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Sa, 11:39 Uhr
29.08.2026
MIT DEN LANDSENIOREN NACH GREIZ UND UMGEBUNG

Erlebt auf einer Tagestour

Der Hut ist ihr Markenzeichen. Ohne ihn keine Stadtführung. Markant ihre Stimme, jeder Satz abgewogen, klar und verständlich, Aufmerksamkeit erweckend. Almut Kaul ist Stadtführerin in Greiz...

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Reiseleiterin Almut Kaul, die Frau mit Hut, informierte ausführlich über das beeindruckende Bauwerk Göltzschtalbrücke. (Foto: Rosalinde Frank)

Nordhausen/Greiz. Bei einer Tagestour durch Greiz und Umgebung lernten wir dieser Tage die kleine, zierlich wirkende Frau kennen. Seit 37 Jahren sei sie schon Stadtführerin, verriet sie in einem Gespräch mit dem Autor. Sie habe sich selbst viel angelesen, ihr Wissen erweitert, auch heute noch. Almut, die Hut-Frau, ist ein lebendes Geschichtsbuch. Klar, deutlich, pointiert, verknüpfte sie kenntnisreich Geschichte und Gegenwart.

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Lauscht man ihren Worten, reift die Erkenntnis: Almut Kaul ist mit Leib und Seele Gästeführerin. Ihr gelingt, was ihr Herzensangelegenheit sei – anschaulich ihren Gästen Stadtgeschichte, beliebte Orte und Plätze, die wunderbaren Details der Architektur aus verschiedenen Kunstepochen und die vielseitige vogtländische Landschaft zu zeigen und zu erklären.

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Sehenswert der Kuhbergturm, zu dessen Füßen Modellbahnen ihre Runden drehen. (Foto: R. Frank)
Von Wäldern umgeben, ging es bergauf und bergab durch eine anmutige Landschaft, auf der sich Ortschaft an Ortschaft alle zwei Kilometer reiht. Den Applaus der Landseniorinnen und -senioren aus Nordhausen für ihre bildhaften Erläuterungen hatte sich Almut Kaul redlich verdient.

Hinein in die Gaststätte Kuhbergbaude, sich auf der höchsten Erhebung im nördlichen Vogtland befindend. Flotte Bedienung, sehr gutes Essen. Gut auch der Preis und vor allem die Portionen, die manchen verzweifeln, Kloß, Kartoffeln und Fleisch zurückgehen ließen. Essen nach Karte mit Tagesangebot wäre womöglich angebrachter und könnte Teller restlos leeren.

Im Blick nebenan der Kuhbergturm. Beeindruckend: 21 Meter ragt er in die Höhe. Zu seinen Füßen drehen zwei große Gartenmodellbahnen ihre Runden, die, nebst einem Modell der Göltzschtalbrücke, in ihren Bann ziehen.

Im Tagesablauf hätten sich schon die Organisatoren der Tagestour ihr Lob verdient. Doch sie setzten noch einen Punkt in Gestalt des Bauernmuseums in Nitschareuth, wo man sich Kaffee und Kuchen schmecken ließ und einen Einblick in den bäuerlichen Alltag der vergangenen 200 Jahre erhalten konnte.

Modellbahnen am Fuße des Kuhbergturms
Schnell noch ein kleiner Halt zur letzten Toilettenpause auf der Zielgeraden Richtung Nordhausen. Es folgte ein ungewollter Zwischenstopp. Der Bus tröpfelte, verlor Kühlwasser. Fahrer Jochen Keitel behalf sich redlich mit einem „Notverband“, informierte aber schon mal Bruder Steffen um einen Ersatzbus. Voran bis zur Querfurter Platte, wo der Umstieg in den Bus mit Steffen Keitel erfolgt.

Der Vorstand der Landseniorenvereinigung Nordhausen hatte Steffens 60. Geburtstag nicht vergessen. Vereinsvorsitzender Manfred Birkefeld überbrachte Glückwünsche und Geschenk. Zwar verspätet, aber rundum zufrieden endete der Tagesausflug.

Am 4. September geht es wieder auf Tour. Diesmal für mehrere Tage in das Münsterland. Egal, ob mit Jochen, Steffen oder Uwe Keitel am Steuer – mit der Firma Keitel aus Hainrode sind die Landsenioren seit vielen Jahren in den besten Händen.
Kurt Frank
Autor: psg

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