Di, 15:15 Uhr
28.12.2010
Bewerbung unterschrieben
Seit einigen Minuten ist es amtlich. Der Landkreis Nordhausen wird sich für den Status einer Optionskommune zur Betreuung von Langzeitarbeitslosen bewerben. Landrat Joachim Claus hat heute das Anschreiben für die 80seitige Bewerbung unterschrieben...
Der Landkreis Nordhausen stellt somit fristgerecht zum Jahresende den Antrag, alleiniger Träger der Betruung zu werden und wäre damit zukünftig allein, ohne die Bundesagentur für Arbeit (BA) für die Leistungsempfänger nach dem SGB II verantwortlich ist. Der Kreistag hat das Optionsmodell für die Arge im August mit der notwendigen Zweidrittelmehrheit befürwortet.
Aus Sicht der Verwaltung des Landkreises gibt es gute Gründe, für die Arge SGB II zukünftig das Optionsmodell zu wählen. So eröffnet die Option mehr Eigenverantwortlichkeit und einen größeren Spielraum der Gestaltung vom passgenauen Maßnahmen und Projekten. Ziel ist ein kommunales Gesamtkonzept: in den Bereichen der Grundsicherung für Arbeitssuchende, der Sozialhilfe, der Kinderförderung und Jugendhilfe, der Erwachsenenbildung, der Wirtschaftsförderung sowie der Integration von Menschen mit Migrationshintergrund. Analysen in den bestehenden 69 Optionskommunen bestätigen diesen strukturellen Vorteil. Auch Kosteneinsparungen beispielsweise bei den Verwaltungsausgaben durch die Option werden angestrebt.
In Thüringen gibt es vier Antragsteller auf zwei Plätze, Schmalkalden-Meinungen, Greiz, Sonneberg und Nordhausen. Die Entscheidung für den Zuschlag fällt durch ein Punktsystem, dessen Grundlage verschiedene Fragen sind. Verantwortlich für die Entscheidung wird das Wirtschaftsministerium sein.
Vorteile für den Landkreis Nordhausen sieht ARGE-Geschäftsführer Hans-Georg Müller vor allem im Umfeld der Unterstützer, die von Gewerkschaften über die Kammern und Institutionen bis zum Nordthüringer Unternehmerverband reichen. In der Vorbereitung gab es zudem zahlreiche Gespräche mit der Stadtverwaltung Nordhausen, die seitens der Oberbürgermeisterin Unterstützung zugesagt hat. Merkwürdig allerdings ist die Tatsache, dass Matthias Jendricke (SPD) als Kreistagsmitglied gegen die Bewerbung des Landkreises Nordhausen gestimmt hat.
Seit Gründung der ARGE im Jahr 2005 hat sich das Verhältnis zu denen verschoben, die sich in multiblen Problemlagen befinden. Und gerade um diesen Personenkreis müsse man sich auch zukünftig kümmern, sagte Müller, der außerdem das besondere Engagement des Landkreises innerhalb der Arbeitsgemeinschaft würdigte. Sowohl Landrat Joachim Claus (CDU) als auch Hans-Georg Müller sind aus diesen Gründen zuversichtlich, dass die Bewerbung des Landkreises Erfolg haben werde.
Die Bewerbung zielt auf das Jahr 2012 hin. Im kommenden Jahr wird es das Jobcenter als gemeinsame Einrichtung zwischen Landkreis und Arbeitsagentur geben. Räumlich wird man in den nächsten zwölf Monaten in der Agentur in der Uferstraße wohnen bleiben, dann werden möglichst neue Räume gesucht, immerhin sind dann rund 140 neue Mitarbeiter mit Arbeitsräumen zu versorgen.
Autor: nnzDer Landkreis Nordhausen stellt somit fristgerecht zum Jahresende den Antrag, alleiniger Träger der Betruung zu werden und wäre damit zukünftig allein, ohne die Bundesagentur für Arbeit (BA) für die Leistungsempfänger nach dem SGB II verantwortlich ist. Der Kreistag hat das Optionsmodell für die Arge im August mit der notwendigen Zweidrittelmehrheit befürwortet.
Aus Sicht der Verwaltung des Landkreises gibt es gute Gründe, für die Arge SGB II zukünftig das Optionsmodell zu wählen. So eröffnet die Option mehr Eigenverantwortlichkeit und einen größeren Spielraum der Gestaltung vom passgenauen Maßnahmen und Projekten. Ziel ist ein kommunales Gesamtkonzept: in den Bereichen der Grundsicherung für Arbeitssuchende, der Sozialhilfe, der Kinderförderung und Jugendhilfe, der Erwachsenenbildung, der Wirtschaftsförderung sowie der Integration von Menschen mit Migrationshintergrund. Analysen in den bestehenden 69 Optionskommunen bestätigen diesen strukturellen Vorteil. Auch Kosteneinsparungen beispielsweise bei den Verwaltungsausgaben durch die Option werden angestrebt.
In Thüringen gibt es vier Antragsteller auf zwei Plätze, Schmalkalden-Meinungen, Greiz, Sonneberg und Nordhausen. Die Entscheidung für den Zuschlag fällt durch ein Punktsystem, dessen Grundlage verschiedene Fragen sind. Verantwortlich für die Entscheidung wird das Wirtschaftsministerium sein.
Vorteile für den Landkreis Nordhausen sieht ARGE-Geschäftsführer Hans-Georg Müller vor allem im Umfeld der Unterstützer, die von Gewerkschaften über die Kammern und Institutionen bis zum Nordthüringer Unternehmerverband reichen. In der Vorbereitung gab es zudem zahlreiche Gespräche mit der Stadtverwaltung Nordhausen, die seitens der Oberbürgermeisterin Unterstützung zugesagt hat. Merkwürdig allerdings ist die Tatsache, dass Matthias Jendricke (SPD) als Kreistagsmitglied gegen die Bewerbung des Landkreises Nordhausen gestimmt hat.
Seit Gründung der ARGE im Jahr 2005 hat sich das Verhältnis zu denen verschoben, die sich in multiblen Problemlagen befinden. Und gerade um diesen Personenkreis müsse man sich auch zukünftig kümmern, sagte Müller, der außerdem das besondere Engagement des Landkreises innerhalb der Arbeitsgemeinschaft würdigte. Sowohl Landrat Joachim Claus (CDU) als auch Hans-Georg Müller sind aus diesen Gründen zuversichtlich, dass die Bewerbung des Landkreises Erfolg haben werde.
Die Bewerbung zielt auf das Jahr 2012 hin. Im kommenden Jahr wird es das Jobcenter als gemeinsame Einrichtung zwischen Landkreis und Arbeitsagentur geben. Räumlich wird man in den nächsten zwölf Monaten in der Agentur in der Uferstraße wohnen bleiben, dann werden möglichst neue Räume gesucht, immerhin sind dann rund 140 neue Mitarbeiter mit Arbeitsräumen zu versorgen.


