Wie kann es anders sein: Erfolgreich
Donnerstag, 24. November 2011, 13:56 Uhr
Touristische Vertreter der Region Nordhausen informierten sich gestern bei der Mitgliederversammlung des Harzer Tourismusverbandes (HTV) in Goslar-Hahnenklee über aktuelle touristische Trends im Harz...
Vorgestellt hat der HTV u.a. die neue Merchandising-Linie mit Souvenirs und anderen Produkten, die es demnächst auch in der Nordhäuser Stadt-Info geben wird. Umfassend, informativ und serviceorientiert beschrieb Andreas Lehmberg vom HTV den neuen Internetauftritt für den Harz. Unter harzinfo.de wird auf rund 1.800 Seiten der Harz vorgestellt, Gäste und Einheimische können mit umfangreichem Kartenmaterial ihre Wanderungen planen oder Unterkünfte suchen und buchen. Aktuell wird ein Wintersport-Portal vorbereitet, das auch die aktuellen Wetter- und Schneeaussichten mitberücksichtigt. Ab dem Frühjahr können Rennradfans auf harzinfo.de die schönsten Routen durch den Harz finden. Wir bereiten zurzeit den mehrsprachigen Webauftritt vor. In Englisch, Dänisch und Niederländisch werden dann die wichtigsten Themen für den internationalen Markt aufbereitet, sagte HTV-Geschäftsführerin Carola Schmidt. Außerdem betreut der HTV weitere Web-Portale wie harzcard.info, auf dem die Nutzer die günstigste Route zu ihren HarzCard-Zielen planen oder auch die Ersparnis durch die HarzCard ausrechnen können, die bei 135 Partnern Vergünstigungen bringt.
Ein weiteres Element der neuen Dachmarke ist Typisch Harz, ein Label, das regionalen Produkten verliehen wird. 16 Produzenten haben sich bereits erfolgreich um das Qualitätssiegel beworben, die ersten wurden dieses Jahr auf dem Harzfest in Nordhausen ausgezeichnet, darunter auch Direktvermarkter aus dem Landkreis. Ein Thema war auch die zukünftige Finanzierung des Verbandes, denn durch den Wegfall der jetzigen Landesförderungen der drei Harz-Bundesländer droht ab 2014 ein jährliches Defizit von rund 160.000 Euro. In den kommenden Monaten soll eine Studie nach Möglichkeiten suchen, dieses Defizit zu decken.
Wir gehören im Vergleich zu den ärmsten Tourismusorganisationen Deutschlands. Wir müssen zukünftig die Finanzierung neu gestalten, sagte der HTV-Vorsitzende Stephan Manke.
Auch der Südharz wirbt für sich in Publikationen des HTV, wie in der neuen Kulturbroschüre. Auch darüber hinaus haben Stadt und Landkreis Nordhausen, die KAG Südharz mit Neustadt, Ilfeld und Ellrich und der Südharzer Tourismusverband in diesem Jahr bei verschiedenen Anlässen gemeinsam für die Region geworben: ganz aktuell in der vorigen Woche bei der Tourismus-Messe T&C Leipzig oder Anfang kommenden Jahres bei der Messe Reisen in Hamburg.
Weitere Beispiele sind die Anzeige im Reisekatalog des HTV 2012 gemeinsam mit dem Theater Nordhausen, dem Rabensteiner Stollen sowie der Traditionsbrennerei und Präsentationen mit der Thüringen Tourismus GmbH in Dortmund und Kassel, bei denen die Zeitungen vor Ort für die Partnerregionen werben und sich die Regionen an Ständen in den Fußgängerzonen vorstellen. Bei solchen Leser-Service-Aktionen will sich die Region Nordhausen im kommenden Jahr in Hannover und Düsseldorf beteiligen.
Die Stadt Nordhausen präsentiert sich zusätzlich über den Verein Thüringer Städte und auch einzelne Leistungsträger wie das Theater und die Traditionsbrennerei werben auf Messen wir der ITB, der größten Touristikmesse, oder der Grünen Woche.
Zurzeit ist außerdem ein neues Gastgeberverzeichnis in Arbeit und der Südharzer Tourismusverband bereitet parallel zu den zahlreichen Aktivitäten rund um den Naturpark Südharz derzeit eine neue Imagebroschüre und eine Freizeitkarte für den Landkreis vor. Der Naturpark Südharz hat zudem die Tür geöffnet, unter dem Dach der Nationalen Naturlandschaften zu werben, was der Südharzer Tourismusverband als Naturparkträger bereits genutzt hat.
