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Wir machen alles besser

Montag, 23. Januar 2012, 18:16 Uhr
Industriegebiet vollmachen, Verwaltung effizienter gestalten, die Kiesteiche zu einem Kurz-Urlaubsgebiet umwandeln. Das Krankenhaus nicht verkaufen, den Landkreis ökologischer machen, keinen weiteren Gipsabbau zulassen – all das soll die beiden kommunalen Kandidaten der FDP wählenswert machen...

Wollen gewählt werden: Thume (vorn), Höfer (Foto: nnz) Wollen gewählt werden: Thume (vorn), Höfer (Foto: nnz)

Martin Höfer will neuer Oberbürgermeister werden, wieder einmal. Dazu hat er nach sechs Jahren schon viele neue Ideen, um deren Umsetzung er sich kümmern will. Vieles blieb in den zurückliegenden Jahren liegen, weil sich „Frau Rinke um ihre Denkmale kümmmern musste“. Auch wolle man endlich bei Auschreibungen die vielen Unternehmen zum Zuge kommen lassen, die bislang vergeblich an die Rathaustür klopften. Und all das Liebenswerte erhalten. Im Wahlkampf will der Liberale eher auf seinen Namen, statt auf seine Partei setzen. „Ich bin unter allen Kandidaten das wirkliche Nordhäuser Urgestein, ich bin der Echte Nordhäuser!“

Manuel Thume will Landrat werden und hat – so er denn gewählt – erst einmal mit einem Berg Schulden zu tun. Der könnte den Landkreis in die Insolvenz bringen. Alle Einsparvorschläge der FDP wurde seitens der großen Kreistagsfraktionen abgelehnt. Besoldung des Landrates, Fraktionsgeld oder überhaupt die Notwendigkeit einer zweiten Beigeordneten. Alles liberal vorgeschlagen, alles von der Nationalen Front abgelehnt.

Wenn Thume Landrat ist, dann will er gemeinsam mit Martin Höfer die beiden Wirtschaftsförderämter zusammenlegen. Und überhaupt will er auch das Industriegebiet in der Goldenen Aue füllen, auch mit Höfer als OB bei den Konzernen in Deutschland und der Welt werben.

Nicht so schnell lösbar seien die Schulden des Landkreises, seiner Meinung nach rund 38 Millionen Euro, was eine Zwangsverwaltung künftig nicht ausschließe. Das Theater muss erhalten werden, seine Finanzierung müsse langfristiger betrachtet werden. Auch will Manuel Thume nicht „massenhaft Leute entlassen“, sondern die Arbeit effektiver machen und mit dem Rathaus, also mit Martin Höfer, sich Aufgaben teilen kann. Das wäre für beide Seiten ein Gewinn und würde für den Bürger mehr Klarheit bringen.

Nicht glücklich gelaufen sei es bisher mit der Transparenz innerhalb der Kreisverwaltung, es müssten mehr Einwohnersprechstunden her, auch ein weiterer Beirat soll etabliert werden. Nach Behinderten-, Sport- oder Seniorenbeirat wird es bei der Thumewahl noch einen Generationenbeirat geben. Und außerdem solle sich bei den Beamten in der Kreisverwaltung eine Beförderung nicht ersessen werden, sondern erarbeitet werden.
Autor: nnz

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