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Neuer Vorstand gewählt

Sonntag, 19. Februar 2012, 12:40 Uhr
Eine durchweg positive Bilanz der geleisteten Arbeit zog der Vorsitzende des Nordhäuser Geschichtsvereins auf der Jahreshauptversammlung am Dienstag für das vergangene Jahr. Nach der Entlastung der alten Vereinsspitze wählten die Mitglieder einen neuen Vorstand. Die nnz mit Einzelheiten.

Felsenwohnung in Langenstein (Foto: Hellberg) Felsenwohnung in Langenstein (Foto: Hellberg)

Für weitere zwei Jahre erhielten Hans-Jürgen Grönke als Vorsitzender, Peter Pohl (Stellvertreter), Paul Lauerwald (Schriftführer); Rainer Hellberg (Beisitzer) und Lothar Dienemann als Schatzmeister erneut das Vertrauen der Mitglieder.

In seinem Rechenschaftsbericht erinnerte der Vorsitzende an die zahlreichen Aktivitäten des Jahres 2011. Er würdigte nochmals den 20. Jahrestag der Wiedergründung des Vereins, der im Sommer des vergangenen Jahres in einem feierlichen Rahmen in den Rolandstuben begangen wurde.

„Regionale Historie zu erforschen und aufzuarbeiten und den Südharzern Heimatgeschichte näher zu bringen, ist das Hauptanliegen des Vereins. Seit 1991 sind über 200 Vorträge, unzählige Führungen, Studienfahrten bzw. Bus- und Autoexkursionen durchgeführt worden. Mehrere Gedenktafeln für bedeutende Nordhäuser wurden finanziert und an deren Wohn- bzw. Wirkungsstätten angebracht. Erinnert sei auch an die vielen stets unentgeltlichen Führungen zu den Rolandsfesten und während Landesgartenschau 2004, bei der die Vorstandsmitglieder vor allem vielen Touristen auf wöchentlichen Führungen die Sehenswürdigkeiten der Stadt näher brachten. Neben den monatlichen Veranstaltungen, die für alle offen sind, veröffentlichen Mitglieder des Vereins ihre Forschungsergebnisse in Publikationen und machen sie so für die Allgemeinheit zugänglich. Die wichtigste Plattform dafür ist die seit 1977 vom Verein, vom Museum Tabakspeicher und dem Stadtarchiv Nordhausen ununterbrochen herausgegebenen „Beiträge zur Geschichte in Stadt und Kreis Nordhausen“. Außerdem sind zahlreiche eigene Publikationen von Mitgliedern erschienen, die sich mit speziellen Forschungsthemen zur Stadtgeschichte befassen“, so Grönke, der anschließend das gesamte ereignisreiche Jahr Revue passieren ließ.

Die vielseitigen Veranstaltungen an jeden zweiten Dienstag im Monat im Vereinshaus „Thomas Mann“ fanden auch 2011 große Resonanz. Dazu zählten u. a. die Vorträge von Michael Reinboth aus Walkenried über die Dampfseifenfabrik Karl Genzel, Helmut Warmecke aus Nordhausen zum Thema „Der Königshof Bodfeld im Spiegel der Literatur“, Björn Rauchfuß (Berlin) über „Das Dorf der Einwanderer, Siedler der polnischen Przeworsk-Kultur bei Leimbach“, Fritz Reinboth (Braunschweig) über die älteste Nennung von Walkenried, Rainer Hellberg über die Straßen in Nordhausen, Eugen Meyer (Ellrich), der über seine Erlebnisse auf der Flucht 1945 aus Ostpreußen sprach, Thomas Kopf über alte Nordhäuser Ansichten, Fred Dittmann aus Kelbra zum Thema „Steinrüche am und im Kyffhäuser-Gebirge“, Michael Flagmeyer aus Nordhausen über die Ordensburgen in der NS-Zeit. Die Weihnachtsfeier im Museum Tabakspeicher bildete den würdigen Abschluss des Vereinsjahres.

„Geschichte zum Anfassen“ erlebten viele Mitglieder und Gäste auf den durchgeführten Auto- und Bus-Exkursionen u. a. nach Halberstadt (Besichtigung des Domschatzes, des größten Weinfasses der Welt und den faszinierenden Felsenwohnungen von Langenstein) und ins Nordeichsfeld. Die Bus-Exkursion führte zur Doppelkapelle Landsberg und nach Halle (Franck’sche Stiftungen). Auf „Schusters Rappen“ ging es im Juli entlang des Karstwanderweges über die Kohnsteinmühle, Flehmüllers Eiche nach Krimderode.

Der Geschichtsverein engagiert sich auch in anderen Vereinen, so u. a. in den Fördervereinen „Park Hohenrode“ und „Flohburg“, „Burg Straußberg“ sowie im Harzverein für Geschichte und Altertumskunde. Enge Kontakte werden zum Sangerhäuser Geschichtsverein gepflegt.

Auch für das Jahr 2012 stellt sich der Geschichts- und Altertumsverein anspruchsvolle Ziele. So wird es wieder vielfältige Vorträge sowie Auto- und Bus-Exkursionen geben. So steht im März der Vortrag von Diethard Walther vom Museum für Ur- und Frühgeschichte Weimar zum Thema „Ausgrabungen auf dem Frauenberg bei Sondershausen“ auf dem Programm. Gäste sind stets willkommen. Alle Termine und Aktivitäten werden rechtzeitig in der Presse bekannt gegeben.

Einen würdigen Abschluss der Jahreshauptversammlung bildete der kurzweilige Vortrag von Peter Pohl über Hugo Haase.
Autor: rh

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