Mo, 11:44 Uhr
28.09.2026
Strecke Erfurt - Nordhausen
Linke begrüßt und kritisiert Bahnsanierung
Die Deutsche Bahn und der Freistaat Thüringen haben jüngst den Ausbau der Bahnstrecke Erfurt–Nordhausen bekanntgegeben. Die Nachricht wurde auch bei der Nordhäuser Linken mit wohlwollen aufgenommen, man fragt sich aber, warum sich der Ausbau so lange hinziehen soll...
417 Millionen Euro sollen bis 2030 in neue Gleise, moderne Stellwerke und barrierefreie Bahnhöfe fließen. Für Timo Traulsen, Kreisvorsitzender der Nordhäuser Linken, ist das eine grundsätzlich gute Nachricht – mit einem erheblichen Wermutstropfen.
Es ist richtig, dass in die Schieneninfrastruktur zwischen Erfurt und Nordhausen endlich investiert wird. Und es ist besonders erfreulich, dass der Ausbau explizit die Voraussetzungen für batterieelektrische Züge schafft. Das ist kein technisches Detail am Rande – das ist ein konkreter Beweis dafür, dass die Verkehrswende auch auf vermeintlichen Nebenstrecken machbar ist. Wer immer noch behauptet, wir seien auf fossile Antriebe im Schienenverkehr angewiesen, wird hier eines Besseren belehrt", sagt Traulsen.
Gleichzeitig stellt Traulsen eine unbequeme Frage: Baubeginn 2028, Fertigstellung 2030 – das sind vier Jahre, die Pendlerinnen und Pendler in Nordthüringen noch warten müssen. Angesichts der Dringlichkeit der Verkehrswende und der täglichen Belastung der Menschen, die auf eine funktionierende Bahnverbindung angewiesen sind, muss man fragen dürfen: Warum dauert das so lange? Die Planungs- und Genehmigungsverfahren in Deutschland sind ein strukturelles Problem, das dringend angegangen werden muss."
Für Traulsen zeigt das Projekt exemplarisch, was in der deutschen
Verkehrspolitik grundsätzlich falsch läuft: Wir wissen seit Jahrzehnten, dass wir die Schiene stärken müssen. Trotzdem schaffen wir es kaum, notwendige Projekte in einem vertretbaren Zeitrahmen umzusetzen. Vier Jahre Vorlaufzeit für eine 54-Kilometer-Strecke, die dringend modernisiert werden muss – das spricht nicht für eine Verwaltung, die auf der Höhe der Zeit ist."
Ungeachtet dessen begrüßt Traulsen das Signal, das von der Investition ausgeht: Batterieelektrische Züge auf der Strecke Erfurt–Nordhausen – das ist die Zukunft des regionalen Schienenverkehrs. Dieser Schritt muss der Anfang sein, nicht der Abschluss. Die Mobilität der Menschen im Landkreis darf nicht vom Dieselpreis abhängen."
Die Linke, Kreisverband Nordhausen
Autor: red417 Millionen Euro sollen bis 2030 in neue Gleise, moderne Stellwerke und barrierefreie Bahnhöfe fließen. Für Timo Traulsen, Kreisvorsitzender der Nordhäuser Linken, ist das eine grundsätzlich gute Nachricht – mit einem erheblichen Wermutstropfen.
Es ist richtig, dass in die Schieneninfrastruktur zwischen Erfurt und Nordhausen endlich investiert wird. Und es ist besonders erfreulich, dass der Ausbau explizit die Voraussetzungen für batterieelektrische Züge schafft. Das ist kein technisches Detail am Rande – das ist ein konkreter Beweis dafür, dass die Verkehrswende auch auf vermeintlichen Nebenstrecken machbar ist. Wer immer noch behauptet, wir seien auf fossile Antriebe im Schienenverkehr angewiesen, wird hier eines Besseren belehrt", sagt Traulsen.
Gleichzeitig stellt Traulsen eine unbequeme Frage: Baubeginn 2028, Fertigstellung 2030 – das sind vier Jahre, die Pendlerinnen und Pendler in Nordthüringen noch warten müssen. Angesichts der Dringlichkeit der Verkehrswende und der täglichen Belastung der Menschen, die auf eine funktionierende Bahnverbindung angewiesen sind, muss man fragen dürfen: Warum dauert das so lange? Die Planungs- und Genehmigungsverfahren in Deutschland sind ein strukturelles Problem, das dringend angegangen werden muss."
Für Traulsen zeigt das Projekt exemplarisch, was in der deutschen
Verkehrspolitik grundsätzlich falsch läuft: Wir wissen seit Jahrzehnten, dass wir die Schiene stärken müssen. Trotzdem schaffen wir es kaum, notwendige Projekte in einem vertretbaren Zeitrahmen umzusetzen. Vier Jahre Vorlaufzeit für eine 54-Kilometer-Strecke, die dringend modernisiert werden muss – das spricht nicht für eine Verwaltung, die auf der Höhe der Zeit ist."
Ungeachtet dessen begrüßt Traulsen das Signal, das von der Investition ausgeht: Batterieelektrische Züge auf der Strecke Erfurt–Nordhausen – das ist die Zukunft des regionalen Schienenverkehrs. Dieser Schritt muss der Anfang sein, nicht der Abschluss. Die Mobilität der Menschen im Landkreis darf nicht vom Dieselpreis abhängen."
Die Linke, Kreisverband Nordhausen

