Handballer mit Galavorstellung
Montag, 10. Dezember 2012, 06:42 Uhr
Das war ganz nach dem Geschmack der vielen Nordhäuser Handballfans, der letzte Heimauftritt der NSV Männer in der Thüringenliga vor den Festtagen. Mit einem Sturmlauf über 60 Minuten bezwangen sie stark aufspielende Erfurter. Frank Ollech berichtet...
Verkehrte Welt am Samstag vor der Partie gegen den HSC Erfurt. Die Südharzer waren gegen den Absteiger aus der mitteldeutschen Oberliga aufgrund des bisherigen Saisonverlaufes in der Rolle des Favoriten. Bei den Gästen machte sich der Abgang vieler Leistungsträger, verbunden mit der Neuformierung der Mannschaft, bemerkbar. Um so erstaunlicher ihr Auftreten.
Selbstbewusst und lauffreudig begannen sie, auf Augenhöhe mit den Gastgebern. Diese aber zunächst mit einem Blitzstart. Marcel Effenberger und Matthias Thiele brachten den Südharzexpress mit einem Doppelschlag zum fahren. Was sich in der folgenden Spielzeit entwickelte war eine echte Werbung für den Handball.
Die Gäste aus Erfurt keineswegs beeindruckt. Mit schnellen Kombinationen schafften sie es die Abwehr der Gastgeber immer wieder zu narren. Diese wiederum drehten vor dem Kasten des HSC den Spieß, mit druckvollen und technisch anspruchsvollen Szenen, um. Beim 4:4 mussten sie jedoch erstmals Ausgleich hinnehmen und beim 7:8 schickten sie sich die Gäste an das Zepter zu übernehmen.
Wer dachte der NSV würde jetzt nachlassen sah sich getäuscht. Zwischen der 10. und 20. Minute entbrannt ein offener Schlagabtausch. Danach war es wiederum Marcel Effenberger der mit einem Doppelschlag die Trendwende im Spiel einläutete (13:11). Gleichzeitig steigerte sich der bis dahin oftmals alleingelassene Keeper Sören Ahlert zwischen den Posten. Er ging gleich aus zwei Strafwürfen als Sieger hervor.
Erfurt zu diesem Zeitpunkt noch lange nicht geschlagen. Sie versuchten das Tempo zu verschärfen, konnten jedoch den zwei Tore Rückstand nicht egalisieren. Halbzeitstand 16:14.
Nach der Pause war der Südharzexpress nicht mehr zu halten. Den Torreigen eröffnete der wieder stark aufspielende Matthias Thiele. Thomas Riemekasten legte gleich mit zwei Treffern zur 19:14 Führung nach. Danach pegelten sich die Spielanteile wieder ein. Das Tempo auch nach 45 Spielminuten (26:21) sehr hoch. So sehr wie sich die Erfurter auch mühten, nach zwei Fahrkarten in den Schlussminuten vom Punkt war die Partie endgültig entschieden. Beim Stand 33:27 wurde die kurzweilige Partie abgepfiffen.
Es war eine der besten Begegnungen die der NSV in dieser Saison gespielt hat. Dies war auch notwendig denn die Erfurter spielten einen ausgezeichneten Handball. Auch die beiden Männer in Schwarz haben mit ihrer unauffälligen aber bestimmenden Leitung einen großen Anteil am Gesamteindruck der Partie.
Natürlich großer Jubel auf dem Parkett und Zuschauerrängen der Ballspielhalle. Sie honorieren 60 Minuten Tempohandball, das das NSV Team dankend aufnahm. Eine spielerische Reife verbunden mit mannschaftlicher Geschlossenheit hat sie einen Schritt nach vorn gebracht. In der Abwehr rackerte Michael Spieß um jeden Ballgewinn und im Angriff waren sie von allen Positionen torgefährlich. Am treffsichersten erwies sich Marcel Effenberger (10) gefolgt von Thomas Riemekasten (8). Am unauffälligsten spielte Andre Elster. In der Abwehr ein Fuchs krönte er seine gute Leistung mit 5 Treffern im Angriff. Umsichtig und wieder zweikampfstark Matthias Thiele. Die Keeper Sören Ahlert und Nikita Schneider waren wieder einmal der Ruhepol im Spiel.
