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Mi, 08:10 Uhr
30.09.2026
Handball: Nordhäuser SV

Auswärtssieg zum Saisonauftakt

Mit zwei Punkten im Gepäck und strahlenden Gesichtern kehrten die Männer des Nordhäuser SV aus Waltershausen zurück. Ein Saisonauftakt für Nordhausen, der es in sich hat. Auftakt auswärts bei der heimstarken HSG, danach zu Hause gegen den Favoriten Saalfeld/Könitz und anschließend auswärts gegen Jena II...

Der Auftakt gegen die HSG verlief dabei nicht nach Wunsch: Zwei Gegentreffer in den ersten zwei Minuten waren alles andere als optimal. Dann setzten zwei NSV-Youngster die ersten Ausrufezeichen. Tyler Pährisch verkürzte, und der stark aufspielende Jeremy Helbing glich aus. Damit brachten sie die Gastgeber erstmals aus dem Tritt.

Die HSG ging dennoch erneut mit 4:2 und 5:3 in Führung. Florian Gröger, per Siebenmeter, Laurenz Stille und erneut Jeremy Helbing glichen wiederum aus (5:5). „Altmeister" Florian Gröger brachte die junge Nordhäuser Mannschaft anschließend mit 6:5 in Führung. Als Jeremy Helbing – am Ende mit fünf Treffern – nachlegte, schrillten bei der HSG die Alarmglocken. Die Gastgeber nahmen eine Auszeit.

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Die Auszeit brachte nichts für die Gastgeber. Der Motor des Südharzexpress lief bis zum 9:6 ohne größere Probleme. In der 19. Minute legte Neuzugang Hannes Bransche, der das Handball spielen in Nordhausen gelernt hat, erstmals nach: 10:6. Bis zur Halbzeit verteidigte Nordhausen den Vorsprung geschickt, während die Hausherren nach ihrer spielerischen Linie suchten. Mit einer hochverdienten 14:10-Führung des NSV ging es in die Pause.

Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit änderte sich das Bild auf dem Feld und der Anzeigetafel nicht. In der 42. Minute wurde es erstmals brenzlig: Eine Zeitstrafe nutzte die HSG zum 18:17-Anschlusstreffer, um nur 30 Sekunden später selbst eine Zeitstrafe zu kassieren. Zwei Treffer von Hannes Bransche zum 20:18, es folgte das 21:18 durch Florian Gröger. Drei Treffer, die vielleicht mitentscheidend für das Endergebnis waren.

Die Partie gewann spielerisch wie kämpferisch weiter an Fahrt. Nordhausen war diesmal auf der Höhe, hielt schnörkellos dagegen und wollte den Vorsprung unbedingt über die Ziellinie bringen. Das Team versuchte noch einen Gang zuzulegen; Phillip Keil traf zwischenzeitlich zum 22:19.

Dennoch hinterließ die kräftezehrende Partie Spuren. In der 50. Minute wurde es erneut eng: Mit einem Zwischenspurt verkürzte die HSG auf 22:21. Damit begann die Schlussphase – in der vergangenen Saison nicht gerade eine Stärke des NSV. Diesmal ließen sie sich nicht beirren. Trotz des zwischenzeitlichen 24:23 legte der Südharzexpress in der Schlussphase deutlich zu und gewann verdient mit 28:24.
Nachdem die Südharzer im Vorjahr bei der HSG Hörselgau/Waltershausen noch deutlich verloren hatten, drehten sie diesmal den Spieß um.

Einen Sieg mit vier Toren Vorsprung hatte kaum jemand erwartet. Vor etwas mehr als 13 Monaten schlug Nordhausen einen riskanten Weg ein und stellte die Mannschaft grundlegend neu auf. Das jüngste Team der Liga zahlte viel Lehrgeld und schaffte den Klassenerhalt nur mit Schützenhilfe. Der Auftakterfolg zeigt, dass sie sich auf dem richtigen Weg befinden.

Mit acht Treffern war Hannes Bransche erfolgreichster Werfer, gefolgt von Florian Gröger mit sechs und Jeremy Helbing mit fünf Toren. Neben einer starken Torhüterleistung war die geschlossene Mannschaftsleistung in Angriff und Abwehr der Schlüssel zum Auswärtssieg.

Die Mannschaft weiß, dass die Bäume nun nicht in den Himmel wachsen werden. Bereits am kommenden Samstag um 19:00 Uhr gastiert mit der HSG Saalfeld/Könitz ein Ligafavorit in der Ballspielhalle. Zuvor bestreiten die Frauen ab 16:30 Uhr ihr Landesliga-Derby gegen den SV Glückauf Bleicherode.

Feld: Franz Leopold Stäter, Phillip Michael Keil (3), Florian Gröger (6), Hannes Bransche (8), Maximilian Hund, Til Liesegang, Jeremy Helbing (5), Moritz Chowanietz (1), Tymofii Holodniuk (1), Tyler Pährisch (1), Laurenz Stille (3)
Tor: Konrad Spaar, Christoph Keil, Paul Siebold
Auf der Bank: (A) Heiko Alert, (B) Pascal Eichentopf, (C) Boris Stille, (D) Niels Chowanietz


Strafzeiten: HSG 3, NSV 5
Strafwürfe: HSG 3/2, NSV 7/5
Autor: red

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