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Die Bremer kommen

Dienstag, 08. November 2011, 14:54 Uhr
Esel, Hund, Katze und Hahn haben sich auf die Rente so gefreut. Doch jetzt stehen sie auf der Straße und verstehen die Welt nicht mehr. Deshalb macht das Quartett vor Weihnachten in Nordthüringen Station...


Als Ersten hat es den Esel erwischt. Er wurde von seinem langjährigen Arbeitgeber, dem Müller, der neuerdings auf moderne Technik setzt, in den Vorruhestand geschickt. Auf seinem Weg nach Bremen begegnet ihm ein Wachhund. Weil dieser Zähne und Biss verlor, schickte man ihn auf die Straße. Das Trio komplettiert die Katze, die, von ihrer Herrin ausgesetzt, ein Opfer von Katzenhaar-Allergie wurde. Alle drei sind ratlos, wovon sie in Zukunft leben sollen. Dann treffen sie auf den Hahn.
Der flüchtete aus einer Geflügelzuchtanlage und hat als einziger einen Plan: eine Karriere im Showgeschäft! Doch der gemeinsame Start ins Künstlerleben verzögert sich. Die Räuber sind dabei das geringste Problem. Vielmehr muss vom Gesangsquartett geklärt werden, wer von ihnen das Supertalent und welcher Song der Beste ist oder ob nicht doch ein Auftritt als Band die größten Chancen bietet.

Es ist das altbekannte Märchen in heutiger Version. Für die Adventszeit hat Steffen Mensching, Intendant des Theaters Rudolstadt, höchstpersönlich eine witzige Neubearbeitung der „Bremer Stadtmusikanten“ verfasst. In dem Grimmschen Märchenklassiker nehmen vier ausgemusterte Tiere ihr Schicksal selbst in die Hand und versuchen ihr Glück als Musikband.

Steffen Mensching verknüpft die zentralen Themen des beliebten Grimmschen Märchens mit heutigen Alltagserfahrungen. Nicht umsonst hat er seiner Version den Untertitel „The Animals“ hinzugefügt, den Namen einer englischen Band der 60er Jahre: Menschings flotte Reime und freche Dialoge werden durch tierisch viel Musik ergänzt, die von Rolf Fischer eigens für diese Fassung komponiert wurde. Die märchenhafte Ausstattung stammt von der Berliner Kostüm- und Bühnenbildnerin Sabine Pommerening. Sie schöpfte nicht nur im Fundus tierischer Accessoires, sondern ebenso bei den Bühnenoutfits verschiedenster Musikgrößen.

Die Nordthüringer Premiere findet am 22. November um 9 Uhr im Haus der Kunst in Sondershausen statt. Noch am selben Tag um 11 Uhr sowie am 23. November um 9 und 11 Uhr ist „Die Bremer Stadtmusikanten“ im Haus der Kunst zu sehen. Ab dem 29. November spielt das Märchen für Kinder ab fünf Jahren dann im Theater Nordhausen.

Karten gibt es an der Theaterkasse (Tel. 0 36 31/98 34 52), in der Sondershausen-Information (Tel. 0 36 32/78 81 11) und an allen Vorverkaufsstellen der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH.
Autor: nnz

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