Frank Ollech
Sören Ahlert/ Nikita Schneider/ Torsten Theylich/ Christian Müller/ Thomas Riemekasten 8/ Lukas Fehling 1/ Sebastian Kreutz 2/ Christian Flötling 1/ Matthias Thiele 6/ Marc Phillip Tube/ Andre Elster 5/ Michael Spieß/ Marcel Effenberger 10
Autor: redVerkehrte Welt am Samstag vor der Partie gegen den HSC Erfurt. Die Südharzer waren gegen den Absteiger aus der mitteldeutschen Oberliga aufgrund des bisherigen Saisonverlaufes in der Rolle des Favoriten. Bei den Gästen machte sich der Abgang vieler Leistungsträger, verbunden mit der Neuformierung der Mannschaft, bemerkbar. Um so erstaunlicher ihr Auftreten.
Selbstbewusst und lauffreudig begannen sie, auf Augenhöhe mit den Gastgebern. Diese aber zunächst mit einem Blitzstart. Marcel Effenberger und Matthias Thiele brachten den Südharzexpress mit einem Doppelschlag zum fahren. Was sich in der folgenden Spielzeit entwickelte war eine echte Werbung für den Handball.
Die Gäste aus Erfurt keineswegs beeindruckt. Mit schnellen Kombinationen schafften sie es die Abwehr der Gastgeber immer wieder zu narren. Diese wiederum drehten vor dem Kasten des HSC den Spieß, mit druckvollen und technisch anspruchsvollen Szenen, um. Beim 4:4 mussten sie jedoch erstmals Ausgleich hinnehmen und beim 7:8 schickten sie sich die Gäste an das Zepter zu übernehmen.
Wer dachte der NSV würde jetzt nachlassen sah sich getäuscht. Zwischen der 10. und 20. Minute entbrannt ein offener Schlagabtausch. Danach war es wiederum Marcel Effenberger der mit einem Doppelschlag die Trendwende im Spiel einläutete (13:11). Gleichzeitig steigerte sich der bis dahin oftmals alleingelassene Keeper Sören Ahlert zwischen den Posten. Er ging gleich aus zwei Strafwürfen als Sieger hervor.
Erfurt zu diesem Zeitpunkt noch lange nicht geschlagen. Sie versuchten das Tempo zu verschärfen, konnten jedoch den zwei Tore Rückstand nicht egalisieren. Halbzeitstand 16:14.
Nach der Pause war der Südharzexpress nicht mehr zu halten. Den Torreigen eröffnete der wieder stark aufspielende Matthias Thiele. Thomas Riemekasten legte gleich mit zwei Treffern zur 19:14 Führung nach. Danach pegelten sich die Spielanteile wieder ein. Das Tempo auch nach 45 Spielminuten (26:21) sehr hoch. So sehr wie sich die Erfurter auch mühten, nach zwei Fahrkarten in den Schlussminuten vom Punkt war die Partie endgültig entschieden. Beim Stand 33:27 wurde die kurzweilige Partie abgepfiffen.
Es war eine der besten Begegnungen die der NSV in dieser Saison gespielt hat. Dies war auch notwendig denn die Erfurter spielten einen ausgezeichneten Handball. Auch die beiden Männer in Schwarz haben mit ihrer unauffälligen aber bestimmenden Leitung einen großen Anteil am Gesamteindruck der Partie.
Natürlich großer Jubel auf dem Parkett und Zuschauerrängen der Ballspielhalle. Sie honorieren 60 Minuten Tempohandball, das das NSV Team dankend aufnahm. Eine spielerische Reife verbunden mit mannschaftlicher Geschlossenheit hat sie einen Schritt nach vorn gebracht. In der Abwehr rackerte Michael Spieß um jeden Ballgewinn und im Angriff waren sie von allen Positionen torgefährlich. Am treffsichersten erwies sich Marcel Effenberger (10) gefolgt von Thomas Riemekasten (8). Am unauffälligsten spielte Andre Elster. In der Abwehr ein Fuchs krönte er seine gute Leistung mit 5 Treffern im Angriff. Umsichtig und wieder zweikampfstark Matthias Thiele. Die Keeper Sören Ahlert und Nikita Schneider waren wieder einmal der Ruhepol im Spiel.
Frank Ollech
Sören Ahlert/ Nikita Schneider/ Torsten Theylich/ Christian Müller/ Thomas Riemekasten 8/ Lukas Fehling 1/ Sebastian Kreutz 2/ Christian Flötling 1/ Matthias Thiele 6/ Marc Phillip Tube/ Andre Elster 5/ Michael Spieß/ Marcel Effenberger 10



















































