Mit dem Wetter hatten der "SUP Cup" am Sundhäuser See gestern nicht das größte Glück, doch wer auf dem Wasser um die Wette fährt, den werden ein paar Tropfen von oben nicht stören und so fanden sich gestern denn auch eine ganze Menge Paddelsportler am Kiesteich ein...
SUP Cup am Sundhäuser See (Foto: agl)
Insgesamt 99 Teilnehmer zählte man am Ende, nicht ganz der Rekord für den Wettkampf, aber mehr als manches der Spitzensport-Events am See in der Vergangenheit zusammen brachte. Trotz Regen und ein wenig widriger Bedingungen ein tolles Ergebnis, freute sich Susanne Ritscher von den SUP-Piraten. Für den kleinen Verein war der diesjährige Wettkampf auch ein Premiere - ein kleineres Jedermann-Rennen sollte es werden, ohne die Beteiligung des europaweiten Spitzensports.
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Mit dem ersten Startschuss am Sonntagmorgen fanden sich schon eine Reihe jüngere Sportlerinnen und Sportler, die sich auf Brett und Wasser wagten, überraschend war aber, dass sich für das eher spaßig gedachte Team-Rennen auf dem extra großen Paddelbrett gleich zehn Mannschaften fanden. Vier mit Kindern besetzte und sechs "große" Teams paddelten gemeinsam um die beste Zeit. "Das hat am Ende noch einmal richtig für Stimmung gesorgt und war für manche fast schon ein Familienwettkampf. Ich denke, wenn man das jetzt einmal so erlebt hat, dann weckt das bei dem einen oder anderen Zuschauer auch die Lust, im nächsten Jahr selber mit auf's Wasser zu gehen und die Sache kann weiter wachsen", meint Ritscher.
Die Rennergebnisse
Unter anderem gingen Teams der Freiwilligen Feuerwehr Sundhausen (Männer und Frauen), der "Pflegedienst Hund"‚ das Injoy Fitnessstudio, Schülerinnen und Schüler des Humboldt-Gymnasiums, die Praxis Toth und die Gastgeber selbst auf die großen Bretter.
Südharzer "Sup Cup Meister" sowie auch Sieger im 4-Kilometer Jedermann Rennen wurde John Becker, Schüler des Humboldt Gymnasium und schon seit einigen Jahren "Pirat". Er kam nach 25:08 Minuten ins Ziel gepaddelt, dicht gefolgt von Yves Dietrich, 63 Jahre jung, der in 25:31 brauchte um die Strecke zu absolvieren. Neu auf dem Gebiet und trotzdem an der Spitze dran war Steffen König, der mit 26:55 Minuten den dritten Platz für die Berufsfeuerwehr einfuhr. Ganz allein auf weiter Flur aber mit überragend guter Leistung ging Andrea Körner für die Damen an den Start und schaffte es unter 30 Minuten bei den Männern mitzuhalten.
Das 2-Kilometer-Rennen für den Nachwuchs ging bei den Damen ebenfalls an eine "Piratin": Rike Oels schaffte den Sieg locker in einer Rekordzeit von 16:30 Minuten und satten drei Minuten Vorsprung vor der zweitplatzierten Maja Rißmann, ebenfalls "SUP-Piratin". Der dritte Platz auf dem Treppchen ging an Helene Jendricke vom Humboldt-Gymnasium, die in 21:49 Minuten über den See kam.
Bei den jungen Herren machte Till Glashagel mit einer unglaublichen Zeit von 18:20 Minuten das Rennen, der Humboldtjaner Maximilian Schatzholte sich knapp dahinter mit 18:25 Platz Zwei. Bronze ging an Janis Leder, Sup- Pirat und auch Humboldt-Schüler, der nach 22:47 Minuten im Ziel war.
Bei der 2-Kilometer Strecke für Erwachsene gewann Leon Schmidt, seine Schwester Milena kämpfte als Newcomerin unter den Piraten erfolgreich auf der gleichen Distanz unter den Jüngeren. Über einen Kilometer machte das Rennen Laurenz Zorn (9 Jahre und Pirat), Platz zwei ging an Fritz Witte (8 Jahre, Pirat) und bei den Mädchen holten Anna Schille, Jacob Emely und Emilia Ivanov die ersten Plätze, alle drei besuchen das Humboldt Gymnasium. Die enge Bindung an das Gymnasium schlug sich auch weiteren Teilnehmerfeld nieder; auch Pauline Wenzel, Frieda Anders, Caroline Becker, Mia Röder, Liana Skara, Nora Wolf, Laura Marie Fense, Charlotte Raap, Larissa Klein, Alexej Yarowenka, Johann Weiß und Eric Nebelung hielten die Paddel für Humboldt hoch.
Und das ganz im Sinne des olympischen Gedankens, meint Sportlehrerin Susann Ritscher: "Eigentlich gehen heute alle Kinder für uns als Sieger vom See. Die Streckenlänge war anspruchsvoll und es ging nicht nur um Punkte und Plätze, sondern auch um den Durchhaltewillen. Es können alle auf ihre Leistungen stolz sein, gerade bei dem Wetter und auch wir freuen uns, dass uns trotz des Regens so viele an den See gefolgt sind am Wettkampf teilgenommen oder die Sportler vom Ufer aus angefeuert haben." Ein besonderer Dank gilt auch den Sponsoren des Wettkampfs, der WBG Südharz, der Nordhäuser Energieversorgung EVN, der Sparkasse und der Marktpassage für die stete Unterstützung.
Ein paar Lehren hat man aus der Premiere schon gezogen, im nächsten Jahr soll die Distanz für das Jedermann-Rennen ein wenig reduziert werden, um so vielleicht noch ein paar begeisterte SUP-Sportler oder solche, die es noch werden wollen, für den Wettkampf auf dem Wasser zu gewinnen. Angelo Glashagel