nnz-online

Auf dem Weg nach Bremen

Dienstag, 22. November 2011, 12:24 Uhr
Es begann schon sehr gruselig. Durch den düsteren morgendlichen Schlosspark von Sondershausen waren "finstere Gestalten" unterwegs. Wo sie mal nur hin wollten? Für Sie blieb kn auf den Fersen...

Auf dem Weg nach Bremen (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Auf dem Weg nach Bremen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Na so ein Zufall, die gingen ja tatsächlich zum Haus der Kunst, wo kn die "Bremer Stadtmusikanten treffen wolle. Die hatten ein großes Problem. Esel, Hund, Katze und Hahn hatten sich auf die Rente so gefreut. Doch jetzt stehen sie auf der Straße und verstehen die Welt nicht mehr, hatte man kn vorab berichtet. Deshalb ist das Quartett vor Weihnachten auch in Nordthüringen unterwegs, um über ihr Schicksal zu berichten.

Auf dem Weg nach Bremen (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Auf dem Weg nach Bremen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Ein in die Jahre gekommener Arbeitnehmer, ein alter Esel, wurde von seinem langjährigen Arbeitgeber, dem jungschen Müller, auf recht drastische Weise in den Vorruhestand geschickt. Vom Arbeitnehmer wurde ihm vorgegaukelt, dass es in der Stadt am Meer, Bremen, für einen alten Esel Arbeit gäbe. Auf seinem Weg nach Bremen begegnet ihm ein Wachhund, eine Katze und ein Hahn. Wie es weiterging wird natürlich nicht verraten.

Auf dem Weg nach Bremen (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Auf dem Weg nach Bremen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Aber Sie werden es erkannt haben, es ist das altbekannte Märchen der Bremer Stadtmusikanten in heutiger Version. Für die Adventszeit hat Steffen Mensching, Intendant des Theaters Rudolstadt, höchstpersönlich eine witzige Neubearbeitung der „Bremer Stadtmusikanten“ verfasst. In dem Grimmschen Märchenklassiker nehmen vier ausgemusterte Tiere ihr Schicksal selbst in die Hand und versuchen ihr Glück als Musikband.

Steffen Mensching verknüpft die zentralen Themen des beliebten Grimmschen Märchens mit heutigen Alltagserfahrungen. Nicht umsonst hat er seiner Version den Untertitel „The Animals“ hinzugefügt, den Namen einer englischen Band der 60er Jahre: Menschings flotte Reime und freche Dialoge werden durch tierisch viel Musik ergänzt, die von Rolf Fischer eigens für diese Fassung komponiert wurde. Die märchenhafte Ausstattung stammt von der Berliner Kostüm- und Bühnenbildnerin Sabine Pommerening. Sie schöpfte nicht nur im Fundus tierischer Accessoires, sondern ebenso bei den Bühnenoutfits verschiedenster Musikgrößen.

Die Nordthüringer Premiere fand heute am 22. November um 9 Uhr im Haus der Kunst in Sondershausen statt. Noch am selben Tag um 11 Uhr folgte die nächste Veranstaltung. Auch am 23. November um 9 und 11 Uhr sind „Die Bremer Stadtmusikanten“ im Haus der Kunst zu sehen. Ab dem 29. November spielt das Märchen für Kinder ab fünf Jahren dann im Theater Nordhausen.

Den Kindern der Östertalschule, welche die "finsteren Gestalten" waren, gingen von Anfang an mit dem Stück mit. Selbst einige Erwachsene, die nicht zu den Erziehern gehörten, mischten sich unters Publikum. Schauen Sie doch auch vorbei.
Karten gibt es an der Theaterkasse (Tel. 0 36 31/98 34 52), in der Sondershausen-Information (Tel. 0 36 32/78 81 11) und an allen Vorverkaufsstellen der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH.

Vier Bilder der Bildergalerie sind von Peter Scholz.
Autor: khh

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 nnz-online.de