Im kommenden Jahr werden sich alle Nationalen Naturlandschaften im Harz gemeinsam in einer Broschüre vorstellen – ein bundesweit einmaliges Projekt, wie HTV-Geschäftsführerin Carola Schmidt gestern bei der Mitgliederversammlung sagte. Ebenso positive Aussichten verspricht die Zertifizierung des Karstwanderweges als Qualitätsweg Wanderbares Deutschland, die eine Werbung in der Riege der besten deutschen Wanderwege ermöglicht.
Dies sind nur einige Beispiele für Werbeaktivitäten, um mehr Gäste für die Region zu gewinnen. Bislang sind die Übernachtungszahlen in den ersten acht Monaten dieses Jahres gesunken – eine Entwicklung, die sich in der ersten Jahreshälfte aufgrund der ungünstigen Witterungsbedingungen im gesamten Harz zeigte. Wir haben beim Thüringer Landesamt für Statistik nach möglichen Gründen für diesen Negativtrend nachgefragt. Nach Auskunft der Statistiker hatte unsere Region verglichen mit allen anderen Thüringer Reisegebieten in den vergangenen drei Jahren ein überdurchschnittlich hohes Wachstum.
So konnten wir in den ersten acht Monaten des vergangenen Jahres im Vergleich zu 2007 im Südharz fast 13 Prozent mehr Gästeankünfte und gut 12 Prozent mehr Übernachtungen verbuchen. In Relation dazu waren die Zuwächse in den anderen Thüringer Reisegebieten mit 3,5 Prozent bzw. 2,6 Prozent deutliche geringer, so Jessica Piper vom Landkreis Nordhausen. Das hohe Niveau von 2010 konnten wir dieses Jahr leider nicht halten. 40 Beherbergungsbetriebe mit knapp 2.900 Schlafgelegenheiten werden in der Statistik erfasst, davon mussten etwa zwei Drittel Rückgänge verzeichnen, aber ein Drittel hatte auch Zuwächse. Der Negativtrend ist also nicht durchgängig.
Bemerkbar machen sich in der Statistik auch Häuser, die derzeit nicht geöffnet sind – wie die Kalkhütte im Alten Stolberg, die aktuell ausgebaut wird, um die Qualität zu verbessern – eine Investition in der Tourismusbranche, die langfristig Früchte tragen wird.
Autor: nnzVorgestellt hat der HTV u.a. die neue Merchandising-Linie mit Souvenirs und anderen Produkten, die es demnächst auch in der Nordhäuser Stadt-Info geben wird. Umfassend, informativ und serviceorientiert beschrieb Andreas Lehmberg vom HTV den neuen Internetauftritt für den Harz. Unter harzinfo.de wird auf rund 1.800 Seiten der Harz vorgestellt, Gäste und Einheimische können mit umfangreichem Kartenmaterial ihre Wanderungen planen oder Unterkünfte suchen und buchen. Aktuell wird ein Wintersport-Portal vorbereitet, das auch die aktuellen Wetter- und Schneeaussichten mitberücksichtigt. Ab dem Frühjahr können Rennradfans auf harzinfo.de die schönsten Routen durch den Harz finden. Wir bereiten zurzeit den mehrsprachigen Webauftritt vor. In Englisch, Dänisch und Niederländisch werden dann die wichtigsten Themen für den internationalen Markt aufbereitet, sagte HTV-Geschäftsführerin Carola Schmidt. Außerdem betreut der HTV weitere Web-Portale wie harzcard.info, auf dem die Nutzer die günstigste Route zu ihren HarzCard-Zielen planen oder auch die Ersparnis durch die HarzCard ausrechnen können, die bei 135 Partnern Vergünstigungen bringt.
Ein weiteres Element der neuen Dachmarke ist Typisch Harz, ein Label, das regionalen Produkten verliehen wird. 16 Produzenten haben sich bereits erfolgreich um das Qualitätssiegel beworben, die ersten wurden dieses Jahr auf dem Harzfest in Nordhausen ausgezeichnet, darunter auch Direktvermarkter aus dem Landkreis. Ein Thema war auch die zukünftige Finanzierung des Verbandes, denn durch den Wegfall der jetzigen Landesförderungen der drei Harz-Bundesländer droht ab 2014 ein jährliches Defizit von rund 160.000 Euro. In den kommenden Monaten soll eine Studie nach Möglichkeiten suchen, dieses Defizit zu decken.
