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Sa, 07:00 Uhr
29.08.2026
Am Wochenende ist "Bat Night"

Die Nacht der flatternden Jäger

Jetzt segeln sie wieder lautlos durch warme Sommernächte: Fledermäuse. Zur Internationalen "Batnight" am Samstag und Sonntag lädt der NABU dazu ein, die faszinierenden Flugkünstler aus der Nähe zu erleben...

Deutschlandweit gibt es rund 250 NABU-Veranstaltungen zur Batnight. NABU-Gruppen informieren über die Lebensweise, bieten Nachtwanderungen an und machen die hochfrequenten Rufe der Fledermäuse mit Bat-Detektoren hörbar. Dabei erfährt man auch, wie die Tiere geschützt werden können. Denn von den 25 in Deutschland lebenden Arten sind drei akut vom Aussterben bedroht. Vier Arten gelten als stark gefährdet und weitere drei als gefährdet. Dabei sind sie so wichtig für unsere Ökosysteme, da sie Insektenpopulationen regulieren. „Mit der Batnight wollen wir auf die Situation der Tiere aufmerksam machen. Sie leiden darunter, dass es immer weniger Insekten und geeignete Quartiere für sie gibt“, so NABU-Pressesprecherin Silvia Teich. „Aber natürlich geht es genauso darum, die spannenden Flugsäugetiere zu erleben.“ Dafür stehen die Chancen im Spätsommer besonders gut, da die Jungtiere bereits selbstständig jagen und viele Arten mit der Suche nach einem Winterquartier beginnen.

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Dazu eignet sich ein warmer Sommerabend auf dem Balkon, im Garten, Hinterhof oder Park. Sobald es dämmrig wird, geht es los. Die Frühaufsteher unter den Fledermäusen sind die Großen Abendsegler. Sie tauchen kurz nach Sonnenuntergang auf. Wenig später folgen die Zwergfledermäuse. Die anderen Arten flattern erst los, wenn es dunkel ist und sind dann kaum zu sehen. „Um die Tiere trotzdem beobachten zu können, kann man den Lichtschein von Straßenlampen und Gebäudestrahlern nutzen“, so Teich. „Fledermäuse fliegen in die Lichtkegel, weil es dort etwas zu fressen gibt. Ihre Beute sind unter anderem Nachtfalter, Schnaken und Mücken. Diese verirren sich oft im Schein von Lichtquellen.“

Um die Flugmanöver der Fledermäuse sichtbar zu machen, kann man auch starke Handscheinwerfer nutzen, die mit einer Rotlichtfolie gedämpft werden sollten. Das funktioniert an einem Teich oder See besonders gut. Wasserfledermäuse jagen meist knapp über der Wasseroberfläche und lassen sich so mit dem Scheinwerferlicht leicht verfolgen.

„Bei einer Fledermausführung mit dem örtlichen NABU werden oft Bat-Detektoren verwendet, um die hochfrequenten Ortungslaute der Tiere für menschliche Ohren hörbar zu machen“, sagt Teich. „Mit den Geräten kann man kann sogar hören, wie die Beute geortet und gefangen wird.“

Am frühen Morgen, kurz vor Beginn der Morgendämmerung kehren die Fledermäuse in ihr Quartier zurück. Das können Dachböden, Keller, Scheunen oder Schuppen sein. Bevor sie einfliegen, „schwärmen“ sie um die Einflugöffnung. Teich: „Wer bis dahin durchhält, kann Dutzende Fledermäuse gleichzeitig beobachten – ein faszinierendes Schauspiel.“

Damit Fledermäuses bessere Lebensbedingungen haben, sollte man seinen Garten fledermausfreundlich gestalten, damit es mehr Insekten als Nahrung für sie gibt, also nektarreiche, nachtblühende Pflanzen setzen, giftfrei gärtnern, einen Teich anlegen und alte Obstbäume stehen lassen. Fledermauskästen aus dem Fachhandel bieten zusätzliche Quartiere. Sie können auch selbst gebaut werden. Der NABU dazu bietet eine Bauanleitung an.

Veranstaltet wird die „International Batnight“ von Eurobats, dem Europäischen Büro für Fledermausschutz. Sie findet in über 30 Ländern weltweit statt – in diesem Jahr bereits zum 30. Mal. In Deutschland wird sie vom NABU organisiert.
Autor: red

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