Brandbekämpfung, Menschenrettung und technische Hilfeleistung: Bei einer Großübung auf dem Gelände der EVN-Biomethananlage in Bielen stellten die Jugendfeuerwehren der Stadt Nordhausen heute ihr Können unter Beweis. Eine Spende der Energieversorgung Nordhausen sorgte für eine zusätzliche Überraschung...
Großübung der Jugendfeuerwehr in Bielen (Foto: ykh)
Auf dem Gelände der EVN-Biomethananlage in Bielen wurde es heute ernst – zumindest im Rahmen einer umfangreichen Übung. Rund 80 Kinder und Jugendliche sowie etwa 30 Betreuer aus neun Jugendfeuerwehren der Stadt Nordhausen nahmen an der gemeinsamen Großübung teil.
Beteiligt waren die Jugendfeuerwehren Nordhausen-Mitte, Sundhausen, Bielen, Hesserode, Herreden, Steinbrücken, Stempeda, Buchholz und Steigerthal. An mehreren Einsatzstellen erwarteten die Nachwuchsbrandschützer anspruchsvolle und abwechslungsreiche Aufgaben.
Vom Gebäudebrand bis zur eingeklemmten Person
Ein Teil der Übung bestand in der Bekämpfung eines angenommenen Gebäudebrandes. Dabei mussten die Jugendlichen eine Wasserversorgung aufbauen, Löschangriffe vornehmen und durch eine sogenannte "Riegelstellung" benachbarte Bereiche kühlen und vor einer Ausbreitung des Feuers schützen.
Besonderes Geschick erforderte die Rettung einer vermissten Person aus einer Grube. Mithilfe von Steckleiterteilen errichteten die Jugendlichen eine schiefe Ebene. Über diese Konstruktion konnte die Person, gesichert in einer Schleifkorbtrage, aus der Vertiefung gerettet werden.
Auch ein Szenario aus dem Bereich der technischen Hilfeleistung musste bewältigt werden: Angenommen wurde, dass ein Pkw eine Person erfasst hatte, die anschließend unter dem Fahrzeug eingeklemmt war. Um sie möglichst schonend befreien zu können, hoben die Nachwuchskräfte das Fahrzeug mit Hebekissen an.
Wissen anwenden und Zusammenarbeit stärken
Ziel der Großübung war es, den Ausbildungsstand der jungen Feuerwehrangehörigen zu überprüfen und ihr vorhandenes Wissen durch praktische Erfahrungen zu erweitern. Gleichzeitig standen der Spaß an der Feuerwehrarbeit und die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Jugendfeuerwehren im Mittelpunkt.
Organisiert und geleitet wurde die Übung von Stefan Schönemann. Er ist seit Kurzem auch als stellvertretender Jugendwart tätig und für die Öffentlichkeitsarbeit der Stadtjugendfeuerwehren verantwortlich. Die Gesamtverantwortung lag bei Stadtjugendfeuerwehrwart Dieter Wenzel, der die Übung begleitete, Teilnehmer zu Beginn begrüßte und nach Abschluss der Übung verabschiedete. Zeitgleich nutzte er auch die Gelegenheit, da er die Position dieses Jahr niederlegen wird, Paula Gunkel als seine Nachfolgerin und zukünftige Stadtjugendfeuerwehrwartin vorzustellen.
500 Euro für die Nachwuchsarbeit
Für eine besondere Überraschung sorgte der Besuch von Jana Zöller, Geschäftsführerin der Energieversorgung Nordhausen. Sie überreichte Stadtjugendfeuerwehrwart Dieter Wenzel einen Spendenscheck in Höhe von 500 Euro. Mit der Spende unterstützt das Unternehmen die Arbeit der Stadtjugendfeuerwehren und die Gewinnung des dringend benötigten Feuerwehrnachwuchses.
Darüber hinaus stellte die EVN für alle Teilnehmer die Getränke bereit und ermöglichte durch die Bereitstellung des Geländes die realitätsnahe Durchführung der Großübung.
Ein weiterer Dank gilt dem Unternehmen Van Asten. Es stellte kurzfristig und unkompliziert ein Wasserfass zur Verfügung, sodass während der gesamten Übung ausreichend Löschwasser vorgehalten werden konnte.
Nach einem ereignisreichen Übungstag zogen die Verantwortlichen ein positives Fazit: Die jungen Feuerwehrangehörigen meisterten die gestellten Aufgaben mit Teamgeist, Engagement und viel Freude. Zugleich zeigte die Großübung, wie wichtig eine frühzeitige und praxisnahe Nachwuchsarbeit für die Zukunft der Freiwilligen Feuerwehren ist.
Wäre doch ein Besuch und ein Lob an die Beteiligten vom Bürgermeister, Landrat oder deren Stellvertretung Pflicht. Außer dem lobenswerten Besuch von Frau Zöllner erkenne ich aber niemanden der Stadt - und Kreisoberen. Die Kinder und Feuerwehrleute hätten mehr Anerkennung verdient.