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Do, 15:00 Uhr
03.09.2026
Eine gute Nachricht

So schön kann Schule sein

Im alltäglich steten Nachrichtenstrom sind gute Meldungen dieser Tage rar gesät. In Ilfeld kann man da heute eine Ausnahme machen, die neu gebaute Grundschule wurde am Vormittag offiziell eröffnet und das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen…

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In Ilfeld wurde die neue Grundschule heute offziell eingeweiht (Foto: agl)

Die Räume sind hoch, weit und modern eingerichtet, das allgegenwärtige Holz verbreitet Wärme, Tageslicht flutet die Schule von allen Seiten, der Blick geht direkt auf das Stadtgrün oder alte Klostermauern, hinterm Zaun plätschert die Beere vor sich hin und ab und an rauscht eine Bahn vorbei - seit wenigen Wochen ist das für die Ilfelder Grundschüler Alltag.
Um den knapp 80 Kindern und ihren Lehrern etwas Zeit zum eingewöhnen zu geben, wurde die offizielle Eröffnung nicht direkt auf den Beginn des neuen Schuljahres gelegt, sondern fand erst heute statt. Im Beisein zahlreicher Gäste wurde das neue Haus in bestem Licht präsentiert.

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Den Grundstein hatte man im Mai vergangenen Jahres gelegt, mit etwas über einem Jahr Bauzeit ging es danach flott voran. „Alle waren sehr fleißig und wir hier alle miteinander etwas wirklich Gutes hinbekommen“, lobte Landrat Matthias Jendricke. Das man eine Schule von Grund auf neu bauen konnte sei etwas Besonderes und könne als Modell für den Rest Thüringens dienen. Das war letztlich auch der Urgedanke hinter dem Neubau aus heimischen Holz, den man in Kooperation mit dem Kyffhäuserkreis auf den Weg gebracht hatte. Ein Schwesterbau der Ilfelder Schule entstand parallel in Bendeleben.

Das nötige Kleingeld, für den Nordhäuser Neubau immerhin rund 4,5 Millionen Euro, kam zu großen Teilen vom Thüringer Freistaat, der mit Infrastrukturminister Steffen Schütz heute ebenfalls prominent vertreten war. Der BSW Politiker sprach mit einem Seitenblick auf die Erwachsenene im Raum vom „schönsten Termin“ der Woche, kennt das Haus bereits und war froh, auch heute wieder die vorbereite Rede zur Seite legen und sich direkt an die Kinder wenden zu können.

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Wie schon bei seinem ersten Besuch brauchte Minister Steffen Schütz heute keine langen Reden halten (Foto: agl)
Mehr Schulen wie diese müsse man bauen können, um Raum für Spaß im Leben und Lernen zu schaffen, meinte der Minister. Damit das klappt müsse man zusammenarbeiten, dann komme man auch gut voran. Das gelte in der Schulklasse genauso wie im fernen Brüssel und in der Erfurter Politik. „Ich wünsche euch, dass ihr euch hier ausprobieren könnt, euch auch einmal verlauft und dabei neues entdeckt und tolle Ideen habt“, sagte Schütz an die Kinder gewandt, die kurz darauf mit zwei flotten Liedern und einem kleinen Theaterstück rund um die neue Schule und die Nähe zur Natur glänzen konnten.

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Ein Gedicht der Schulleitung, zwei flotte Lieder und eine kleine Geschichte zu Mensch und Tier in Wald und Wasser bot die Schule zur Eröffnung dar (Foto: agl)

Froh und glücklich über den Neubau ist man auch im Landratsamt, ein paar Handschläge seien noch zu machen, sagte Landrat Jendricke, man sei aber schon nah dran an „Perfekt“. Neben dem Schulgarten steht noch ein Bauzaun, für die Turnhalle greift man fürs Erste weiter auf die alten Anlagen zurück und über den Schulhof rollen noch die Bagger. Letztere sollen bald verschwinden, über die Herbstferien soll der große Platz auf dem Gelände des einstigen Klosters fertig werden. Und nachhaltig ging es nicht nur beim Baustoff sondern auch bei Energiegewinnung und Wärme zu, ist am Rande zu erfahren. Mit Fußbodenheizung, Wärmepumpe und Solar auf dem Dach werde die Ilfelder Schule wahrscheinlich die niedrigsten Nebenkosten im Kreis haben. Zum Einzug gab es ein paar technische Tücken zu bewältigen, lässt die Schulleitung in Versform wissen, heute aber sollte Dankbarkeit den Weg bestimmen, nicht Schwierigkeit und kleinere Kinderkrankheiten sind in ganz neuen Gebäuden auch keine Seltenheit.

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Der neue Schulhof lässt noch etwas auf sich warten, rund um die alten Klostermauern muss noch ein wenig gearbeitet werden, ehe man hier sorgenfrei und sicher spielen kann (Foto: agl)

Also: glückliche Freuden allenthalben, dazu eine Bratwurst, Eis und noch etwas Zeit zum toben, ehe es weiter geht im Lehrstoff. Ein kurzer Moment der genossen werden darf, schließlich kommen derlei rundum gute Nachrichten nur allzu selten vor.
Angelo Glashagel
Autor: red

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Kommentare
Pitagyros
03.09.2026, 16:23 Uhr
Vorfreude
Dann freuen wir uns jetzt mit den Hohensteinern über den baldigen Baustart ihrer Grundschule, die der Landrat 2021 fest zugesagt hat.
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