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Di, 13:39 Uhr
15.09.2026
Deutschlands Rad-Nachwuchselite zu Gast in Nordhausen

Rund um Nordhausen - eine Nachlese

Spannende Rennen, eine anspruchsvolle Strecke und Nachwuchsfahrer aus ganz Deutschland: Die Premiere von „Rund um Nordhausen“ am 13. September wurde zu einem gelungenen Radsporttag für die gesamte Region.

Bild: Rund um Nordhausen - Deutschlands Rad-Nachwuchselite zu Gast in Nordhausen
Rund um Nordhausen - Deutschlands Rad-Nachwuchselite zu Gast in Nordhausen (Foto: Christoph Keil)
Was vor vielen Monaten mit einer Idee begann, wurde am Sonntag Realität. Bei „Rund um Nordhausen“ trafen sich junge Spitzenfahrerinnen und Spitzenfahrer aus ganz Deutschland. Mit der U17-Bundessichtung war Nordhausen erstmals Schauplatz eines nationalen Nachwuchsrennens von German Cycling.

Auf dem 16,8 Kilometer langen Rundkurs vom EVN-Gelände über Herreden, Hochstedt, Kleinwechsungen und Hesserode zurück nach Nordhausen wurde den Sportlern einiges abverlangt. Besonders erfreulich: Trotz des hohen Tempos und der großen Fahrerfelder blieb der gesamte Renntag ohne größeren Sturz.

Wie hoch das sportliche Niveau war, zeigte vor allem die männliche U17 über 84 Kilometer. Henrik Huber vom RSV Hofweier gewann mit einem Schnitt von mehr als 43 km/h vor Anton Paul und Benno Ullrich. Der Nordhäuser Raphael Mund belegte Platz 36 und erreichte das Ziel mit dem großen Hauptfeld – nur 1:45 Minuten hinter dem Sieger.

Auch bei den Mädchen gab es aus Nordhäuser Sicht Grund zur Freude. Marla Mund wurde im U17-Rennen Zehnte und es fehlten nach 67,2 Kilometern gerade einmal drei Sekunden auf Siegerin Josefine Wendel vom RSV Unna. Auf den Plätzen zwei und drei folgten Viola Scharpey vom RSV Rheinzabern und Kea Hammerl vom SSV Gera 1990.

Auch die jüngeren Altersklassen boten starken Radsport. In der U15 gewannen Leopold Alexander Bardell und Theresa Mühlhaus, die Siege in der U13 gingen an Florin Du Pin und Mila Luise Göhring.

Viel positive Resonanz gab es auch für die Strecke, die Organisation und die besonderen Preise. Neben den eigens gefertigten Medaillen erhielten die Sieger unter anderem die Steiff-Bären im „Rund um Nordhausen“-Trikot. Ein wichtiges Zeichen setzte die Veranstaltung zudem bei der Gleichberechtigung: Die Preisgelder für die weiblichen und männlichen Klassen wurden angeglichen.

Dass ein Radrennen dieser Größenordnung funktionieren kann, ist vor allem den vielen Menschen zu verdanken, die vor, während und nach der Veranstaltung geholfen haben.

Bereits vor dem Renntag wurde aufgebaut, ausgeschildert, abgesperrt und das Veranstaltungsgelände vorbereitet. Eine wichtige Rolle spielte dabei auch Verkehrstechnik Klein, die das Rennen mit umfangreicher Verkehrstechnik und bei der Umsetzung der notwendigen Absperrmaßnahmen unterstützte.

Am Sonntag sorgten zahlreiche Streckenposten und Einsatzkräfte entlang der gesamten Runde für einen sicheren Ablauf. Ein besonderer Dank gilt dem THW-Ortsverband Nordhausen und Clausthal, den Freiwilligen Feuerwehren Kleinwechsungen, Herreden, Nordhausen-Mitte, Leimbach und Hesserode, der Landespolizeiinspektion Nordhausen, den Johannitern sowie den Rennärzten Thekla Höpker und Dr. Martin Höpker.

Eine besondere Unterstützung kam ganz spontan: 7 Motorradfahrer von Ride for Charity stellten sich kurzfristig zur Verfügung und unterstützten die Absicherung der Rennen auf der Strecke. Eine Hilfe, die für das Organisationsteam alles andere als selbstverständlich war.

Ebenso gilt der Dank allen Helfern an Start und Ziel, bei Nummernausgabe und Fahrerlager, an Übergängen und Zufahrten, im Rennkonvoi, in der Verpflegungszone sowie bei Zeitnahme, Moderation und Siegerehrung. Munds Mühle, die Nordthüringer Lebenshilfe, Fischfeinkost Maik Liebau und die Landfrauen Kleinwechsungen kümmerten sich gemeinsam mit weiteren Helfern um die Versorgung der Besucher.

Und auch nach dem letzten Zieleinlauf war die Arbeit nicht vorbei: Absperrungen und Beschilderungen wurden eingesammelt, Material verladen und das Veranstaltungsgelände zurückgebaut. Unser besonderer Dank gilt deshalb allen, die schon vor dem Rennen angepackt haben, am Renntag stundenlang im Einsatz waren und anschließend bis zum Schluss beim Abbau geblieben sind.

„Wenn man nach so vielen Monaten Vorbereitung am Ende sieht, dass die Strecke funktioniert, die Rennen spannend sind und die Fahrer sicher ins Ziel kommen, ist das schon ein besonderer Moment. Ohne die vielen Helfer, Einsatzkräfte, Sponsoren und Partner wäre so eine Veranstaltung überhaupt nicht möglich gewesen“, sagt Organisator Steffen Mund.

Auch Marcel Klein zieht ein positives Fazit: „Für eine Premiere war das schon eine enorme Aufgabe. Gerade bei der Absicherung einer so langen Strecke müssen sehr viele Menschen und Stellen perfekt zusammenspielen. Dass das am Ende so gut funktioniert hat, ist eine starke Gemeinschaftsleistung.“

Ein großer Dank geht außerdem an die EVN für das Veranstaltungsgelände und die umfangreiche Infrastruktur sowie an die Nordthüringer Lebenshilfe, die unter anderem Räumlichkeiten und sanitäre Einrichtungen zur Verfügung stellte und die besonderen Medaillen anfertigte.

Nicht zuletzt wäre „Rund um Nordhausen“ ohne die vielen Sponsoren und Partner aus Nordhausen und der Region nicht möglich gewesen. Zahlreiche Unternehmen haben die Veranstaltung finanziell, mit Sachleistungen oder ganz praktisch unterstützt und damit maßgeblich dazu beigetragen, ein nationales Radrennen dieser Größenordnung nach Nordhausen zu holen.

Und nach der gelungenen Premiere geht der Blick bereits in Richtung 2027. Sollte Nordhausen von German Cycling erneut den Zuschlag erhalten, soll „Rund um Nordhausen“ wieder stattfinden. Die ersten wichtigen Zusagen gibt es bereits: EVN und Nordthüringer Lebenshilfe haben ihre Unterstützung für 2027 schon zugesagt.

Nach diesem ersten Renntag steht für das Organisationsteam fest: „Rund um Nordhausen“ soll keine einmalige Sache bleiben.
Autor: red

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