Wir gehören im Vergleich zu den ärmsten Tourismusorganisationen Deutschlands. Wir müssen zukünftig die Finanzierung neu gestalten, sagte der HTV-Vorsitzende Stephan Manke.
Auch der Südharz wirbt für sich in Publikationen des HTV, wie in der neuen Kulturbroschüre. Auch darüber hinaus haben Stadt und Landkreis Nordhausen, die KAG Südharz mit Neustadt, Ilfeld und Ellrich und der Südharzer Tourismusverband in diesem Jahr bei verschiedenen Anlässen gemeinsam für die Region geworben: ganz aktuell in der vorigen Woche bei der Tourismus-Messe T&C Leipzig oder Anfang kommenden Jahres bei der Messe Reisen in Hamburg.
Weitere Beispiele sind die Anzeige im Reisekatalog des HTV 2012 gemeinsam mit dem Theater Nordhausen, dem Rabensteiner Stollen sowie der Traditionsbrennerei und Präsentationen mit der Thüringen Tourismus GmbH in Dortmund und Kassel, bei denen die Zeitungen vor Ort für die Partnerregionen werben und sich die Regionen an Ständen in den Fußgängerzonen vorstellen. Bei solchen Leser-Service-Aktionen will sich die Region Nordhausen im kommenden Jahr in Hannover und Düsseldorf beteiligen.
Die Stadt Nordhausen präsentiert sich zusätzlich über den Verein Thüringer Städte und auch einzelne Leistungsträger wie das Theater und die Traditionsbrennerei werben auf Messen wir der ITB, der größten Touristikmesse, oder der Grünen Woche.
Zurzeit ist außerdem ein neues Gastgeberverzeichnis in Arbeit und der Südharzer Tourismusverband bereitet parallel zu den zahlreichen Aktivitäten rund um den Naturpark Südharz derzeit eine neue Imagebroschüre und eine Freizeitkarte für den Landkreis vor. Der Naturpark Südharz hat zudem die Tür geöffnet, unter dem Dach der Nationalen Naturlandschaften zu werben, was der Südharzer Tourismusverband als Naturparkträger bereits genutzt hat.
Im kommenden Jahr werden sich alle Nationalen Naturlandschaften im Harz gemeinsam in einer Broschüre vorstellen – ein bundesweit einmaliges Projekt, wie HTV-Geschäftsführerin Carola Schmidt gestern bei der Mitgliederversammlung sagte. Ebenso positive Aussichten verspricht die Zertifizierung des Karstwanderweges als Qualitätsweg Wanderbares Deutschland, die eine Werbung in der Riege der besten deutschen Wanderwege ermöglicht.
Dies sind nur einige Beispiele für Werbeaktivitäten, um mehr Gäste für die Region zu gewinnen. Bislang sind die Übernachtungszahlen in den ersten acht Monaten dieses Jahres gesunken – eine Entwicklung, die sich in der ersten Jahreshälfte aufgrund der ungünstigen Witterungsbedingungen im gesamten Harz zeigte. Wir haben beim Thüringer Landesamt für Statistik nach möglichen Gründen für diesen Negativtrend nachgefragt. Nach Auskunft der Statistiker hatte unsere Region verglichen mit allen anderen Thüringer Reisegebieten in den vergangenen drei Jahren ein überdurchschnittlich hohes Wachstum.
So konnten wir in den ersten acht Monaten des vergangenen Jahres im Vergleich zu 2007 im Südharz fast 13 Prozent mehr Gästeankünfte und gut 12 Prozent mehr Übernachtungen verbuchen. In Relation dazu waren die Zuwächse in den anderen Thüringer Reisegebieten mit 3,5 Prozent bzw. 2,6 Prozent deutliche geringer, so Jessica Piper vom Landkreis Nordhausen. Das hohe Niveau von 2010 konnten wir dieses Jahr leider nicht halten. 40 Beherbergungsbetriebe mit knapp 2.900 Schlafgelegenheiten werden in der Statistik erfasst, davon mussten etwa zwei Drittel Rückgänge verzeichnen, aber ein Drittel hatte auch Zuwächse. Der Negativtrend ist also nicht durchgängig.
Bemerkbar machen sich in der Statistik auch Häuser, die derzeit nicht geöffnet sind – wie die Kalkhütte im Alten Stolberg, die aktuell ausgebaut wird, um die Qualität zu verbessern – eine Investition in der Tourismusbranche, die langfristig Früchte tragen wird.



