Ein Monat voller Gegensätze
Freitag, 28. Oktober 2011, 13:48 Uhr
Der Oktober 2011 beeindruckte mit großen Gegensätzen im Wettergeschehen: Einem ausgeprägt schönen Altweibersommer mit viel Sonnenschein und Höchstwerten nahe 30 Grad folgte ein jäher Temperatursturz, verbunden mit Sturmböen, Graupelschauern oder anhaltenden Regenfällen. Hier der Rückblick des Deutschen Wetterdienstes...
Weitere sonnige und warme Tage wechselten in der Folge mit kräftigen Niederschlägen und Schneefällen bis in mittlere Lagen sowie kalten Frostnächten mit Reif und Nebel. Insgesamt war der Oktober 2011 geringfügig wärmer, etwas trockener und sonnenscheinreicher als üblich. Das meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen der Ergebnisse
seiner rund 2000 Messstationen.
Worms meldete am 2. mit 28,9°C den höchsten Einzelwert. An zahlreichen Stationen wurden nochmals bis zu vier Sommertage mit einem Tagesmaximum von 25,0°C oder mehr festgestellt. So trat z.B. in Schwerin am 1. mit 26,5°C zum ersten mal seit Messbeginn im Jahre 1890 ein Sommertag im Oktober auf. Nach einem scharfen Temperatursturz wurden am 7. und 8. tagsüber vielfach nur noch um 10°C gemessen.
Doch bereits am 10. und 11. kletterte das Quecksilber im Süden und Westen wieder über 20°C. In den nachfolgenden klaren Nächten sanken die Tagestiefstwerte verbreitet unter den Gefrierpunkt ab. Am 18. zeigte das Thermometer vor allem im Süden Deutschlands tagsüber erneut mehr als 20°C. Doch ein Kaltfrontdurchgang am 19. führte auch hier wieder zu einem Temperatursturz. Es schlossen sich mehrere frostige Nächte an, wobei Oberstdorf mit -7,6°C am 22. die bundesweit niedrigste Temperatur des Monats verbuchte.
Thüringen: Im Oktober war Thüringen mit 8,9°C (8,4°C) das zweitkälteste Bundesland. Trotzdem konnte man zu Monatsbeginn dier Stationen mit vier Tagen über 25°C zählen. Außerdem erreichte Thüringen 50 l/m² (48 l/m²) und 154 Sonnenstunden (107 Stunden).
In Klammer die jeweiligen Mittelwerte
Autor: nnzWeitere sonnige und warme Tage wechselten in der Folge mit kräftigen Niederschlägen und Schneefällen bis in mittlere Lagen sowie kalten Frostnächten mit Reif und Nebel. Insgesamt war der Oktober 2011 geringfügig wärmer, etwas trockener und sonnenscheinreicher als üblich. Das meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen der Ergebnisse
seiner rund 2000 Messstationen.
Viele Wärmerekorde
Der Oktober in Deutschland war mit einer Durchschnittstemperatur von 9,4 Grad Celsius (°C) gegenüber der international gültigen Referenzperiode 1961-1990 um 0,4 Grad wärmer, gegenüber der Vergleichsperiode 1981-2010 um 0,2 Grad wärmer. Der Monat begann mit schönem Altweibersommerwetter und hohen Temperaturen, wobei an vielen Messstellen, vor allem in der Nordhälfte Deutschlands, neue Oktober-Tagesmaxima gemessen wurden.Worms meldete am 2. mit 28,9°C den höchsten Einzelwert. An zahlreichen Stationen wurden nochmals bis zu vier Sommertage mit einem Tagesmaximum von 25,0°C oder mehr festgestellt. So trat z.B. in Schwerin am 1. mit 26,5°C zum ersten mal seit Messbeginn im Jahre 1890 ein Sommertag im Oktober auf. Nach einem scharfen Temperatursturz wurden am 7. und 8. tagsüber vielfach nur noch um 10°C gemessen.
Doch bereits am 10. und 11. kletterte das Quecksilber im Süden und Westen wieder über 20°C. In den nachfolgenden klaren Nächten sanken die Tagestiefstwerte verbreitet unter den Gefrierpunkt ab. Am 18. zeigte das Thermometer vor allem im Süden Deutschlands tagsüber erneut mehr als 20°C. Doch ein Kaltfrontdurchgang am 19. führte auch hier wieder zu einem Temperatursturz. Es schlossen sich mehrere frostige Nächte an, wobei Oberstdorf mit -7,6°C am 22. die bundesweit niedrigste Temperatur des Monats verbuchte.
Insgesamt ein etwas zu trockener Oktober
Der Oktober 2011 verfehlte mit rund 52 Litern pro Quadratmeter (l/m²) den Referenzwert von 56 l/m² um 8 Prozent. Die Niederschläge waren meist ergiebig und konzentrierten sich auf wenige Tage. In Reit im Winkel kam mit 176 l/m² diesmal die bundesweit größte Monatssumme zustande. Zwiesel meldete am 12. eine Tagessumme von 44,3 l/m². Am 8. und vor allem am 19. sank im Alpenraum die Schneefallgrenze tlw. unter 600 m. In Messstetten auf der Schwäbischen Alb lag am 20. der Schnee 12 cm hoch.Einer der sonnenscheinreichsten Oktobermonate
Mit beachtlichen 160 Stunden übertraf der Oktober den Referenzwert von 108 Stunden um 48 Prozent und landete unter den sechs sonnigsten Oktobermonaten seit Messbeginn 1951. Am längsten schien die Sonne in Lenzkirch-Ruhbühl im Schwarzwald mit 205 Stunden. Schlusslicht war diesmal Perl-Nennig im Saarland mit 126 Stunden.Thüringen: Im Oktober war Thüringen mit 8,9°C (8,4°C) das zweitkälteste Bundesland. Trotzdem konnte man zu Monatsbeginn dier Stationen mit vier Tagen über 25°C zählen. Außerdem erreichte Thüringen 50 l/m² (48 l/m²) und 154 Sonnenstunden (107 Stunden).
In Klammer die jeweiligen Mittelwerte
