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Mi, 11:56 Uhr
19.08.2026
Der Ambulante Hospitz- und Beratungsdienst feiert 25- jähriges Jubiläum

25 Jahre Trost, Geduld und Zeit

Es ist ein leiser Dienst, aber von unschätzbarem Wert für die Betroffenen und deren Familien. Seit 2001 ist der Hospizverein in der Stadt Nordhausen und im Landkreis für schwerkranke Menschen unermüdlich unterwegs. Seit 2021 ist dieser in der Trägerschaft des Seniorenwerkes und nennt sich nun Ambulanter Hospiz- und Palliativberatungsdienst (kurz AHPB)…

Die Begleitung von schwerkranken Menschen übernehmen derzeit 35 ehrenamtliche Helferinnen. Dabei geht es weit mehr als um die Hilfe und Unterstützung in der schwierigen Lebenssituation. „Es geht um Zuhören, Nähe, Würde und darum in schwierigen Zeiten nicht allein zu sein“, schildert Judith Roscher in ihrer Begrüßungsansprache im Bürgerhaus.
Sie koordiniert seit vier Jahren die Einsätze der Helferinnen und wählt genau aus wer zu welcher Situation passt.
Christian Döring, der Geschäftsführer vom Seniorenwerk beschreibt die Arbeit der Ehrenämter als sehr wertvoll in seinen kurzen Begrüßungsworten: „Die freiwilligen Helfer im AHPB nehmen sich Zeit, die die Menschen brauchen und diese Zeit ist in den professionellen Strukturen der Pflege sehr begrenzt.“
Bild:
Judith Roscher und Christian Döring vom Seniorenwerk (Foto: isl)


Die Ausbildung für diese emotional nicht ganz einfache Aufgabe übernimmt Judith Roscher. Sie dauert ein halbes Jahr und findet einmal wöchentlich statt. Jedoch können die Lernenden auch bereits während der Ausbildung zum Sterbebegleiter nach einem Praktikum tätig werden. Judith Roscher ist überzeugt, dass die Helfer auch viel von ihrer Arbeit zurückbekommen: „Sie tun es aus tiefer Menschlichkeit und bekommen viel Wärme zurück. Sie spenden Trost und begleiten oft einen sehr langen Prozess und auch die Angehörigen, die zuhause oft überfordert sind“. Die Helferinnen gehen auch in Hospize und Pflegeeinrichtungen im gesamten Landkreis.

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Der Höhepunkt der Veranstaltung im Bürgerhaus war die Würdigung von sieben Helferinnen, die seit nahezu 25 Jahren dabei sind. Judith Roscher und Christian Döring bedankten sich sehr anerkennend bei ihnen für ihren außergewöhnlichen und treuen Einsatz.

Bild: v.l.: Christian Döring, Karin Fernschild, Renate Völker, Ursula Breitenstein, Heidemarie Schieke, Ursula Schwittay, Christ Kurth, Angelika Albe, Judith Roscher
v.l.: Christian Döring, Karin Fernschild, Renate Völker, Ursula Breitenstein, Heidemarie Schieke, Ursula Schwittay, Christa Kurth, Angelika Albe, Judith Roscher (Foto: ISL)

(v.l.: Christian Döring, Karin Fernschild, Renate Völker, Ursula Breitenstein, Heidemarie Schieke, Ursula Schwittay, Christ Kurth, Angelika Albe, Judith Roscher)
Der AHPB führte in dem letzten Jahr ca. 200 sogenannte Sitzwachen 2025 im ambulanten und stationären Umfeld durch.
50 Gäste besuchten gestern die Festveranstaltung. Sie genossen die musikalische Begleitung der Kreismusikschule und lauschten zum Ausklang der Lesung von Martina Grimm aus den Werken „Was ich noch zu sagen hätte!“ und „Was ich unbedingt noch sagen möchte“


Judith Roscher freut sich sehr über neue Interessenten für diese wichtige Aufgabe. Betroffene, Angehörige und Interessierte können sich jederzeit unverbindlich melden.
  • Tel.: 03631/6516283
  • E-Mail: hospiz-palliativberatungsdienst@seniorenwerk.de


Ivonne Stechardt-Lauer
Autor: isl

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