Neue Schieneninfrastruktur, moderne Stationen, neue Stellwerkstechnik
Bahnstrecke Nordhausen - Erfurt wird modernisiert
Die Deutsche Bahn (DB) und der Freistaat Thüringen haben den weiteren Ausbau der Strecke Erfurt–Nordhausen auf den Weg gebracht und einen entsprechenden Realisierungs- und Finanzierungsvertrag gezeichnet. Von 2028 bis 2030 modernisiert die DB InfraGO die noch ausstehenden rund 54 Kilometer zwischen Sondershausen und Erfurt Nord...
Reisende profitieren künftig von moderneren Bahnhöfen, einer leistungsfähigeren Infrastruktur und einem stabileren Bahnbetrieb. Die Kosten für das Gesamtprojekt werden mit rund 417 Millionen Euro veranschlagt. Der Freistaat Thüringen unterstützt das Vorhaben mit zusätzlichen Landesmitteln in Höhe von 10,3 Millionen Euro. DB InfraGO und Freistaat stellten heute in Erfurt die Ausbaupläne vor.
Blick auf den Nordhäuser Bahnhof. (Foto: agl)
Cornelia Kadatz, Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, sagte: Mit dem Ausbau machen wir die Strecke Erfurt–Nordhausen fit für die Zukunft. Wir erneuern nicht nur Gleise und Stellwerke, sondern verbessern ganz konkret das Reisen: mit modernen, weitgehend barrierefreien Bahnhöfen, zuverlässigerer Technik und besseren Voraussetzungen für einen stabilen Betrieb. Das ist ein umfangreiches Projekt, das wir gemeinsam mit dem Freistaat Schritt für Schritt umsetzen.
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Steffen Schütz, Thüringer Minister für Digitales und Infrastruktur, betonte: Eine attraktive Bahn braucht eine leistungsfähige Infrastruktur. Mit der Vereinbarung schaffen Freistaat und Deutsche Bahn Planungssicherheit für den weiteren Ausbau dieser wichtigen Verbindung in Nordthüringen. Moderne Bahnhöfe, zeitgemäße Stellwerkstechnik und die Voraussetzungen für den Einsatz batterieelektrischer Züge stärken den Schienenverkehr zwischen Erfurt und Nordhausen nachhaltig.
Kern des Projekts ist die umfassende Erneuerung der Schieneninfrastruktur zwischen Sondershausen und Erfurt Nord. Insgesamt sind dutzende Kilometer neue Schienen, etwa 62.000 Schwellen und 34 Weichen vorgesehen. Hinzu kommen Arbeiten am Unterbau sowie die Modernisierung von Bahnübergängen und Ingenieurbauwerken wie Eisenbahnbrücken.
Außerdem sorgen acht neue Elektronische Stellwerke künftig für eine moderne Stellwerkstechnik und ersetzen die heute noch vorhandenen mechanischen und elektromechanischen Anlagen. Damit schafft die DB die Grundlage für stabilere Betriebsabläufe und eine höhere Betriebsqualität.
Die DB modernisiert zudem zehn Bahnhöfe: Niederspier, Wasserthaleben, Greußen, Gangloffsömmern, Straußfurt, Ringleben-Gebesee, Walschleben, Kühnhausen, Erfurt-Gispersleben und Erfurt Nord. Die Bahnhöfe erhalten Bahnsteige mit einer Höhe von 55 Zentimetern über Schienenoberkante und einer Baulänge von 120 Metern einschließlich weitreichender Barrierefreiheit. Die Erneuerung der gesamten Beleuchtung sowie des taktilen Leitsystems gehört ebenfalls zu den Maßnahmen.
Ausbau in drei Etappen bis 2030
Um die Auswirkungen auf den Zugverkehr möglichst zu begrenzen, setzt die DB InfraGO das Projekt abschnittsweise um:
Der Ausbau zwischen Sondershausen und Greußen ist von Juli 2028 bis Oktober 2029 vorgesehen
Die Abschnitte Greußen–Kühnhausen und Kühnhausen–Erfurt Nord folgen ab Oktober 2029
Die Gesamtinbetriebnahme zwischen Sondershausen und Erfurt Nord ist für 2030 geplant.
Der Abschnitt Wolkramshausen–Sondershausen ist bereits seit 2022 modernisiert. Insgesamt umfasst das Ausbauprojekt zwischen Wolkramshausen und Erfurt Nord rund 67 Kilometer.
Der Streckenausbau schafft zugleich Voraussetzungen für den Einsatz batterieelektrischer Fahrzeuge. Auf dem Abschnitt Straußfurt–Erfurt Nord ist die Betriebsaufnahme ab Dezember 2028 vorgesehen. Die neuen Fahrzeuge haben mehr Sitzplätze, barrierefreie Einstiege, WLAN, Videoüberwachung und großflächige elektronische Fahrgastinformationen. Es wird separate Bereiche für Fahrräder, Rollstühle und Kinderwagen geben.
hat es bis dahin zur Folge, dass keine Reparaturen am Streckennetz mehr gemacht werden.
Kompensiert werden die Unzulänglichkeiten aktuell mit ständigen Verspätungen seit Monaten. Wird die Verspätung zu groß, wird Nordhausen gar nicht mehr angefahren und der Zug macht in Sondershausen oder Wolkramshausen wieder kehrt.
Die Fahrt nach Erfurt gleicht seit Monaten einem Glücksspiel. Selbst das Zugpersonal wird nicht informiert und ist demzufolge ahnungslos und hilflos.
Das ist der Zustand der Bahn abseits der Hauptstrecken - 36 Jahre nach der Wiedervereinigung. Es traurig, wenn zu DDR Zeiten die Züge auf dieser Strecke schneller und zuverlässiger unterwegs waren.
Und da muss man scheinbar noch froh sein, dass sie nicht stillgelegt wurde...
gebaut wird eigentlich schon immer für die paar lächerlichen 60 Kilometer, seit mindestens 2009 ist die Sache am Laufen - aber gaaaanz langsam ! Bis dahin sind Generationen von Pendler , Urlaubern usw. vergrault worden. Allein das ist ein blendendes Beispiel wir weit unser Staat abgesunken ist ! für ca. 60 Km werden dann mehr als 20 Jahre gebraucht. Das ist oberpeinlich und absolut beschämend und stellt uns auf die Stufe jedes Entwicklungslandes ! Der euphorische Artikel ist somit der blanke Hohn und verkennt die Realitäten ! Ich sage mal, wie lange so was dauern sollte 1 Jahr, längstens 2 Jahre und das wars dann auch ! Nur mal zum Vergleich der Neubau der Strecke 1867-69 dauerte ca. 2 Jahre, komplett , auch mit allen Bahnhöfen und sonstigen Gebäuden und viel mehr Weichen und Strecken als heute !!
habe mir mal alles im Detail durchgelesen und das Grübeln wird noch größer, da wird geschrieben ab 2028 soll es zwischen Erfurt Nord und Straußfurt - Batteriezüge geben ?? was wird dann von Erfurt Haupt nach Erfurt Nord Umsteigen in Erfurt Nord ? oder was wird dann zwischen Straußfurt und Nordhausen ?? nochmal Umsteigen in Straußfurt ?? und überhaupt 2028 ist doch der Abschnitt Erfurt Nord - Straußfurt noch gar nicht fertig ? wie sollen / können da die neuen Züge drauf fahren ?? Rätsel über Rätsel und das Grauen für Pendler die einfach von A nach B wollen !