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Mo, 11:41 Uhr
31.08.2026
Oberschule Ellrich lud zum Stadtjubiläum ein

Fest der Sprachen und Kulturen

Sagen aus dem Harz treffen auf Geschichten und Traditionen aus anderen Teilen der Welt: Mit ihrem „Fest der Sprachen und Kulturen" zeigt die Oberschule Ellrich am Donnerstag, wie vielfältig ihre Schulgemeinschaft ist.

Bild: Fest der Sprachen und Kulturen
Fest der Sprachen und Kulturen (Foto: Tania Stengl/Christiane Schulze)


Von 11 bis 16 Uhr verwandeln Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit ihren Lehrkräften sowohl die St.-Johannis-Kirche als auch den Ellricher Marktplatz in einen Ort der Begegnung. Das Fest ist Teil der Jubiläumswoche zum 1150-jährigen Bestehen Ellrichs. Bereits am 25. und 26. August hatten die Schülerinnen und Schüler der Oberschule Ellrich in klassenübergreifenden Workshops intensiv an ihren Beiträgen gearbeitet. Dabei verbanden sie Themen aus dem Harz und der Region mit Sagen, Traditionen und kulturellen Besonderheiten aus verschiedenen Ländern.

So wurde die Sage von der Rosstrappe nicht nur aufgeführt, sondern auch als Modell nachgestellt. Zu Walpurgis gehörte ein Hexentanz, das Nibelungenlied wurde szenisch inszeniert und die Ellricher Sage vom „Säuferkönig" als Gedicht präsentiert. Die alten Ellricher „Bettelfanier" traten auf Ellricher Platt auf und brachten damit ein Stück lokaler Sprach- und Kulturgeschichte auf die Bühne.

Auch internationale Themen fanden ihren Platz: Rumänien beschäftigte sich mit der Dracula-Sage, ein persisches Epos wurde als Gedicht erzählt und durch einen türkischen Tanz ergänzt, aus der Ukraine wurde traditionelle Stickarbeit gezeigt und der USA-Beitrag bestand unter anderem aus einer englischsprachigen Rede.

Auch an den Ständen in und um die St.-Johannis-Kirche konnten die Besucherinnen und Besucher die Vielfalt unmittelbar erleben. Sportarten aus aller Welt luden zum Ausprobieren ein, bei den „Kräuterhexen" konnten Kräuterlimo und Kräutersalz verkostet werden. Am Stand zur Harzer Esoterik wurden den Gästen unter anderem Pendeln, Tarot und Zukunftsvorhersage angeboten. Zugleich vermittelten die Schülerinnen und Schüler zahlreiche Informationen zum Geopark Harz und zum Bergbau.

Auch die Sage der Baumannshöhle wurde anschaulich umgesetzt und mit szenisch gestalteten 3D-Modellen nachgebaut. Kulinarisch führten weitere Stände nach Frankreich, Syrien, in die Türkei, den Iran und den Irak, wo landestypische Köstlichkeiten probiert werden konnten. So wurde aus den Workshop-Ergebnissen ein lebendiges Fest, das regionale Traditionen und internationale Kultur miteinander verband und Raum für Begegnung, Austausch und gemeinsames Entdecken schuf.

Damit verbindet die Schule den Blick auf die eigene Heimat mit dem Blick in die Welt. Der Harz mit seinen Sagen, Höhlen und seiner Bergbaugeschichte bietet dafür ebenso viele Anknüpfungspunkte wie die kulturellen Traditionen der verschiedenen Herkunftsländer unserer Schülerinnen und Schüler. Vielfalt wird dabei nicht als etwas Trennendes, sondern als Bereicherung verstanden.

Das Motto könnte deshalb kaum besser lauten: Die Schule ist bunt. Bunt durch unterschiedliche Sprachen, Herkunftsgeschichten, Interessen und Begabungen. Wer gemeinsam einen Tanz einstudiert, eine Sage aufführt oder einen Stand gestaltet, muss einander zuhören, Verantwortung übernehmen und zusammenarbeiten. So wird Vielfalt praktisch gelebt – und Gemeinschaft wächst.

Großzügig gefördert über das Bundesprogramm „Demokratie leben!" unter Beantragung der Caritas sowie finanziell unterstützt über das Sponsoring der Sparkasse Ellrich und des Gipswerks CASEA konnte diese Veranstaltung erst realisiert werden. Ein besonderer Dank gilt darüber hinaus dem Schulförderverein Oberschule Ellrich, Spenle, der Total Tankstelle Ellrich, dem Pflegedienst Katrin Kurz, dem Cafe Nikolai, Fliesen-Platten-Mosaiklegermeister Andreas Gebhardt, dem Seniorenwerk Asternhof, dem Groschenmarkt sowie Tintenklecks Nordhausen.

So wurde das Fest der Sprachen und Kulturen zu einem passenden Beitrag zum Stadtjubiläum: Es verbindet die Geschichte Ellrichs mit der Gegenwart einer vielfältigen Schulgemeinschaft – und zeigt, dass aus vielen unterschiedlichen Geschichten eine gemeinsame werden kann.
Autor: emw

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