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Do, 18:01 Uhr
17.09.2026
Black One feierte Richtfest

"Mut, Neuland und Neugier"

Richtfeste an Wohnhäusern mit sieben Wohneinheiten sind nicht nur in Nordhausen durchaus eine Seltenheit. Heute konnte ein solches in der Riemannstraße gefeiert werden...

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WBG-Vorstände Loup und Dörmann sowie Zimmermann Robert Salzmann (Foto: nnz)

Es ist wieder die Wohnungsbaugenossenschaft Südharz, die Mehrfamilienhaus einen futuristischen Namen gab. Nach "Green One" folgt nun in Richtung Oberstadt das Projekt namens "Black One".

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Über die Entstehung des Projektes, bei dem alle sieben Wohnungen bereits vermietet sind, hatte die nnz mehrfach ausführlich berichtet. Für den Vorstand Wohnen der WBG, Sven Dörmann, sei dieses Projekt eine geradlinige Weiterentwicklung der genossenschaftlichen Geschichte, die in Nordhausen vor 125 Jahren ihren Anfang nahm, sagte er im Rahmen seiner Gästebegrüßung.

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Sieben Wohnungen werden im nächsten Jahr an die Mieter übergeben (Foto: nnz)
Stand in den 70er und 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts die Versorgung der Nordhäuser mit modernem Wohnraum im Mittelpunkt, so konzentriere sich das Bauen heute vor allem auf möglichst wenig Einsatz von Energie und auf neue, moderne Technologien ihrer Nutzung.

Das Ziel dieses "Black One" soll mit seiner Fertigstellung in rund einem Jahr eine Energieautakheit von mindestens acht Monaten im Jahr sein. Mit anderen Worten: das Haus versorgt sich in dieser Zeit mit selbst erzeugter Energie.

Grußworte gab es heute Nachmittag denn auch. So bezeichnete Landrat Matthias Jendricke das Vorhaben sehr spannend und innovativ, der Oberbürgermeister von Nordhausen freute sich, dass in unmittelbarer Nachbarschaft eine hässliche Baulücke geschlossen wurde und Architekt Tobias Winkler zollte dem Vorstand und dem Aufsichtsrat der WBG Respekt, in der heutigen Zeit ein solches Vorhaben anzugehen. Es erfordere "Mut, Neuland und Neugier", so Winkler.

Eingeladen waren zu diesem Richtfest neben den künftigen Mietern natürlich die Bauleute, allen voran des Generalunternehmer Silvio Wagner (Waresa) sowie weiterer Gewerke. Zimmermann Robert Salzmann verlas den Richtspruch und gemeinsam mit den WBG-Vorständen Dörmann und Steffen Loup wurden die geleerten Schnapsgläser auf dem Betonboden des ersten Obergeschosses zerschlagen.
Peter-Stefan Greiner
Autor: red

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Kommentare
P.Burkhardt
17.09.2026, 22:10 Uhr
ja, es ist selten geworden...
... dass neuer Wohnraum geschaffen (und mit Richtfest eingeweiht) wird...

Woran liegt`s ? Bauen ist teuer ! Hohe Löhne und Materialkosten bei den bauausführenden Betrieben, hohe Projektierungskosten, Auflagen, die den Bau zusätzlich verteuern. Außerdem führen stagnierende Immobilienpreise dazu, dass sich ein Bauherr wohl überlegt, ob er seine Kohle nicht anders verwendet - ohne jeden Aufwand. Unsichere Zukunft über Bevölkerungswachstum/Rückgang. Tatsächlich sorgt ja ein Bevölkerungsrückgang für sinkende Nachfrage und damit sinkende Immobilienpreise... also die Remigration von 20 Mio. Bundesbürgern (...hat mal irgendein AFD-Partei-Bonze rausgehauen, dass das wohl das Ziel wäre)...wäre das K.O. für jeden Bauherren.

Unsichere Zukunft (Remigration, Demographie, Geopolitik) wirkt immer schädlich auf Zukunftsinvestitionen - was ja der Bau von Wohnungen ist. Der Bauherr will nichts Gutes für irgendwelche Mieter tun- auch, wenn er es sagt - er will planbar Geld verdienen, deswegen macht er das und aus keinem anderen Grund - was vollkommen legitim und seit Jahrhunderten der Antrieb von Fortschritt und Wohlstand ist.

Wer eine Wohnung neu baut und vermietet, kann sich glücklich schätzen, wenn er eine Vorsteuerrendite von mehr als 3 Prozent erwirtschaftet (ja, mit der aktuellen Sonder-Afa ist es wieder ein bisschen interessanter). Aber dafür muss man sich halt auch als Eigentümer um die Bude kümmern (teure Handwerker, teures Material)... Ein Pfandbrief oder auch die eine oder andere Staatsanleihe werfen höhere Renditen ab, die ggf. auch noch niedriger versteuert werden. Wer Bock hat, kauft auch einfach einen Corporate-Bond-Laufzeitfonds... der wirft ebenso mehr ab (da kommt man dann auf 5 oder auch 6 Prozent - bei etwas Risiko dass es dann eben doch nur 3 oder 4 Prozent sind - mit fixer Rückzahlung) und macht weniger Ärger als eine vermietete Wohnung...... warum sollte also jemand, der die Kohle hat... Wohnungen bauen ? ...und wenn er die Kohle nicht hat... für mehr als 4 Prozent das Ganze Kreditfinanzieren ????

Wir brauchen mehr sozialen, öffentlich geförderten Wohnungsbau - und das schnell ! Was wir nicht brauchen, ist ein Nachfragerückgang durch politisch motivierten Bevölkerungsschwund.
Teja
17.09.2026, 23:39 Uhr
Schöne Wohnungen
Ich kenne einen der neuen Mieter.Der Mietpreis ist schon exorbitant.Die Wohnungen an sich sind sehr komfortabel.
Davon können viele Normalos nur träumen.
Aber gut,wer hat der kann.
Traurig ist nur die gesamtgesellschaftliche Entwicklung im Lande.
Wenn Herr Burkhardt hier den Bevölkerungsschwund beklagt hat er sicher Recht,aber die Frage nach dem Weshalb,die bleibt offen.
Wie werden denn Familien und Kinder in diesem Land gefordert?
Was für Zukunftsperspektiven sehen denn die meisten jungen Leute?
Werden diese denn vom Staat so gefördert wie zum Beispiel früher in der ehemaligen DDR?
Wohl kaum,das sollte jeder eigentlich erkannt haben,da gibt es auch nichts schön zu reden.
Wie haben es unsere Frauen damals nur geschafft,jung zu heiraten,Kinder zu bekommen und gleichzeitig noch vollzeitig zu arbeiten,und in vielen Fällen sich auch noch weiterzubilden?
Die das damals erlebt haben wissen wie das ging und wissen auch was heute in dieser Hinsicht fehlt,egal was die Politiker heute erzählen.Die vertreten heute ganz andere Interessen,träumen genauso wie die DDR Bonzen von der eigenen Unfehlbarkeit.
Anmerkung techn. Support:
Der Bezug zum Artikel ist nur indirekt gegeben. Wir werden das in diese Richtung hier bitte nicht weiter diskutieren.
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