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Das besondere Jahr

Mittwoch, 09. November 2011, 10:01 Uhr
Sie produziert wöchentlich einen Radiobetitrag mit dem Titel „Der besondere Film“ und könnte über ihre derzeitige Tätigkeit sagen: „Das besondere Jahr“. Alisa Schormann ist 19 Jahre jung, hat im Frühsommer ihr Abiturzeugnis am Herzberger E.-M.-Arndt-Gymnasium im sprachlichen Zweig abgelegt und verstärkt seit September 2011 das Team des Offenen Kanals Nordhausen.

Der lebenslustigen jungen Frau kam das Angebot der Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung Thüringen gerade recht, im Bürgersender OKN ein Freiwilliges soziales Jahr in der Kultur zu absolvieren. Für ein solches Jahr im Freiwilligendienst hatte sich Alisa beworben, um Zeit für sich selbst zu haben und Zukunftspläne zu schmieden.

Ermöglicht wird das gleich von mehreren Geldgebern. Das Land Thüringen schaffte mit dem Thüringenjahr die Voraussetzungen für diese Form eines Langzeitpraktikums und an der Finanzierung von Alisas Stelle beteiligen sich die Thüringer Landesmedienanstalt, die Stadt Nordhausen und die Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen. Alle drei Institutionen pflegen dieses Engagement schon seit vielen Jahren, was finanziell abhängigen Einrichtungen wie dem OKN willkommene, hoch motivierten zusätzliche Beschäftigte bescheren kann.

Alisas Aufgabenfeld ist schon kurz nach der Einarbeitungszeit gewaltig, was sie aber nicht als Belastung emnpfindet. „Für mich ist die Arbeit im OKN eine Superalternative, ich kann mein Wissen aus dem sprachlich orientierten Abitur einbringen; lesen, schreiben, sprechen, das macht alles riesig Spaß“, sagt die sympathische Herzbergerin. Täglich spricht sie die Nachrichtensendung „Der Tag“ ein und konnte mit längeren Beiträgen über die Fairtrade-Woche oder den Welt-Vegan-Tag schon viele Erfahrungen sammeln. Jeden Freitag ist sie mit dem OKN-Medienassistenten Peter Jentsch live auf Sendung, wenn es 13 Uhr heißt: „Nordhausen Bebelplatz“. Unter seiner Anleitung lernt Alisa viel Handwerkliches, um im Radio ihre eigenen Sendungen fahren und neu hinzukommenden Radiomachern im Offenen Kanal ihr erworbenes Wissen vermitteln zu können. Mit den neuen digitalen Mischpulten in den Sendestudios arbeitet sie zudem an modernster Radiotechnik.

Ihren Lebensmittelpunkt hat Alisa schnell nach Nordhausen verlegt. „Das ist aufregend, so selbständig zu sein. Ich wohne in einer tollen WG, wir verstehen uns alle prima und ich bin froh über diese Entscheidung“, erklärt sie verschmitzt lachend. Kein Wunder – kann sie doch von ihrem Wohnzimmerfenster aus den Sender sehen und benötigt zu Fuß zwei Minuten zur Arbeitsstelle.
Autor: nnz

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