Immer mehr Kaiserschnitte in der Region
Donnerstag, 18. Oktober 2012, 18:42 Uhr
In Deutschland geht der Trend zum Kaiserschnitt: Mittlerweile bringt jede dritte Frau in unserem Land ihr Baby auf diesem Weg auf die Welt. Auch in der Region Nordhausen sprechen die Statistiken für eine Zunahme dieser Geburtenmethode. Doch woher kommt dieser Trend eigentlich...
Ein Kaiserschnitt ist nur in etwa der Hälfte der Fälle medizinisch notwendig: Meistens, weil das Kind falsch herum in der Gebärmutter liegt oder wenn Lebensgefahr für Mutter und/oder Kind besteht. Eher selten ist der sogenannte sekundäre Kaiserschnitt, der erfolgt, wenn die Geburt schon begonnen hat und dringende Maßnahmen notwendig werden, um das Leben des Kindes oder der Mutter zu retten. Beispielsweise wenn die Herztöne des Kindes auf Komplikationen hinweisen oder sich das Kind in letzter Sekunde noch falsch dreht.
Die Zunahme des Kaiserschnitts als Geburtsmethode hängt jedoch eher mit der Zunahme des geplanten Kaiserschnitts zusammen. In diesem Fall wünscht sich die Mutter einen bestimmten Geburtstermin für ihr Kind und die ihr angenehmer erscheinende Geburtsweise, bei der sie das Baby nicht durch den Geburtskanal nach draußen pressen muss.
Forscher stellten fest, dass sich bei Babys, die per Kaiserschnitt geboren wurden, andere Mikrobakterien auf der Haut und in den Schleimhäuten ansiedelten, als bei normal geborenen Kindern. Bei Letzteren wurden wesentlich mehr Milchsäurebakterien gefunden, die sich von der Vagina der Mutter auf ihre Haut übertrugen, während sich bei Kaiserschnittbabys mehr Hautbakterien ansiedelten, darunter auch schädliche Krankenhauskeime.
Autor: nnzEin Kaiserschnitt ist nur in etwa der Hälfte der Fälle medizinisch notwendig: Meistens, weil das Kind falsch herum in der Gebärmutter liegt oder wenn Lebensgefahr für Mutter und/oder Kind besteht. Eher selten ist der sogenannte sekundäre Kaiserschnitt, der erfolgt, wenn die Geburt schon begonnen hat und dringende Maßnahmen notwendig werden, um das Leben des Kindes oder der Mutter zu retten. Beispielsweise wenn die Herztöne des Kindes auf Komplikationen hinweisen oder sich das Kind in letzter Sekunde noch falsch dreht.
Die Zunahme des Kaiserschnitts als Geburtsmethode hängt jedoch eher mit der Zunahme des geplanten Kaiserschnitts zusammen. In diesem Fall wünscht sich die Mutter einen bestimmten Geburtstermin für ihr Kind und die ihr angenehmer erscheinende Geburtsweise, bei der sie das Baby nicht durch den Geburtskanal nach draußen pressen muss.
Umstrittener Wunschkaiserschnitt
Der "Kaiserschnitt auf Bestellung" gilt jedoch als umstritten. Das Argument einer schmerzfreieren Geburt lassen Mediziner nicht gelten, da auch eine normale Geburt heute dank Epiduralanästhesie fast schmerzfrei verläuft. Sie weisen auch darauf hin, dass der Kaiserschnitt trotz medizinischem Fortschritt noch immer mit gesundheitlichen Risiken für Mutter und Kind verbunden ist. So kann es durch den chirurgischen Einschnitt in die Bauchdecke später zu Wundinfektionen oder Blutungen kommen bei der Mutter kommen, während per Kaiserschnitt geborene Kinder als anfälliger für Allergien und Asthma gelten.Forscher stellten fest, dass sich bei Babys, die per Kaiserschnitt geboren wurden, andere Mikrobakterien auf der Haut und in den Schleimhäuten ansiedelten, als bei normal geborenen Kindern. Bei Letzteren wurden wesentlich mehr Milchsäurebakterien gefunden, die sich von der Vagina der Mutter auf ihre Haut übertrugen, während sich bei Kaiserschnittbabys mehr Hautbakterien ansiedelten, darunter auch schädliche Krankenhauskeime.
