Kunsthorst für Schwarzstörche im Naturpark Südharz
Montag, 02. Januar 2012, 13:05 Uhr
Das Team des Naturparks Südharz hat gemeinsam mit dem Verein der Nordhäuser Ornithologen einen künstlichen Horst für Schwarzstörche im Südharz installiert. Der Schwarzstorch galt hier in der Gegend als ausgestorben und ist erst vor etwa 25 Jahren in den Harz als seltener Brutvogel zurückgekehrt...
Seitdem gibt es im Südharz mehrere Brutplätze, die regelmäßig besetzt sind. Im Laufe der Jahre werden die Schwarzstorchhorste jedoch immer schwerer, weil die Vögel jährlich neues Nistmaterial auftragen. Es kommt deshalb vor, dass die Horste auf zu schwachen Ästen herunter brechen, so geschehen 2003. Damals wurde von der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises und dem damaligen Forstamt in Ilfeld an gleicher Stelle ein Kunsthorst errichtet, der schon im nächsten Jahr von den Schwarzstörchen angenommen wurde. 2008 brach wieder ein Schwarzstorchhorst herunter. Wegen fehlender finanzieller Mittel konnte damals nicht sofort reagiert und ein Kunsthorst errichtet werden. Der Träger des vor einem Jahr ausgewiesenen Naturparks Südharz hat sich gleich im Frühjahr 2011 mit diesem Problem beschäftigt. Bei der Vorbereitung eines neuen Kunsthorstes wurden die Erfahrungen der Unteren Naturschutzbehörde aus 2003 genutzt.
Der private Waldbesitzer, in dessen Forstrevier der Horstbaum steht, gab freundlicherweise sein Einverständnis dafür, einen Kunsthorst zu errichten. Auch das Forstamt Bleicherode-Südharz wirkte mit und stellte das für einen Kunsthorst erforderliche Material zur Verfügung. Anfang Dezember konnte nun der Kunsthorst in 30 Meter Höhe von zwei erfahrenen Zapfenplückern des Forstamtes Schmalkalden montiert werden. Der genaue Ort wird nicht verraten, damit der Horst ungestört bleibt, was die Chancen erhöht, dass die scheuen Tiere ihn annehmen.
Die Mitglieder des Vereins Nordhäuser Ornithologen, die die Schwarzstorchhorste betreuen, freuen sich sehr über die Hilfe für die Schwarzstörche und bedanken sich bei allen Beteiligten, insbesondere beim Naturparkträger für die uneigennützige Hilfe, sagte Herbert Buchholz von den Nordhäuser Ornithologen. Wir erwarten nun mit Spannung das nächste Frühjahr und hoffen, dass der Kunsthorst von den Schwarzstörchen angenommen wird.
Auch André Richter vom Naturpark Südharz sieht diese Naturschutzmaßnahme positiv: Für mich ist dieses kleine Projekt beispielgebend, wie Naturparkarbeit in Zukunft funktionieren kann. Es braucht einen Impuls, fachliche Kompetenz, wie sie in diesem Fall die Nordhäuser Ornithologen beisteuerten, einen Akteur, der die Finanzierung und Organisation übernimmt – hier war es der Südharzer Tourismusverband als Naturparkträger – und es braucht weitere Partner wie Grundeigentümer, Institutionen wie zum Beispiel das Forstamt oder die Untere Naturschutzbehörde, um das Vorhaben letztlich so erfolgreich wie hier umzusetzen.
Autor: nnzSeitdem gibt es im Südharz mehrere Brutplätze, die regelmäßig besetzt sind. Im Laufe der Jahre werden die Schwarzstorchhorste jedoch immer schwerer, weil die Vögel jährlich neues Nistmaterial auftragen. Es kommt deshalb vor, dass die Horste auf zu schwachen Ästen herunter brechen, so geschehen 2003. Damals wurde von der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises und dem damaligen Forstamt in Ilfeld an gleicher Stelle ein Kunsthorst errichtet, der schon im nächsten Jahr von den Schwarzstörchen angenommen wurde. 2008 brach wieder ein Schwarzstorchhorst herunter. Wegen fehlender finanzieller Mittel konnte damals nicht sofort reagiert und ein Kunsthorst errichtet werden. Der Träger des vor einem Jahr ausgewiesenen Naturparks Südharz hat sich gleich im Frühjahr 2011 mit diesem Problem beschäftigt. Bei der Vorbereitung eines neuen Kunsthorstes wurden die Erfahrungen der Unteren Naturschutzbehörde aus 2003 genutzt.
Der private Waldbesitzer, in dessen Forstrevier der Horstbaum steht, gab freundlicherweise sein Einverständnis dafür, einen Kunsthorst zu errichten. Auch das Forstamt Bleicherode-Südharz wirkte mit und stellte das für einen Kunsthorst erforderliche Material zur Verfügung. Anfang Dezember konnte nun der Kunsthorst in 30 Meter Höhe von zwei erfahrenen Zapfenplückern des Forstamtes Schmalkalden montiert werden. Der genaue Ort wird nicht verraten, damit der Horst ungestört bleibt, was die Chancen erhöht, dass die scheuen Tiere ihn annehmen.
Die Mitglieder des Vereins Nordhäuser Ornithologen, die die Schwarzstorchhorste betreuen, freuen sich sehr über die Hilfe für die Schwarzstörche und bedanken sich bei allen Beteiligten, insbesondere beim Naturparkträger für die uneigennützige Hilfe, sagte Herbert Buchholz von den Nordhäuser Ornithologen. Wir erwarten nun mit Spannung das nächste Frühjahr und hoffen, dass der Kunsthorst von den Schwarzstörchen angenommen wird.
Auch André Richter vom Naturpark Südharz sieht diese Naturschutzmaßnahme positiv: Für mich ist dieses kleine Projekt beispielgebend, wie Naturparkarbeit in Zukunft funktionieren kann. Es braucht einen Impuls, fachliche Kompetenz, wie sie in diesem Fall die Nordhäuser Ornithologen beisteuerten, einen Akteur, der die Finanzierung und Organisation übernimmt – hier war es der Südharzer Tourismusverband als Naturparkträger – und es braucht weitere Partner wie Grundeigentümer, Institutionen wie zum Beispiel das Forstamt oder die Untere Naturschutzbehörde, um das Vorhaben letztlich so erfolgreich wie hier umzusetzen.



