Alle schaffen 100 km nonstop!
Dienstag, 01. November 2011, 06:39 Uhr
Alle acht am Sonnabend gegen 11:30 am Nordhäuser Hauptbahnhof gestarteten Langstreckenwanderer erreichten genau 24 Stunden später den S-Bahnhof Halle (Saale)-Nietleben und konnten sich über 100 aus eigener Kraft und zu Fuß zurückgelegte Kilometer freuen. Mit Alfred Stöber vollendete zudem der neunte Nordhäuser seit Beginn der Harz-Hunderter-Wanderserien im Jahre 2003 eine derartige erwanderte Streckenlänge. Ein Bericht von "Wanderleiter" Bodo Schwarzberg...
Alle anderen Teilnehmer gratulierten ihm herzlich. Ihm war keineswegs anzumerken, dass er seinen ersten Hunderter absolviert hatte. Vielmehr machte er bereits den Eindruck eines richtigen Wanderprofis! Bei ausgesprochen gutem, leicht zu Nebel neigendem Wanderwetter und Temperaturen zwischen 4 und um die 12 °C hatten wir uns zum 12. Mal seit 2005 auf die Strecke zwischen Roland- und Saalestadt begeben. Eine vollkommen problemlose Tour lag vor uns, wenn man von einem kleinen Verlaufer gleich zu Beginn im Alten Stolberg auf Grund der Schlafmützigkeit des Wanderleiters absieht.
Insgesamt war von Müdigkeit während der durchwanderten Nacht aber nur wenig zu spüren. Selbst jener meiner Wanderfreunde, der die Qualität einer Wanderstrecke u.a. nach der Gemütlichkeit der passierten Buswartehäuschen beurteilt, blieb diesmal von Schläfrigkeitsanfällen wie durch ein Wunder verschont! Da mehrere Wanderfreunde die Route schon oft absolviert haben, zog sich unser kleines Teilnehmerfeld oft weit auseinander meist in Form einer schnelleren und einer etwas langsameren Gruppe. Zumindest zu den drei Pausen und am Ziel sahen sich alle Wanderer wieder.
Erstmals legten wir die Strecke Nordhausen-Halle in genau 24 Stunden zurück, wenn man von der uns geschenkten Winterzeitstunde absieht. Diese saßen wir diesmal in warmen Eisleber Bankvorräumen ab. Hätten wir das nicht getan, wären wir eine Stunde zu früh zum Frühstück im Aselebener Strandhotel erschienen und hätten gewiss vor verschlossenen Türen gestanden. Immerhin durften wir dort aber schon um 6 Uhr am Sonntagmorgen einkehren, während dies bisher stets erst 7 Uhr möglich gewesen war. Das hatte sich erst kurzfristig ergeben. Somit brauchten wir nicht gar so sehr zu bummeln. Das Reglement sieht die Bewältigung einer 100 km-Nonstop-Wanderstrecke in 24 Stunden vor, was aber nicht als Dogma angewandt wird.
Der Südharz-Hunderter im Oktober findet stets während der Hoch-Zeit der Laubfärbung statt. Einige Bilder veranschaulichen dies. Die Wanderfreunde reisten diesmal aus Berlin, Gießen, Dresden, der Oberlausitz, Lieskau bei Halle und Naundorf bei Halle an. Mit Alfred Stöber und dem Wanderleiter waren auch zwei Nordhäuser am Start. Ältester Teilnehmer war der 67-jährige Klaus Rieder aus Gießen, jüngster der 42-jährige Oliver Mieth aus der Oberlausitz.
Der am wenigsten angezogene Teilnehmer war eindeutig der Wanderleiter, der selbst bei 4 °C nur ein kurzärmliges T-Shirt trug und trotzdem noch ins Schwitzen kommt (siehe Fotos). Zwei Teilnehmer aus Dresden und Berlin stehen übrigens kurz vor ihrem 40.000. bei organisierten Touren absolvierten Wanderkilometer, womit sie fast die Länge des Äquators zu Fuß bewältigt haben.
Da immer noch manche Mitbürger daran zweifeln, dass wir auch nachts unterwegs sind, habe ich erstens unseren Fahrplan angefügt. Zweitens geben einige Bilder Auskunft. Der 13. Südharz-Hunderter findet am 11. und 12. Februar des kommenden Jahres auf der Strecke von Halle nach Nordhausen bei hoffentlich winterlichem Wetter statt.
Bodo Schwarzberg
Autor: nnzAlle anderen Teilnehmer gratulierten ihm herzlich. Ihm war keineswegs anzumerken, dass er seinen ersten Hunderter absolviert hatte. Vielmehr machte er bereits den Eindruck eines richtigen Wanderprofis! Bei ausgesprochen gutem, leicht zu Nebel neigendem Wanderwetter und Temperaturen zwischen 4 und um die 12 °C hatten wir uns zum 12. Mal seit 2005 auf die Strecke zwischen Roland- und Saalestadt begeben. Eine vollkommen problemlose Tour lag vor uns, wenn man von einem kleinen Verlaufer gleich zu Beginn im Alten Stolberg auf Grund der Schlafmützigkeit des Wanderleiters absieht.
