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Wacker bereits am Sonnabend

Freitag, 18. November 2011, 06:59 Uhr
Obwohl sich der Sonntag als zuschauerfreundlicher Tag für die Nordhäuser Wackerfußballer erwies, müssen sie dieses Mal bereits am Sonnabend um 13.30 Uhr ihr 13. Punktspiel absolvieren. Zieht es trotzdem wieder um die 700 Leute in den Albert-Kuntz-Sportpark?


Gegner ist der Tabellendritte 1. SC 1911 Heiligenstadt, der bisher ebenfalls eine herausragende Saison spielte. Deshalb müssten eigentlich ja auch zahlreiche Fans aus dem benachbarten Eichsfeld den Weg nach Nordhausen finden, um ihre Mannschaft zu unterstützen. Doch der letzte Ausflug an den Fuß des Kuhberges im Herbst 2010 endete beim 5:0-Erfolg Wackers fast mit einem Debakel und dürfte den Gästen in unangenehmer Erinnerung sein.

Wer vor Jahresfrist von den 356 Zuschauern zu spät kam, den bestrafte zwar nicht das Leben, aber wer das akademische Viertel einhielt, versäumte bis zur 15. Minute vier saubere Tore der Wackeren, die bis dahin wie entfesselt eiskalt die ihnen gebotenen Chancen nutzen. Dabei zeigten sich die Heiligenstädter, die damals ebenfalls als Tabellendritter angereist waren, im weiteren Verlauf der Begegnung, dass deren Platz im Vorderfeld der Thüringenliga trotzdem durchaus seine Berechtigung besaß.

Jonas Heidrich (Foto: Wacker Nordhausen) Jonas Heidrich (Foto: Wacker Nordhausen) Mindestens acht damalige Wackerakteure werden dieses Mal nicht in der Anfangsformation mit dem Schiedsrichtertrio aus Jena und Gera auf den Rasen laufen. Auch die Zuschauerkulisse wird eine ganz andere Dimension haben als vor einem Jahr. Das ist kein Wunder, denn die Neunziger sind bisher ungeschlagener Spitzenreiter der Verbandsliga. Allein an diesen wenigen Fakten sieht man, was sich inzwischen geändert hat.

Wacker Nordhausen konnte in den zwölf Punktspielen der Saison noch von keinem Team bezwungen werden und möchte natürlich auch am Sonnabend im 13. Spiel nicht verlieren. Wenn Torhüter Jonas Heidrich (Bild) seinen „Kasten“ nach neunzig Spielminuten sauber halten könnte, würde sogar als „Nebenprodukt“ die Wacker-Erfolgsserie von 1994/1995 aus der Oberligazeit eingestellt werden – damals gab es neben sieben Unentschieden noch sechs Siege vom Spieljahresanfang an.

Am vergangenen Spieltag konnte der FC Eisenach von Wacker mit 4:2 bezwungen werden, auch der 1. SC 1911 Heiligenstadt ließ den SV SCHOTT Jena beim 3:1-Erfolg alt aussehen. Wer drei Tore gegen die abwehrstarken Zeiss-Städter erzielt, muss schon eine starke Mannschaft besitzen. Die Gäste verloren bisher nur am 3. Spieltag eine Auswärtsbegegnung und nahmen sonst immer wenigstens einen Punkt aus der Fremde mit. In Meuselwitz, Martinroda und Rudolstadt wurde sogar gewonnen. Der 1. SC 1911 ist damit viertbestes Auswärtsteam.

Programmhefft (Foto: Wacker Nordhausen) Programmhefft (Foto: Wacker Nordhausen) Jede Mannschaft möchte inzwischen als erste gegen Wacker den Platz als Sieger verlassen. Gelänge das den Eichsfelder Gästen, betrüge ihr Abstand auf Nordhausen nur noch fünf Punkte. Doch die Wackerakteure wissen ihrerseits, dass sie am Sonnabend mit einem weiteren Dreier den Abstand zum ambitionierten Verfolger Heiligenstadt auf elf Punkte ausbauen könnten. Das sollte genügend Anreiz auf beiden Seiten sein, um den möglichst wieder vielen Zuschauern ein spannendes Spiel zu bieten. Im Fairplay-Wettbewerb der Liga liegt Heiligenstadt übrigens auf Platz eins, Wacker ist Dritter. Hoffen wir neben dem Spannungselement also auch auf eine faire Begegnung beider Kontrahenten in ihrem 28. Meisterschaftsspiel nach 1945 gegeneinander. Unser Verein wird wieder ein Programmheft (Titelseite im Bild) zum Kauf anbieten, mit dem die Erwerber in der Halbzeitpause an einer Verlosung teilnehmen.
Klaus Verkouter
Autor: nnz

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