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nnz-Forum: Piratentreff im Stepel

Freitag, 21. Oktober 2011, 06:25 Uhr
Gestern traf sich der Nordhäuser Piratenstammtisch im Stepel, um die Arbeit der Piratenpartei vorzustellen. Zu Gast war die Schatzmeisterin des Thüringer Landesverbandes, Irmgard Schwenteck. Und ein Leser der nnz...


Der Stammtisch war mit etwa 25 bis 30 Personen sehr gut besucht, dies zeugt von der Aufmerksamkeit, den diese Partei mittlerweile bekommt. Eines muss man vorweg sagen: Die Piraten sind keine Ein-Themen-Partei mehr! Die Piraten möchten weder das Patent- noch das Urheberrecht aushebeln, wie es ihnen häufig unterstellt wird! Die Piraten möchten statt des "gläsernen Bürgers" den "gläsernen Staat", das heißt, sie setzen sich für Transparenz in zum Beispiel wirtschaftspolitischen Fragen ein, sodass "Vetternwirtschaft" schneller aufgedeckt, bzw. erst garnicht entstehen kann. Auch wird so ersichtlich, wie welcher Staatsbeamte arbeitet.

Als es zum Thema "Urheberrecht" kam, wurde eine recht interessante Diskussion geführt. Es ist schon erstaunlich, das beispielsweise die GEMA (Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte) selbst von Kindergärten Gebühren verlangt, wenn die Kinder öffentlich uralte Lieder, wie "Alle meine Entchen" nicht aufführen dürfen, bzw. den Liedtext kopieren dürfen. Glücklicherweise hat hier die Piratenpartei Abhilfe geschaffen, indem man die Noten und die Liedtexte einfach neu setzen lassen hat und dieses Buch an KiTa`s kostenlos verteilt!

„In diesem 52-seitigen Liederbuch befinden sich Liedtexte und Noten, deren Urheberschutz erloschen ist. Somit kann aus diesem Buch frei kopiert werden, ohne Gebühren und Bürokratie“, so die Piratenpartei auf ihrer Homepage. Ich erspare mir hier jeden weiteren Kommentar, denn ich denke, es sagt genug über die Handlungweise der GEMA aus.

Das Thema Arbeitslosigkeit: Die Piraten möchten ein Grundeinkommen für jedermann erreichen. Ein Punkt, dem sich noch nichteinmal unsere großen, sozialen oder gar sozialistischen Parteien auf die Flagge geschrieben haben. Eines zum Schluß: der gestrige Abend war für die Nordhäuser Piraten ein voller Erfolg! Laut der eigenen Website wurden drei Neuanträge eingereicht. Jeder, der mitmachen möchte ist übrigens herzlichst eingeladen, egal welchen Alters.

Allerdings muss man erwähnen, dass sich die Piratenpartei von jedweder extremistischen oder gar radikalen Einstellung distanziert!
Christian Brothuhn, ein Nordhäuser Pirat
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Autor: nnz

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