Insgesamt war von Müdigkeit während der durchwanderten Nacht aber nur wenig zu spüren. Selbst jener meiner Wanderfreunde, der die Qualität einer Wanderstrecke u.a. nach der Gemütlichkeit der passierten Buswartehäuschen beurteilt, blieb diesmal von Schläfrigkeitsanfällen wie durch ein Wunder verschont! Da mehrere Wanderfreunde die Route schon oft absolviert haben, zog sich unser kleines Teilnehmerfeld oft weit auseinander meist in Form einer schnelleren und einer etwas langsameren Gruppe. Zumindest zu den drei Pausen und am Ziel sahen sich alle Wanderer wieder.
Erstmals legten wir die Strecke Nordhausen-Halle in genau 24 Stunden zurück, wenn man von der uns geschenkten Winterzeitstunde absieht. Diese saßen wir diesmal in warmen Eisleber Bankvorräumen ab. Hätten wir das nicht getan, wären wir eine Stunde zu früh zum Frühstück im Aselebener Strandhotel erschienen und hätten gewiss vor verschlossenen Türen gestanden. Immerhin durften wir dort aber schon um 6 Uhr am Sonntagmorgen einkehren, während dies bisher stets erst 7 Uhr möglich gewesen war. Das hatte sich erst kurzfristig ergeben. Somit brauchten wir nicht gar so sehr zu bummeln. Das Reglement sieht die Bewältigung einer 100 km-Nonstop-Wanderstrecke in 24 Stunden vor, was aber nicht als Dogma angewandt wird.
Der Südharz-Hunderter im Oktober findet stets während der Hoch-Zeit der Laubfärbung statt. Einige Bilder veranschaulichen dies. Die Wanderfreunde reisten diesmal aus Berlin, Gießen, Dresden, der Oberlausitz, Lieskau bei Halle und Naundorf bei Halle an. Mit Alfred Stöber und dem Wanderleiter waren auch zwei Nordhäuser am Start. Ältester Teilnehmer war der 67-jährige Klaus Rieder aus Gießen, jüngster der 42-jährige Oliver Mieth aus der Oberlausitz.
Der am wenigsten angezogene Teilnehmer war eindeutig der Wanderleiter, der selbst bei 4 °C nur ein kurzärmliges T-Shirt trug und trotzdem noch ins Schwitzen kommt (siehe Fotos). Zwei Teilnehmer aus Dresden und Berlin stehen übrigens kurz vor ihrem 40.000. bei organisierten Touren absolvierten Wanderkilometer, womit sie fast die Länge des Äquators zu Fuß bewältigt haben.
Da immer noch manche Mitbürger daran zweifeln, dass wir auch nachts unterwegs sind, habe ich erstens unseren Fahrplan angefügt. Zweitens geben einige Bilder Auskunft. Der 13. Südharz-Hunderter findet am 11. und 12. Februar des kommenden Jahres auf der Strecke von Halle nach Nordhausen bei hoffentlich winterlichem Wetter statt.
Bodo Schwarzberg
Zu den Bildern:
- Wandergruppe bei Uftrungen,
- drei Hunde in Uftrungen,
- nachts irgendwo zwischen Questenberg und Wettelrode,
- ein Straßenkreuz kurz vor Wettelrode, das an einen Unfall vom September 2005 erinnert, bei dem eine junge Frau starb. Es wird nach wie vor liebevoll gepflegt und war noch nie ohne Kerzenschein.
- Abendbrot gegen Mitternacht in Grillenberg,
- Fußpflege in Grillenberg,
- Müdigkeit in einer Bushaltestelle,
- Frühstück am Süßen See,
- Wir passieren den Süßen See,
- Alte F 80 bei Rollsdorf
- ..an der dieses Denkmal für einen DDR-Sportler steht
- Laubfärbung an den Weinbergen
- der schweißnasse Rücken des Wanderleiters
- auch der Ort Köllme (km 93) hat seinen Mü(ll)berg. Ganz rechts stehen sogar Fässer, möglicherweise mit diversen Chemikalien
- Herzlichen Glückwunsch! Alfred Stöber aus Nordhausen (re) hat seinen ersten Hunderter geschafft!
- Der hallesche S-Bahnhof Nietleben bietet nur bedingt einen schönen Anblick.
- Auch der zufriedene Wanderleiter wartet auf die S-Bahn, die ihn zum Zug nach Nordhausen bringt. – Bis zum nächsten Mal!


















