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Mi, 07:00 Uhr
30.09.2026
Jazzclub macht Jazzfest

Volles Programm und vereinigte Altmeister des Jazz

Mit einem Gipfeltreffen gekrönt sein wird das 43. Nordhäuser Jazzfest.
Traditionell startet das Jazzfest am Freitag. Doch eigentlich beginnt es bereits furios mit dem Prologkonzert am 1. Oktober. Und ab dann reiht sich bis Mitte November ein Konzert ans andere. Was da auf die Beine gestellt worden ist, kann sich sehen und hören lassen...

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Der Nordhäuser Jazzclub lädt ab Donnerstag wieder zum "Jazzfest", Archivbild (Foto: agl)

Traditionell startet das Jazzfest am Freitag. Doch eigentlich beginnt es bereits furios mit dem Prologkonzert am 1. Oktober. Und da spielen Banned From Utopia im Jugendclubhaus auf. Die sind nicht irgendjemand, sondern rekrutieren sich unter anderen aus der ehemaligen Zappa-Band - also echte Originale aus den USA! Das Publikum kann sich auf eine Begegnung mit Roy White, Scott Thunes und Chad Wackermann freuen. Was sie machen, ist damit klar: Frank-Zappa-Musik. Und würdigen als Banned From Utopia seit 1994 in einer Reihe von Konzerten in verschiedenster Konstellation Franks Leben und Musik.

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Jazzclubchef Holger Gonska: „Das Konzert ist schon gut verkauft.“ Und ergänzt: „Es gibt aber noch Karten! Wir erwarten jede Menge Zappa-Fans. Und davon gibt es immer noch sehr viele.“

Die offizielle Eröffnung zelebrieren LAMMEL | LAUER | MEINIG featuring ANTONIA HAUSMANN am Freitagabend, den 2. Oktober. In der Galerie des Hauptsponsors Kreissparkasse Nordhausen vereinen sie traumverlorene Melodien und harmonische Vielfalt, ansteckende Grooves und rhythmisch ausgefeilte Strukturen zu einem persönlichen, bewusst verständlich gehaltenen Klang.

Jazz aus der Schweiz war schon immer mal während des Jazzfestes zu hören. So auch wieder mal am 10. Oktober. Im Jazzclub „JazzMangel“, Barfüßerstraße 3, sorgen die Schweizer vom Marcel Lüscher Quartett für den richtigen Klang.

Auf alte Bekannte kann sich das Publikum genau 14 Tage später freuen, wenn Tim O`Shea und Mike Walsh Irish Folk Music und Songs in der JazzMangel präsentieren.

Mit Klima Kalima geht es dann am 30. Oktober weiter. Die Band vereint den finnischen Gitarristen Kalle Kalima mit dem Kontrabassisten Oliver Potratz und dem Schlagzeuger Oliver Steidle. Die drei Musiker verwenden Elemente aus Rock, Blues und Folk, um ihrem modernen Jazz-Sound mit manchem Augenzwinkern einen skurrilen Akzent zu geben. Seit einem Vierteljahrhundert sind Klima Kalima unterwegs, gewannen 2008 den „Neuen Deutschen Jazzpreis“ und ernten international sehr gute Kritiken.

Der Höhepunkt der Konzertreihe ist dem 7. November vorbehalten. Große gestandene Namen des Jazz, sozusagen die "Old-Stars" des Jazz finden sich beim JazzRabazz East Jazz Old Stars On Stage zusammen. Klar, dass die mindestens 30 Musiker eine große Bühne benötigen und im Theater Nordhausen auftreten. Genannt seien hier unter anderen Angelika Weiz, Pascal v. Wroblewski, Conny Bauer, Ulli Gumpert, Baby Sommer, Charlie Eitner, Uwe Kropinski, Joe Sachse, Jürgen Heckel, Volker Holly Schlott & Fun – Horns, Frieder W. Bergner, Günter Heinz …
Sie und noch viele weitere nicht Genannte werden sich als Solokünstler, in Duos oder Trios in Begleitung der Festivalband, ein "Bajazzo"-Derivat, abwechseln und ihre Musik zelebrieren bis hin zum großen Finale.

Bild: Günther Baby Sommer
Günther Baby Sommer, einer der vielen Musiker am 7. November im Theater Nordhausen, zum JazzRabazz unter dem Motto „EAST JAZZ OLD STARS ON STAGE“. (Foto: Jazzclub)

Dieses startet dann mit Günter „Baby“ Sommer's Brother & Sisterhood und damit kommt es am Ende des Abends zur Ost-West und Jung & Alt vereinigten Re-Union Band mit allen teilnehmenden Musikerinnen und Musikern. Den Auftakt gestalten Volker Holly Schlott & Fun – Horns Für die Moderation des besonderen Abends steht kein Geringerer als Ulf Drechsel am Mikrofon.

Die Idee für diesen einmaligen außergewöhnlichen Abend hatte Holger Gonska und übernahm gemeinsam mit Charly Eitner Planung und Zusammenstellung. Der herausragende Abend ist in die Jazzmeile Thüringen integriert. EB Davis & The Superband aus USA und Deutschland gelten als herausragende Blues- und Soulband der europäischen Szene und sorgen zum Abschluss des 7. November bis nach Mitternacht garantiert für wenig Platz auf der Tanzfläche.

Das Epilogkonzert des Stefan Nagler Trios bildet am 14. November den Abschluss im Jazzclub „JazzMangel“. Das Trio, dem wiederum mit dem Kontrabassisten Simon Quinn ein Schweizer angehört, spielt in der JazzMangel spannungsvolle Kompositionen und Jazz Standards in innovativem Gewand, im Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne.

Apropos JazzMangel: Seit fünf Jahren dienen die Räumlichkeiten als Heimstätte und Konzertort des Jazzclubs, sagt Gonska. Und ergänzt, dass man wie in einer guten Stube dicht dran ist am Geschehen. „Bis Mitte 2027 ist bereits geplant, gibt es wieder ordentlich Jazz auf die Ohren. Und er weist bereits jetzt auf das Neujahrskonzert am 9. Januar. In der Cyriaci-Kapelle Dann widmen sich Jazz Sabbath ihrem unschwer zu erkennenden Vorbild. Doch bis dahin füllt erst mal das 43. Jazzfest den Terminkalender. Aber halt, einen Hinweis hat Holger Gonska noch, nämlich die drei Veranstaltungen, die danach die Zeit bis zum Jahreswechsel füllen. Mehr dazu, alles Andere, Karten und viele weitere Infos gibt es hier Jazzclub Nordhausen

Übrigens: Man würde sich im Jazzclub sehr darüber freuen, wenn sich die Organistationsarbeit in den kommenden Jahren auch auf jüngere Schultern aufteilt, erkläert Holger Gonska. Denn an den Veranstaltungen hängt einiges dran, wie GEMA, Anmeldungen bei der Stadt und noch vieles mehr. Wer also Interesse hat, kann sich gerne melden.

Mathias Daniel
Autor: mda

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