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Will nicht Zweiter werden...

Montag, 20. August 2012, 09:07 Uhr
Der gebürtige Merseburger Christian Ritter versucht am 26. August zum fünften Mal das Rennen um den Sparkassen Cup beim Scheunenhof-Triathlon in Nordhausen zu gewinnen. Nach einer Verletzungspause bestätigte er mit dem Sieg über die Mitteldistanz in Waren an der Müritz seine gute Form und möchte daran auch am kommenden Wochenende anknüpfen. Neben Henry Beck, Sebastian Küfner und Folker Schwesinger ist er der Topfavorit im Kampf um den Titel der zehnten Auflage...


Ritter (Foto: privat) Ritter (Foto: privat) nnz: Im Frühjahr waren Sie lange Zeit verletzt. Was hatten Sie genau für Probleme und wie lange hat Sie dies behindert?

Christian Ritter: Was ich genau hatte, weiß ich bis heute nicht. Ich war bei zig Ärzten und keiner konnte mit eine genaue Diagnose ausstellen. Ich hatte einfach Schmerzen beim Laufen in der linken Hüftgegend, was sich acht bis zehn Wochen von Mitte April bis in den Juni hinein hingezogen hat. Als ich dann Mitte Juni wieder laufen konnte, war die komplette Saisonplanung mit Starts in Kraichgau und Roth natürlich nicht mehr realisierbar.

nnz: Ihr Plan war ursprünglich auch in einem italienischen Team zu starten und dort einen Wettkampf zu bestreiten.

Christian Ritter: Genau. Ich wollte meinen ersten Wettkampf eigentlich am 1. Mai nahe Florenz machen. Dies ist dann aber auch der Verletzung geschuldet ins Wasser gefallen und ich musste es absagen. Dies war ein ähnliches Unterfangen wie das Triathlon Team Mitteldeutschland, für das ich auch oft in der 2. Bundesliga starte.

nnz: Nach dem Einstieg wurden Sie in Leipzig disqualifiziert, konnten anschließend aber in Waren / Müritz ein Rennen auf der Mitteldistanz gewinnen. Wie sehen Sie ihre derzeitige Form?

Christian Ritter: Ich denke doch dass ich wieder gut in Form bin, sonst wäre in Waren der Vorsprung von zehn Minuten auch nicht zustande gekommen. Selbst in Waren bin ich schon ziemlich gut gelaufen und momentan kann ich mich auch was die Trainingsleistung angeht nicht beschweren - es läuft wieder sehr gut.

nnz: Sie sieht Ihre weitere Vorbereitung bis zum Scheunenhof-Triathlon aus?

Christian Ritter: Ich werde am kommenden Wochenende noch in der 2. Bundesliga mit dem Triathlon Team Mitteldeutschland in Witten starten. Ich mache ganz gerne Wettkämpe um zu sehen wo ich stehe, außerdem möchte ich natürlich dem Team noch etwas helfen, damit es sich etwas weiter vorne platziert. Trotzdem spielt natürlich der Wettkampf in Witten eine untergeordnete Rolle, da der Fokus schon auf dem Scheunenhof liegt.

nnz: In diesem Jahr haben Sie mit Henry Beck, Sebastian Küfner oder Folker Schwesinger sehr starke Konkurrenz. Ist trotzdem die Titelverteidigung das Ziel?

Christian Ritter: Uli Konschak hat sich wie in jedem Jahr bemüht, ein starkes und großes Starterfeld zu organisieren. Es wird auf jeden Fall sehr interessant werden. Ich will aber nicht hinfahren, um am Ende Zweiter zu werden. Wenn jemand anders besser ist, kann ich dies nicht ändern. Ich möchte versuchen erneut zu gewinnen.

nnz: Wie sieht Ihre Wettkampfplanung nach dem Scheunenhof aus?

Christian Ritter: Ich möchte in diesem Jahr noch einen Ironman absolvieren, um für Hawaii 2013 schon Punkte im Ranking zu sammeln. Welcher Wettkampf dies allerdings ist, steht noch nicht genau fest und ist alles ein bisschen abhängig vom Wettkampfverlauf in Nordhausen.

Das Interview führte Johann Reinhardt
Autor: nnz

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