nnz-Betrachtung: Wundersame FDP
Freitag, 07. Dezember 2012, 17:12 Uhr
Die Liberalen im Landkreis Nordhausen sind zwar nicht viel an der Zahl, dafür um so munterer wenn es darum geht, Positionen öffentlich zu bekunden. Merkwürdige Züge nimmt da einiges aber schon an...
Die Kreis-FDP im Allgemeinen ist ja immer schon für das Sparen gewesen. Vor allem bei den Personalkosten. Und wann auch immer die Wahl eines hauptamtlichen Beigeordneten in der Landkreis- oder in der Stadtverwaltung anstand, dann wurde warnend der Zeigefinger gehoben. "Wir können ruhig auf einen zwei hauptamtlichen Beigeordneten verzichten." Heute wieder machte die Partei von sich reden. Die Kreistagsfraktion fordert nach dem Dienstende von Loni Grünwald (LINKE) im kommenden Jahr, auf einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin zu verzichten.
Nun will ich nicht behaupten, dass die Kreistagsfraktion die politischen Spielchen nicht beherrscht. Wohl aber im kommunalpolitischen Sandkasten des Kreistages muss niemand mit dieser Partei spielen. Die Besetzung der wohl dotierten Wahlbeamten-Stellen machen die drei "großen" Fraktionen (CDU, SPD und LINKE) unter sich aus. Da ist kein Platz für die "Kleinen". Solange das Trio gemeinsam würfelt, solange fallen die Würfel gegen die Kleinen. Das wird auch im kommenden Jahr nicht anders sein und man kann sich - beim Blick auf das weibliche Triumvirat aus Birgit Keller (LINKE), Jutta Krauth (SPD) und Loni Grünwald (LINKE) ausmalen, welche Partei denn nun im Jahr 2013 dran sein wird? Richtig: die CDU. Und die hat vermutlich - man pfeift es von diversen Dächern - auch schon einen Kandidaten - Stefan Nüßle. Was natürlich niemand bestätigt. Und deshalb ist auch die jetzt anstehende Wahl im Stadtrat von Hannelore Haase so immens wichtig.
Womit wir beim Stadtrat wären. Da haben wir auch eine FDP-Fraktion. Und da sitzt zumindest ein Liberaler sowohl im Kreistag als auch im Stadtrat und der ist auch noch Kreisvorsitzender: Claus Peter Roßberg. In Kreistagsfraktion ist Herr Roßberg gegen einen zweiten hauptamtlichen Beigeordneten, im Stadtrat für einen zweiten hauptamtlichen Beigeordneten, obwohl die FDP vor vielen Monaten noch dagegen war. Nachzulesen ist das alles im Archiv der nnz.
Fazit: Das kann nur derjenige verstehen, der sich in den Denk- und Verhaltensmustern von Politik einigermaßen auskennt. Und: Das hat nichts mit Schizophrenie zu tun. Wirklich nicht.
Peter-Stefan Greiner
Autor: psgDie Kreis-FDP im Allgemeinen ist ja immer schon für das Sparen gewesen. Vor allem bei den Personalkosten. Und wann auch immer die Wahl eines hauptamtlichen Beigeordneten in der Landkreis- oder in der Stadtverwaltung anstand, dann wurde warnend der Zeigefinger gehoben. "Wir können ruhig auf einen zwei hauptamtlichen Beigeordneten verzichten." Heute wieder machte die Partei von sich reden. Die Kreistagsfraktion fordert nach dem Dienstende von Loni Grünwald (LINKE) im kommenden Jahr, auf einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin zu verzichten.
Nun will ich nicht behaupten, dass die Kreistagsfraktion die politischen Spielchen nicht beherrscht. Wohl aber im kommunalpolitischen Sandkasten des Kreistages muss niemand mit dieser Partei spielen. Die Besetzung der wohl dotierten Wahlbeamten-Stellen machen die drei "großen" Fraktionen (CDU, SPD und LINKE) unter sich aus. Da ist kein Platz für die "Kleinen". Solange das Trio gemeinsam würfelt, solange fallen die Würfel gegen die Kleinen. Das wird auch im kommenden Jahr nicht anders sein und man kann sich - beim Blick auf das weibliche Triumvirat aus Birgit Keller (LINKE), Jutta Krauth (SPD) und Loni Grünwald (LINKE) ausmalen, welche Partei denn nun im Jahr 2013 dran sein wird? Richtig: die CDU. Und die hat vermutlich - man pfeift es von diversen Dächern - auch schon einen Kandidaten - Stefan Nüßle. Was natürlich niemand bestätigt. Und deshalb ist auch die jetzt anstehende Wahl im Stadtrat von Hannelore Haase so immens wichtig.
Womit wir beim Stadtrat wären. Da haben wir auch eine FDP-Fraktion. Und da sitzt zumindest ein Liberaler sowohl im Kreistag als auch im Stadtrat und der ist auch noch Kreisvorsitzender: Claus Peter Roßberg. In Kreistagsfraktion ist Herr Roßberg gegen einen zweiten hauptamtlichen Beigeordneten, im Stadtrat für einen zweiten hauptamtlichen Beigeordneten, obwohl die FDP vor vielen Monaten noch dagegen war. Nachzulesen ist das alles im Archiv der nnz.
Fazit: Das kann nur derjenige verstehen, der sich in den Denk- und Verhaltensmustern von Politik einigermaßen auskennt. Und: Das hat nichts mit Schizophrenie zu tun. Wirklich nicht.
Peter-Stefan Greiner
