwicklungsprozesse auf einem großen zusammenhängenden Areal. Davon profitieren zahlreiche seltene und gefährdete Tier-, Pflanzen- und Pilzarten. Zu den Arten, für die naturnahe und störungsarme Waldlebensräume von besonderer Bedeutung sind, zählen unter anderem Luchs, Bechsteinfledermaus und Raufußkauz.
Natürliche Waldentwicklung ist ein wichtiger Baustein für den Schutz der biologischen Vielfalt und für den natürlichen Klimaschutz. Wenn wir Waldflächen dauerhaft aus der forstwirtschaftlichen Nutzung nehmen, geben wir der Natur den Raum, den sie braucht, um sich langfristig selbst zu entwickeln, erklärte Willingmann. Gleichzeitig stärken intakte Waldökosysteme den Wasserhaushalt und können dazu beitragen, die Landschaft widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels zu machen. Naturnahe Wälder speichern Kohlenstoff sowohl in der Biomasse als auch in den Böden. Darüber hinaus leisten sie einen wichtigen Beitrag zum Wasserrückhalt und zur Kühlung der Landschaft.
Willingmann: Entwicklungspotenzial für die Tourismuswirtschaft
Die Entwicklung der Waldflächen soll zugleich für Besucherinnen und Besucher erlebbar bleiben. Ein Wegenetz bleibt für die Erholungssuchenden zugänglich. Damit eröffnet die KlimaWildnis-Fläche auch Perspektiven für einen naturverträglichen Tourismus im Südharz. Ich sehe hier auch für die Menschen vor Ort und insbesondere für die Tourismuswirtschaft großes Potenzial, betonte Willingmann. Naturnaher Tourismus liegt im Trend. Deshalb geht es hier um auch um ein Vorhaben, das nicht nur der Umwelt, sondern auch den Menschen in den kommenden Jahren großen Mehrwert bieten kann.
Autor: redDer Bund finanziert den Flächenankauf im Rahmen des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz (ANK) mit rund 32 Millionen Euro. Ganz ohne forstwirtschaftliche Nutzung soll sich das Gebiet zu einem naturnahen Waldlebensraum entwickeln.
Im Harz ist der fortschreitende Klimawandel vielerorts gleich auf den ersten Blick sichtbar, erläuterte Willingmann. Weiträumig sind Fichten durch Hitze, Trockenheit und Borkenkäfer abgestorben, auf den Kahlflächen wächst inzwischen langsam Mischwald nach. Für einen klimaresilienteren Harz sind Projekte wie das vom Bund geförderte Vorhaben im Südharz daher sehr wertvoll. Geschützte, ökologisch wertvolle Waldflächen tragen darüber hinaus zum Erhalt der Artenvielfalt bei.
Bundesumweltminister Carsten Schneider erklärte: Heiße und trockene Sommer, wie wir sie aufgrund des Klimawandels immer häufiger erleben, sind eine große Belastung für Mensch und Natur. Dabei kann uns die Natur selbst helfen, wenn wir sie lassen: Hier im Südharz bieten große Buchenwaldflächen die Möglichkeit, dass sich Natur in einem einzigartigen, zusammenhängenden naturnahen Lebensraum ungestört entfalten und entwickeln kann. Naturnahe Laub- und Mischwälder sind nicht nur ein natürlicher Lebensraum für zahlreiche Arten, sondern auch ein wunderschöner Erlebnisraum für die Menschen vor Ort und die Gäste in der Region. Außerdem sorgen sie gerade wie jetzt im Sommer für ein angenehmes Klima und kühlen die Umgebung. Sie speichern große Mengen an Wasser und Kohlenstoff und auch das Risiko von Waldbränden ist geringer als in Nadelholz-Reinbeständen. Damit ist die Förderung der Wildnisfläche Stolberg auch ein Beispiel, wie wir unsere Wälder resilienter gegen die Auswirkungen des Klimawandels machen können.
Künftig ermöglichen die gesicherten Flächen natürliche Entwicklungsprozesse auf einem großen zusammenhängenden Areal. Davon profitieren zahlreiche seltene und gefährdete Tier-, Pflanzen- und Pilzarten. Zu den Arten, für die naturnahe und störungsarme Waldlebensräume von besonderer Bedeutung sind, zählen unter anderem Luchs, Bechsteinfledermaus und Raufußkauz.
Natürliche Waldentwicklung ist ein wichtiger Baustein für den Schutz der biologischen Vielfalt und für den natürlichen Klimaschutz. Wenn wir Waldflächen dauerhaft aus der forstwirtschaftlichen Nutzung nehmen, geben wir der Natur den Raum, den sie braucht, um sich langfristig selbst zu entwickeln, erklärte Willingmann. Gleichzeitig stärken intakte Waldökosysteme den Wasserhaushalt und können dazu beitragen, die Landschaft widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels zu machen. Naturnahe Wälder speichern Kohlenstoff sowohl in der Biomasse als auch in den Böden. Darüber hinaus leisten sie einen wichtigen Beitrag zum Wasserrückhalt und zur Kühlung der Landschaft.
Willingmann: Entwicklungspotenzial für die Tourismuswirtschaft
Die Entwicklung der Waldflächen soll zugleich für Besucherinnen und Besucher erlebbar bleiben. Ein Wegenetz bleibt für die Erholungssuchenden zugänglich. Damit eröffnet die KlimaWildnis-Fläche auch Perspektiven für einen naturverträglichen Tourismus im Südharz. Ich sehe hier auch für die Menschen vor Ort und insbesondere für die Tourismuswirtschaft großes Potenzial, betonte Willingmann. Naturnaher Tourismus liegt im Trend. Deshalb geht es hier um auch um ein Vorhaben, das nicht nur der Umwelt, sondern auch den Menschen in den kommenden Jahren großen Mehrwert bieten kann.

