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Mi, 13:38 Uhr
19.08.2026
SWG vermietet Räume an die Hochschule

Neuer Treffpunkt am Kornmarkt

„Was passiert am Kornmarkt?“ Diese Frage steht momentan noch auf einem großen Plakat im Schaufenster des Ladengeschäfts am Kornmarkt 4 in Nordhausen. Jetzt gibt es eine Antwort: Die Hochschule Nordhausen ist neue Mieterin der Räume und richtet dort im Rahmen ihres Projekts WORT Nord einen Begegnungsraum ein...

Die Städtische Wohnungsbaugesellschaft mbH Nordhausen (SWG) freut sich über die neue Nutzung, nachdem im Frühjahr nach über 35 Jahren das Geschäft „Kays“ geschlossen wurde. „Der Kornmarkt ist eine 1-A-Lage mit hoher Passantenfrequenz. Wir freuen uns, dass die Hochschule hier jetzt präsent ist und damit ein ganz neues Angebot in der Innenstadt schafft. Gleichzeitig hoffen wir, dass dadurch mehr junge Menschen in die Innenstadt kommen“, sagt SWG-Geschäftsführerin Inge Klaan und ergänzt: „Hier entsteht eine neue Kontaktbörse für Studierende und Unternehmen. Die Fachkräftegewinnung bekommt von uns einen der prominentesten Plätze in der Stadt.“

Bild:
SWG-Mitarbeiterin Laura Gorges (2. v. l.) überbrachte Hochschulpräsident Jörg Wagner (Mitte) und Projektkoordinatorin Franziska Gutzeit Glückwünsche zur Eröffnung des Begegnungsraums. Auch Max Nottrodt Spannaus (rechts) und Chris Mertinat gehören zum WORT-Nord-Team. (Foto: SWG Nordhausen/S.Schedwill)

„Unsere Hochschule liegt knapp zwei Kilometer vom Stadtzentrum entfernt und wird deshalb nicht so wahrgenommen, wie wir uns das wünschen. Jetzt gehen wir mitten rein, um zu zeigen: Wir als Hochschule gehören zu Nordhausen“, ergänzt Hochschulpräsident Jörg Wagner.

Der neue Begegnungsraum richtet sich vor allem an internationale Studierende und Fachkräfte, steht aber allen Interessierten offen. Er soll Raum für Gespräche, Veranstaltungen und Vernetzung bieten. „Ab sofort ist der Treffpunkt dienstags, mittwochs und donnerstags von 9 bis 12 Uhr sowie von 13 bis 15.30 Uhr geöffnet“, sagt Projektmitarbeiter Chris Mertinat.

Max Nottrodt Spannaus spricht von einem neuen Ankerpunkt für Studierende mitten in der Stadt: „Neben verschiedenen Veranstaltungen soll hier auch Co-Working möglich sein, beispielsweise für diejenigen, die beim Schreiben der Bachelorarbeit einen Tapetenwechsel benötigen.“
In den kommenden Wochen wird der Raum weiter eingerichtet. „Wir geben dem Treffpunkt noch den letzten Feinschliff“, sagt Projektkoordinatorin Franziska Gutzeit. Neben neuen Möbeln soll der Treffpunkt auch von außen bald als neuer Ort am Kornmarkt erkennbar sein.

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Der Begegnungsraum ist Teil des Projekts WORT Nord der Hochschule Nordhausen. Gemeinsam mit dem Verein "interculture.de" sowie Partnern aus Wirtschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft unterstützt das Projekt internationale Studierende und Fachkräfte beim Ankommen in Nordthüringen und möchte dazu beitragen, dass sie in der Region bleiben. Laut Hochschulpräsident Wagner studieren zurzeit rund 700 ausländische junge Menschen in Nordhausen. „Zwischen 60 und 70 Prozent von ihnen wollen auch nach dem Studium in Nordhausen arbeiten“, sagt Wagner.

Wie genau der Treffpunkt künftig genutzt werden soll, möchte das Projekt gemeinsam mit den Nordhäusern entwickeln. Dazu lädt WORT Nord am heutigen Mittwoch von 16.30 bis 17.30 Uhr zu einer ersten Veranstaltung in die Räume am Kornmarkt 4 ein. Interessierte können Fragen stellen sowie eigene Ideen und Anregungen einbringen. Eine Ideenwerkstatt zur Planung künftiger Kreativ-Projekte ist für den 1. September geplant.

Das Projekt WORT Nord wird durch den Freistaat Thüringen aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus gefördert.
Die SWG vermietet rund 150 Gewerbeeinheiten und gehört damit zu den größten Anbietern von Gewerbeimmobilien in Nordhausen.



Über das Projekt
„WORT Nord – Weltoffene Region Thüringens: Talente binden, Zukunft sichern – für eine zukunftsfeste Region Nordthüringen“ ist ein Projekt der Hochschule Nordhausen, unterstützt durch die Expertise von interculture.de aus Jena. Es wird durch den Freistaat Thüringen im Rahmen der Fachkräfte- und Weiterbildungsrichtlinie aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+) mit einer Gesamtsumme von rund 2 Mio. Euro gefördert und läuft vom 1. November 2025 bis 31. Oktober 2028.
Autor: red

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Kommentare
Marino50
19.08.2026, 15:06 Uhr
Treffpunkt
Wieder Räume für ein normales Geschäft zum Einkaufen oder Bummeln weniger. Dafür eine Einrichtung mit der ein normaler Bürger nichts anfangen kann.
Super.
KSNDH
20.08.2026, 08:18 Uhr
Warum denn immer nur meckern?
@Marino50
Wer bitte ist der „normale“ Bürger?
Das Projekt soll ALLE Menschen in Nordthüringen, besonders in Nordhausen, anregen, zu überlegen, wie die ausgebildeten Studierenden in der Region langfristig integriert werden können - sowohl in den Arbeitsmarkt, als auch ins tägliche Leben. Das macht nämlich eine Stadt auch aus, dass die Bürgerinnen und Bürger gemeinsam an einem Strang ziehen und sich für die Stadtentwicklung einsetzen.
Läden zum Shoppen gibt es deswegen trotzdem noch genug in der Stadt, es stehen einige Ladenlokale leer. Außerdem ist die Hochschule Nordhausen ein wichtiger Anker in der Stadt und soll das auch langfristig bleiben. Da kann zusätzliche Präsenz definitiv nicht schaden.
Novize
22.08.2026, 16:08 Uhr
Schaufenster
Sollte das Projekt ein Schaufenster in die Region sein, dann spricht das Schaufenster des Ladens gegenwärtig Bände. Es wirkt absolut realistisch, d.h. wenig einladend, unprofessionell und provisorisch.
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