Mit dem Sommer neigt sich auch die Badesaison ihrem Ende entgegen, bei den SUP-Piraten am Sundhäuser See ist aber noch nicht Schluss, im Gegenteil, der Höhepunkt des Jahres steht erst noch bevor. Der Südharzer SupCup richtet sich dieses mal vor allem an Hobby- und Freizeitsportler und hat bereits eine unerwartete Hürde nehmen müssen...
Beim Südharzer SupCup 2026 wird man sich auch auf dem extra großen Brett Rennen liefern können (Foto: SUP Piraten Nordhausen)
Am Kiesschacht wird es langsam frisch und wer nicht gleich Eisbaden will, wird dem Wasser wohl demnächst eher fernbleiben. Derlei Gedanken muss man bei den SUP-Piraten nicht hegen, schließlich findet der Sport der Steh-Paddler im Idealfall auf und nicht im Wasser statt. Auch wenn der Herbst mit kühlerem Wetter seine Ankunft erahnen lässt, ist auf dem Sundhäuser See unter der Woche also noch so einiges los - die Piraten trainieren fleißig weiter und bereiten sich auf den großen Wettkampf vor.
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Der findet in knapp zwei Wochen am 13. September am Scheunenhof-Ufer statt. Wir begrüßen in diesem Jahr nicht mehr die Weltelite sondern freuen uns auf viele Freizeit Supsportler, es soll ein Wettkampf für Jedermann und jede Altersstufe werden, sagt Chefpiratin Susanne Ritscher.
Sabotage auf See
Mit Auf die Bretter, fertig, los ist es allerdings nicht getan, der kleine Verein hat in der Vorbereitung einiges zu stemmen und stößt dabei auf unerwartete Hindernisse. So hat man schon vor Wochen damit begonnen, die nötigen Bojen für Training und Wettkampf zu setzen, berichtet Ritscher, mit viel Mühe ohne Taucher und Boot. Und dann waren die Schwimmkörper mit einem Mal weg. Einige Bojen wurden gekappt und sind spurlos verschwunden. Wir haben einen Aufruf zur Mithilfe gestartet, die Verursacher haben wir aber bisher nicht finden können.
Außerdem sei man ständig bemüht, den Sundhäuser See von schwimmenden Gegenständen und Müll zu reinigen. Das gehört leider zur Tagesordnung. Mülltüten oder Grillutensilien werden an den einschlägigen Badestellen stehen und liegen gelassen und gelangen durch Wind und Tiere am Ende ins Wasser. Schön ist das für niemanden. Wir sind so froh, so ein tolles Übungsrevier zum Paddeln und Schwimmen für jedermann zu haben und nutzen zu können, obwohl es sich um Privatgelände handelt. Die Wasserqualität ist einfach fantastisch und wir wünschen uns, dass das so bleibt, am besten ohne Sabotage und Müll, sagt Ritscher.
Unbeirrt dem Ziel entgegen
Was ein echter Pirat ist, denn ficht ein Rückschlag hier und da nicht an, den Südharzer SupCup hat man trotz Bojen-Diebstahl weiter im Blick. Es gibt auch noch gute Menschen, die größten Dank verdienen. Wir haben am See ein paar Taucher gefunden, die uns mit der Anbringung neuer Bojen unter Wasser tatkräftig helfen konnten, sodass dem Wettkampf aus dieser Richtung nichts mehr im Weg steht, kann Ritscher weiter berichten.
Angekommen im Breitensport: auf dem Sundhäuser See konnten die Nordhäuser Sportlehrer und Trainer Susanne Ritscher und Christoph Oels mehrere Thüringer Kollegen begrüßen (Foto: SUP Piraten Nordhausen)
Auch über Wasser ist man weiter auf Kurs, die vergangenen Wochen hatte man Probetrainings und Schnupperkurse angeboten, die gut angenommen wurden, so die SUP-Trainerin und auch die Kollegen Sportlehrer hat Susanne Ritscher zusammen mit Christoph Oels jüngst auf die Bretter schicken können. 18 Sportlehrer aus ganz Thüringen haben bei uns eine zweitägige Weiterbildung mit Abschlusszertifikat für Standup Paddling in der Schule absolvieren dürfen. Wir wurden als Dozenten schon zu Beginn des Jahres angefragt, auf diesem Gebiet eine theoretische und praktische Ausbildung zu ermöglichen und für uns ist es natürlich schön zu sehen, dass wir offenbar im Kinder- und Breitensport ankommen, sagt Rischer, die selber am Humboldt-Gymnasium Sport unterrichtet.
Der Südharzer SupCup
Reichlich begeisterte Teilnehmer auf dem Sundhäuser Gewässer, resümiert Ritscher, nun bleibe zu hoffen, dass recht viele Sportlerinnen und Sportler auch aktiv am SupCup teilnehmen.
Mehrere Distanzen stehen auf dem Programm: die Kurzstrecke mit einem Kilometer für Kinder bis 12 Jahre, sowie zwei und vier Kilometer Rennen für alle weiteren Altersklassen. Auf der Langstrecke werden zudem die Thüringer Meister gekürt. In diesem Jahr ist die Anmeldung online via E-Mail an supcup.anmeldung2026@t-online.de bereits möglich, am Wettkampftag kann man sich von 8.30 bis 10.00 Uhr registrieren. Wer ein Board benötigt kann sich die Ausrüstung für 5,- Euro beim Verein leihen, die Startgebühr beträgt für Kinder ebenfalls 5,- und für Erwachsene 10,- Euro. Natürlich kann auch das eigene Brett mitgebracht und genutzt werden.
Höhepunkt ist das Teamrennen auf dem XXL Board. Dazu eingeladen sind Firmen, Familien, Schüler- und Trainingsgruppen sowie Vereine. Da sollte man einfach mal mitmachen. Die Strecke ist mit 100 Meter kurz und die Sache macht einfach Spaß. Und wer im Vorfeld noch einmal üben möchte, kann sich gerne bei uns melden, sagt Ritscher. Am Wettkampftag beträgt die Startgebühr für das Teamrennen ebenfalls 10,- Euro pro Person, bis zu sechs Erwachsene passen auf das Brett, bei Kindern dürfen es auch acht Paddler sein, eine Mischung aus Erwachsenen und Kindern ist ebenfalls möglich.
Im Vordergrund steht Spaß und sportliche Begeisterung für unseren Wassersport. Wir wollen etwas für die Region schaffen, Gemeinschaft stärken und Jung und Alt begeistern ob beim Paddeln, Fitness oder Yoga auf dem Board, schließt Ritscher. Tipps für Paddel- und Wendetechniken geben die SUP-Piraten nach vorheriger Anmeldung jeweils Dienstags und Freitags um 18.00 Uhr. Mehr zum SupCup und den Piraten gibt es im Internet auf der Homepage und bei Instagramm. Angelo Glashagel